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Alectoris barbara

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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[Felsenhuhn]

Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

3080. Alectoris barbara barbara (Bonn.) (1).

Perdix Barbara Bonnaterre, Tabl. Enc. et Meth., Orn. I. p. 208, Tat. 94, Fig. 2 (1791— „La Barbarie“. Ex Edwards — und Brisson. — Edwards (Taf. 70, 1745 gemalt) erhielt den Vogel von einem „in Santa Cruz, ausserhalb der Strasse von Gibraltar, am Atlantischen Ozean“ wohnenden Engländer. Genauere Lokalität daher Marokko. Ob mit dem Santa Cruz dаs heutige Agadir [früher S. Cruz de Berberia] oder dаs heutige Hini gemeint ist, bleibt zweifelhaft, vermutlich аber war es ein Ort im nördlichen Marokko, der heute anders heißt. Der Name ist ein häufiger. In Agadir und Hini wohnten Mitte des 18. Jahrhunderts wohl keine Engländer! Abbildung und Beschreibung beziehen sich zweifellos auf die dunkle nördliche Form).

Caccabis petrosa major, niinor A. E. Brehm, Verz. Samml., p. 11 (1866— Nomina nuda!).

Abbild.: Dresser, B. Europe VII, Taf. 471.

♂♀ ad.: Zügel und breiter Suberziliarstreif aschgrau, Mitte der Stirn, Scheitel und Hinterkopf kastanienbraun, dieser kastanienbraune Fleck аn den Außenrändern dunkler, wie mit einer schwärzlichen Einfassungslinie. Ohrdecken rostbraun. Rücken, Bürzel und Oberschwanzdecken gräulichbraun. Die äußeren, über dem Flügel liegenden Skapularen graublau mit rostroten Säumen. Schwingen wie bei den anderen Arten. Kopfseiten hellgrau. Kehle fast weißlich, von einem rostroten Streifen umgeben, dessen Federn vorn weiße Spitzensäume haben, und der sich аn den Halsseiten verbreitert und bis zu den Ohrdecken hinaufzieht, wo auch jede Feder einen rundlichen, fein dunkel umrandeten Spitzentieck zeigt. Breites gelblichbräunlich graues Kropfband, großes rötlich isabellfarbenes Brustschild, Mitte des Unterkörpers heller, mehr blaß ockergelblich, die prächtige Seitenfärbung ausgedehnt, die Federspitzen rostrot, die schwarzen Querlinien ziemlich schmal, dаs weiße Band rein, die Federwurzeln hell blaugrau. Steuerfedern kastanienbraun häufig аn den Wurzeln mehr oder minder gräulich, dаs mittelste Paar wie der Bürzel und fein schwärzlich gesprenkelt. Iris rotbraun; Schnabel dunkelrot, nackte Haut ums Auge blaß orangerot; Füße rot, Nägel braun. Flügel von 14 ♂ 162 bis 173, von 30 ♀ 151—159 mm.
Bewohnt Tunesien, Algerien und Marokko, sowohl den Norden wie dаs Gebirge und Hochplateau, аn geeigneten Stellen. Südlich kennen wir es bis Batna und Laghouat, in Marokko von Tanger bis in den westlichen Atlas. Einige westmarokkanische Stücke sind unterseits auffallend dunkel, die meisten аber gleichen den algerischen vollkommen. Außerdem findet sich dieselbe Form, ohne die geringsten Unterschiede darzubieten, auf Sardinien, und zwar sehr häufig. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß sie von den Römern, die gern Federwild in Käfigen hielten und mästeten, nach Sardinien eingeführt wurde, indessen ist nichts darüber bekannt. (Um Gibraltar eingebürgert.)

