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Chroicocephalus genei

[Dünnschnabelmöwe]

Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

2029. Larus gelastes Keys. & Blas.

Larus gelastes Thienemann & Brehm, Syst. Darss. Fortpfl. Vög. Eur. V, p. 22 (1838— Nomen nudum! Ex Lichtenstein M. 8.); Keyserling & Blasius, Wirbelt. Eur., p. XCV, 242 (1840— Südfrankreich & Arabien).

Larus leucocephalus Boiss. „nach Natterers mündl. Mitt.,“ id., 1. c., p. XCV.

Larus Geneï Bröme, Rev. Zool. annee 1839, p. 321 (1840— Sardinien).

Larus tenuirostris Temminck, Man. d’Orn., 2. ed., IV, p. 478 (1840— Sardinien).

Xenia Lambruschinii Bonaparte, Iconogr. Fauna Ital. fol. 135, 135*, Taf. (45) (1840 (1))— Sardinien und Korsika).

Larus columbinus Golowatschow, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou XXVII, 2, p. 435, Taf. IV (1854— Kaspisches Meer).

Gelastes rubriventris Bonaparte, Naumannia 1854, p. 216 (als Synonym von gelastes und lambruschinii zitiert; ex Vieillot, аber wo?).

Larus subroseus und Brehmii Heuglin, Syst. Übers. Vög. N. O. Afr. (in Sitzungb., Akad. Wien XIX), p. 69 (321) (1856— Nomen nudum! Nach Heuglin 1873 dasselbe wie gelastes).

Larus arabicus Saunders, Proc. Zool. Soc. London 1878, p. 193 (recht überflüssigerweise aus Lichtenstein M. S. im Berliner Museum als Synonym zitiert).

Ital.: Gabbiano roseo.

Abbild.: Dresser, B. Europe VIII, Taf. 601, Fig. 2.

♂♀ ad. im Hochzeitskleide: Kopf und Hals bis auf den Nacken, Schwanz nebst Schwanzdecken und gesamte Unterseite weiß, Schwanz mit kaum merklichem, Unterseite аber im Leben mit lieblichem lachsfarbigen Schimmer, der bei in Glasschränken aufgestellten Stücken ganz, аn Bälgen mit der Zeit großenteils verschwindet, аber аn den Wurzeln der Federn beim Aufheben derselben immer deutlich bleibt. Rücken, Schulterfittiche und Oberflügeldecken licht grau, letztere nach außen zu etwas dunkler. Handdecken weiß mit rosigem Anflug. Äußere Handschwingen weiß mit reichlichem lachsfarbenen Anflug, аn der 1. Schwinge die Außenfahne mit Ausnahme von etwa 3—4 cm vor der Spitze und der Spitze beider Fahnen, außerdem ein Streif am Innensaume schwarz; аn der 2. ist nur ein mitunter auch ganz fehlender Fleck oder Strich аn der Außenfahne schwarz, der schwarze Innensaum der Innenfahne аber ist breiter und mit dem Spitzenfleck verbunden, аn der 3. ist dаs Schwarz аn der Innenfahne noch ausgedehnter, аn der 4. noch weiter und nach dem Schafte zu in Grau übergehend; die folgenden drei sind größtenteils schiefergrau, аn der Spitze schwärzlich, die innersten Handschwingen аber nebst den Armschwingen hellgrau. Iris gelblichweiß. Schnabel rot. Füße korallenrot. Flügel 312—320, Schwanz 112—120, Lauf 48—53, Schnabel 39—42 mm. — Im Winter ist der lachsfarbene Anflug geringer, um dаs Auge und hinter den Ohrdecken schwärzlichgraue Flecke, auch sind die Federwurzeln auf dem Scheitel schiefergrau. — Juv.: Ohne lachsfarbenen Schimmer, Kopfzeichnung wie im Winter, Oberflügeldecken und innere Armschwingen braun mit hellen Säumen, ebenso wahrscheinlich auch der Rücken im 1. Jugendkleide, äußere Handschwingen ringsum schwarz umrandet, die 1. mitunter mit braunem Fleck nahe dem Schafte in der Mitte der Innenfabne. Steuerfedern unmittelbar vor der Spitze mit schwärzlich brauner Querbinde. Schnabel gelblich mit schwärzlicher Spitze, Füße gelb. — Dunenjunges: Oberseite weiß mit gräulichem Anflug oder hell bräunlich rahmfarben mit bräunlichschwarzen Flecken; unmittelbar über dem Schnabel, аber nicht ganz bis zum Schnabel reichend, ein fast dreieckiger braunschwarzer Fleck, dahinter ein ungefleckter Querstreif. Unterseite wie die Oberseite, аber nur аn den Seiten des Unterschnabels, аn der Kehle und unter den Flügeln einige schwärzliche Flecke, am unteren Teil der Kehle sind die Dunen аn der Wurzel schwärzlich, so daß dort ein halb verborgener schwärzlicher Fleck steht. Brustmitte
rein weiß.
Im ganzen Mittelmeere, аn der Westküste von Afrika mindestens bis zum 21.° nördlicher Breite (Baie du Levrier 7. Mai 1895), nach Marche bis zum Senegal, im Schwarzen, Asoffschen und Kaspischen Meere, im Roten Meere, Arabien, Mesopotamien, Persischen Meerbusen, in Südrußland, der Kirgisensteppe, Persien bis Seistan, Turkestan bis zum Issik-Kul, Mekran- Küste bis Karachi. — Sokolnikoff sammelte ein d am 7. 10. 1912 auf der Kupferinsel (Kommandeur-Inseln)! Brutkolonien sind bekannt am Guadalquivir, am Siwasch oder Faulen Meere, in der Dobrudscha, Kirgisensteppe, Kleinasien, Unterägypten (nach Heuglin und noch 1862, ob heute noch?), in Seistan, am Persischen Meerbusen und аn der Mekranküste.

Die Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, kleinen Fischen und Schößlingen der Artemisiabüsche. Das Nest steht auf dem Schlamm oder Sand und ist aus kleinen Reisern, trockenem Gras, Tang und dergl. gebaut und mit Federn ausgelegt. Es enthält im Mai oder Juni 3, seltener 2 Eier. Die Eier sind weiß, frisch meist mit rosenrotem Schimmer; die Oberdecken sind dunkelbraun, rotbraun oder graubraun, die Schalendecke blaß rötlichgrau. Selten sind Eier mit rötlich rahmfarbener oder rotbrauner Grundfarbe; einzelne sind ganz grob, andere äußerst sparsam gedeckt. Gegen dаs Licht gehalten gelblich (nicht grünlich) durchscheinend. 100 Eier (76 Jourdain, 9 Rey, 9 Bau, 6 Schlüter) messen im Durchschnitt 55.93 x 38.86, Maximum 59.9 x 38.6 und 56.7 x 41.9, Minimum 45 x 35 und 48 x 34.5 mm. Gewicht nach Rey 2.45—3.22, im Durchschnitt 2.943 g.

1) Über die Daten dieses Werkes s. Salvador!, Ibis 1888, p. 320.

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Brehm

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]