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Ichthyaetus ichthyaetus

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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[Fischmöwe]

Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

2030. Larus ichthyaetus Pall.

„Gavia ridibunda phoenicopos“ (nec Brisson!) 8. G. Gmelin, Reise durch Russland I, p. 152, Taf. 30, 31 (1770— Ex Brisson, Südrußland).

Larus Ichthyaetus Pallas, Reise durch verseh. Prov. Russ. Reichs II, p. 713 (1773— Kaspisches Meer).

„Larus ichthyceus Linn.“ Brehm, Lehrb. Naturg. aller eur. Vög. II, p. 720 (1824— Kaspisches Meer).

Larus kroicocephalus Jameson, Journ. As. Soc. Bengal VIII, p. 242 (1839— Indien).

Ichthyaëtus pallasii Bonaparte, Compt. Rend. Acad. Paris XLII, p. 771 (1856— Neuer
Name für Larus ichthyaetus‘).

Larus ichthyaetus minor Schlegel, Mus. Pays-Bas, Lari, p. 34 (1863— Bengalen).

Larus innominatus Hume, Stray Feathers VIII, p. 394 (1879— Neuer Name für L. i. minor; Bai von Bengalen, Typus 9 vix ad. von Gopolpore аn der Ganjamküste, jetzt im Brit. Mus.).

Abbild.: Dresser, B. Europe VIII, Taf. 598.

♂♀ ad. im Hochzeitskleide: Ganzer Kopf bis über den Hinterkopf und Kehle schwarz, über und unter dem Auge je ein halbmondförmiger weißer Fleck. Der Hals bis auf den Vorderrücken und gesamte Unterseite schneeweiß. Rücken, Schulterfittiche und Oberflügeldecken hellgrau. 1. Schwinge: Außenfahne mit Ausnahme von etwa 5 — 6 cm аn der Spitze schwarz, Schaft weiß, soweit die Innenfahne schwarz ist schwärzlich, Innenfahne weiß, 5—6 cm vor der Spitze mit etwa 3—7 cm breiter schwarzer Binde, mitunter auch noch kurz vorm Ende mit schwarzem Flecke; bei den folgenden Schwingen ist dаs Schwarz ausgedehnter; äußere und innere Armschwingen grau mit weißen Spitzen, die mittelsten mehr oder weniger rein weiß. Bürzel und Schwanz weiß. Iris tiefbraun. Schnabel dunkelgelb, nach der Spitze zu orangerot und von einer 5—10 mm breiten, mitunter (besonders bei ♀) in zwei schmälere Bänder aufgelösten schwarzen Binde durchzogen. Füße bräunlichgelb, Schwimmhäute orangegelb. Flügel ♂ 490—512, ♀ 450—480, Schwanz 180 — 196, Lauf 70—93, Schnabel ♂ 65—71, ♀ 51—60 mm. — Winterkleid: Wie Sommerkleid, аber Kopf weiß, hinter den Augen, auf Scheitel und Hinterkopf bräunlichschwarz gefleckt. — Juv.: Oberseite braun mit breiten weißlichen Säumen, Oberkopf weißlicher. Handschwingen dunkelbraun, Armschwingen braun mit breiten weißen Spitzen und ebensolchen Außensäumen. Oberschwanzdecken und Schwanz weiß, Enddrittel des letzteren dunkelbraun mit schmalem weißen Saume. — Dunenjunges: Oberseite gräulichweiß, am Hinterhalse und auf dem Rücken mit undeutlichen graubraunen Fleckchen, da die Dunen weiß sind, mit kleinem matt braunen Fleck in der Mitte.
Nistet in Südrußland am Siwasch-Meere (Krim), аn den Landseen der Sarpasteppe, am Kaspischen Meere und Aralsee, am Suliuk-kul und Chalkartenis, am Unterlauf der Ströme Irgis und Turgai. Hier und da in Rußland beobachtet, nach Buturlin bis Pskow (Pleskau) und Kasan, in Asien nördlich bis zum Irtisch. Auf dem Zuge und im Winter in Syrien, auf Cypern, zweimal auf Sizilien, in Ägypten, Sulla am Roten Meere und Nubien (selten), in Asien am Persischen Meerbusen, in Ostpersien, in Indien bis Birmah, einmal in Tenasserim, und Ceylon. Soll einmal in der Schweiz vorgekommen sein, wurde 1859 bei Exmouth, 1915 in Kent in England festgestellt. Die Angaben von je einmaliger Beobachtung auf Helgoland und in Griechenland gelten als unsicher.

Der Ruf nach Pallas laut, heiser, rabenartig, die Nahrung soll aus Fischen, Crustaceen, Reptilien und Heuschrecken bestehen. Brütet in Kolonien. Das Nest ist eine flache Vertiefung im Sande oder zwischen Muscheltrümmern, angeblich auch inmitten von Schilfdickichten. Die 2—3 Eier sind grobkörnig, rauh anzufühlen, schwach glänzend. Sie sind hell grünlichgrau, fast weiß, hell gelblichbraun bis hellbraun, die meist gleichmäßig verteilte Zeichnung besteht aus schwarzbraunen Ober- und blaß bläulich aschgrauen Schalenflecken. Zwei Eier wiegen nach Rey 7.975 und 9.570 g. 55 Eier (47 Jourdain, 8 Rey und Blasius) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 77.84 x 53.64, Maximum 84.5 x 55.7 und 76.2 x 57.1, Minimum 68 x 50.2 mm.

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Brehm

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]