Das Felsenhuhn bewohnt vorzugsweise hier und da mit Buschwerk bestandene Berghänge; es liebt besonders unebenes, felsiges Gelände und die Nähe von Wasser, Uferwände und auch lichten Wald; auch in Getreidefeldern findet mаn es, wenn daneben steinige und buschreiche Flächen sind. Die Stimme gibt meiner Meinung Koenig am besten durch „krriaup“ wieder. Wie alle Arten der Gattung und ihre Verwandten monogam, außerhalb der Brutzeit meist in „Ketten“ wie die Rebhühner. Auf der Jagd ist es unangenehm, daß die Vögel oft so schwer zum Auffliegen zu bringen sind und geflügelte Stücke sich stets im zerklüfteten Felsgestein oder in dichten Zizyphus- Büschen verkriechen und verloren gehen. Das Wildbret ist weißlich und sehr gut, jedoch аn Wohlgeschmack nicht mit dem des grauen Rebhuhns zu vergleichen. Das Nest steht meist unter Büschchen und enthält von Ende März bis spät in den Mai 10—18 Eier. Sie sind hartschalig, glänzend mit tiefen Poren; Grundfarbe hell gelblichbraun, etwa sandfarben, mitunter wärmer, rötlicher, bisweilen bleicher, weißlicher. Die Zeichnung besteht mitunter nur aus feinen bräunlichen Pünktchen, meist аber aus kleineren und größeren bräunlichen Flecken, die oft unregelmäßig verteilt sind. Gewicht nach Koenig 2.10 2.395 g. 42 Eier (28 Hartert, 14 Jourdain) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 40.44 x 30.33, Maximum 42 x 31.4, Minimum 36.8×29 mm.

1) Wurde bisher fälschlich „Caccabis petrosa“ genannt. Gmelin gab den Namen Tetrao petrosus dem Buffonschen „Perdrix de Roche ou de la Gambra“; letzteres (aus Stibbs’ Journal, p. 287) kam vom Gambia (früher Gambra genannt) und ist klipp und klar Ptilopachus fuscus auct., аber unter keinen Umständen dаs Felsenhuhn der Atlasländer! 8. Nov. Zool. 1917, p. 275, 276.

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Brehm

Auf Sardinien, hier und da in Griechenland, häufiger аber in Nordwestafrika, einschließlich der Kanarischen Inseln, haust die vierte Art unserer Gattung, die wir zu berücksichtigen haben, dаs Klippenhuhn, Caccabis petrosa Gmel. Es kennzeichnet sich hauptsächlich durch dаs auf kastanienbraunem Grunde weiß getüpfelte Halsband. Die Stim und der Kopf sind hell aschgrau, die Scheitelmitte, der Nacken und Hinterhals kastanienbraun, die übrigen Federn der Oberseite rotgrau, auf den Flügeln ins Bläuliche spielend, die Kehle und ein Augenbrauenstreifen weißlichgrau, die Unterteile blaugrau, Brust- und Weichengegend denen des Steinhuhns ähnlich; einzelne Federn der Oberseite zeigen rostgraue Einfassungen; Iris, Schnabel und Fuß kommen in der Färbung mit den entsprechenden Teilen der Verwandten überein. In der Größe steht dаs Klippenhuhn hinter dem Stein- und Rothuhn etwas zurück.
Auf Sardinien ist dаs Klippenhuhn sehr häufig, in Griechenland kommt es nur auf den südlichsten Gebirgen und hier auch bloß auf den höchsten Kuppen vor; in Spanien soll es die Felsen von Gibraltar bewohnen; in Tunis, Algerien, Marokko und auf den Kanarischen Inseln ist es die ausschließlich vorkommende Art seiner Gattung.
In seinem Wesen hat dаs Klippenhuhn mit seinen Verwandten große Ähnlichkeit. Es ist ebenso behende wie diese, fliegt ungern auf, meist nicht weit, аber geräuschvoll und zieht fast in wagerechter Richtung dahin, zeigt sich nicht scheu und läßt einen sehr sonderbaren Lockruf vernehmen, den man, wenn auch nicht gerade genau bezeichnend, durch dаs mehrmals wiederholte, langsam ausgesprochene Wort „Kai“ (mit sehr gedehntem i) ausdrücken kann. König überträgt den Ruf mit „kia-kia-kria-kliah-kliah-kakkabi-, kakkabi-kakkabi“. Salvadori fand schon in der ersten Hälfte des Februar Männchen und Weibchen gepaart; Bolle gibt an, daß die 15—20 Eier in 22 (?) Tagen ausgebrütet werden. Nach der Brutzeit halten sich die Klippenhühner in Gesellschaften beisammen. Wenn sie gejagt werden, fliegen die einzelnen nach ihrem eignen Belieben davon, ohne sich sogleich wieder zusammenzufinden.