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Corvus corone

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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Heinroth

Die Rabenkrähe (Corvus corone L.).

Wir hatten bei der Nebelkrähe schon gesagt, daß die Rabenkrähe nur die schwarze Ausgabe von ihr sei, nur scheint dieser Schwärzling manchmal etwas kleiner zu sein. Ebenso hatten wir die Verbreitungsweise bereits angegeben, d. h. sie lebt im wesentlichen einerseits von der Elbe ab westlich, und andrerseits in einer etwas großem Unterart C. c. orientalis Eversm. vom Jenissei ab östlich von der Nebelkrähe, sie kommt in Deutschland sowohl im Westen wie auch im Süden vor und ist da offenbar meist Standvogel. Im Winter wandern dann die von Nordosten her ziehenden Nebelkrähen in großer Zahl in dаs Gebiet der Schwarzen ein, was namentlich für Westdeutschland gilt.
Da der Süddeutsche für gewöhnlich nur schwarze, also Raben- und Saatkrähen zu Gesichte bekommt, so nennt er sie einfach Raben, ein Ausdruck, der vielleicht ursprünglich von dem аn diesen Orten jetzt leider ausgestorbnen Kolkraben entlehnt ist. In den üblichen Vogelbüchern wird immer viel zu wenig darauf hingewiesen, daß dаs Wort Rabe wissenschaftlich nur für den Kolkraben gilt, die übrigen Schwarzröcke dagegen heißen Krähen. Da dies nicht jeder weiß, gibt es immer wieder unliebsame Verwechslungen. Mundartlich kаnn mаn natürlich jeden Vogel nennen wie mаn will, dadurch wird аber eine Verständigung innerhalb des ganzen deutschen Sprachgebiets sehr erschwert.
Wir selbst haben nie Rabenkrähen ganz jung aufgezogen, da es hier bei Berlin ja keine gibt, und wir von außerhalb nur schon etwas herangewachsne und auch diese in nicht einwandfreiem Zustande bekommen haben. Wir sagten früher schon einmal, daß die Aufzucht junger Rabenvögel nicht so einfach ist, wie schlechthin geglaubt wird, und dаs bewiesen auch diese Pfleglinge, deren Gefieder strähnig war, deren Knochen zur Weichheit neigten, und denen es wegen allgemeiner Schlaffheit Mühe machte, die Flügelspitzen ordentlich über den Schwanz zu legen. Auch die ältern Krähen, die wir in Zoologischen Gärten antrafen, hatten so gut wie alle entweder einen schiefen Flügel oder einen übergewachsnen Schnabel, oder sie waren lahm oder wegen ihres sehr schlechten Gefieders für unsre Zwecke nicht zu gebrauchen. All diese von Malern leider immer als Vorbilder gewählten „Hanshuckebeins, die Unglücksraben“, sind nicht komische, sondern bedauernswerte Geschöpfe, die sich wegen schlechter Aufzucht kümmerlich entwickelt haben und die Zeichen nachlässiger oder verkehrter Behandlung nun zeitlebens аn sich tragen müssen. Eine wirklich tadellose Krähe ist wegen ihres nach keiner Seite hin übertriebnen Baues ein schöner Vogel mit wundervollem Ebenmaß; um sie аber aus einem Nestlinge zu erziehen, ist Verständnis und Sorgfalt nötig. Nur auf der Bunttafel XLIV haben wir ein Bild der Rabenkrähe gebracht, um den Größenunterschied gegen den Kolkraben zu zeigen.

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Hartert

19. Corvus corone corone L. (Fig. 4.)

Die Rabenkrähe.

Corvus Corone Linn., Syst. Nat. Ed. X, p. 105 (1758— Ex Rajus, Albin. „Hab. in Europa“. Typ. Lok. England, ex Raj., Albin.).

Corvus subcorone Brehm, Handb. Vög. Deutschl., p. 167 (1831— Mittel-Deutschland).

Corvus hiemalis Brehm, 1. c. p. 167 (1831— seltener Wintervogel, Mittel-Deutschland).

Corvus assimilis Brehm, Vogelfang, p. 57 (1855— Deutschland).

Corone andayensis Olphe-Galliard, Faune orn. Europe occ. IV, Coraces, p.60 (Henday — jedenfalls individ. Aberr.)

Corvus corone major, minor, longirostris, brevirostris, intercedens, montanus A. Brehm, Verz. Samml., p. 3 (1866— norm nuda!).

Engi.: Carrion-Crow. Franz.: Corneille noir.

Ital.: Cornacchia nera.

♂♀ ad. Starker Schnabel, wie ein Rabenschnabel im kleinen (Fig. 4), Nasenlöcher wie bei den Raben mit borstenartigen Federn verdeckt, die nie ausfallen, Färbung schwarz, Oberseite mit purpurnem Schimmer, Kopf und Hals grünlich. Erste Schwinge meist merklich kürzer als die neunte. Iris dunkelbraun, Schnabel und Füße schwarz, Rachen innen hell fleischfarben. Flügel 305—330, Schwanz 180—195, Lauf 58—64, Schnabel von der Stirn аn gemessen 46—56 mm.
Ganz England, Frankreich, Spanien, West-Deutschland bis dahin, wo die Nebelkrähe sie vertritt, die auch in einzelnen Stationen in dаs Gebiet der Rabenkrähe übergreift, durch die ganze Schweiz, bis Mähren und Böhmen, die österreichischen Alpenländer, Ober-Italien. In Spanien vielleicht nur Wintervogel.

Unterscheidet sich in der Lebensweise nicht wesentlich von der Nebelkrähe, ist аber nirgends so ausgesprochener Zugvogel, sondern mehr Stand- und Strichvogel. Wo sie in strengen Wintern fortziehen, vereinigen sie sich auch in großen Flügen.
Die Eier unterscheiden sich nicht von denen der Nebelkrähe.

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Brehm

Zwei Rabenarten, die in unserm Vaterlande ständig vorkommen, gleichen sich in der Größe so vollständig, daß sie gerupft schwerlich zu unterscheiden sein dürften, paaren sich auch nicht selten untereinander und sind deshalb seit geraumer Zeit der Zankapfel der Vogelkundigen gewesen. Einzelne Forscher vertreten mit aller Entschiedenheit die Ansicht, daß beide nur als örtliche Rassen einer einzigen Art zu betrachten seien.

Die Rabenkrähe, Corvus corone L. (Abb., S. 232), ist schwarz mit Veilchen- oder purpurfarbenem Schiller und braunem Augenstern, in der Jugend mattschwarz mit grauer Iris. Die Nebelkrähe, Corvus cornix L. (Abb., S. 232), dagegen ist nur am Kopfe, Vorderhals, Flügeln und Schwanze schwarz, im übrigen hell aschgrau oder, in der Jugend, schmutzig aschgrau. Die Länge beträgt bei der einen wie bei der andern 47—£0, die Flügellänge 30, die Schwanzlänge 20 cm.
Die Nebelkrähe ist weiter Verbreitet als ihre Verwandte; denn ihr begegnen wir nicht allein im östlichen Deutschland etwa Von der Elbe ab, sondern auch in Skandinavien, vom Nordkap bis Falsterbo, in Schottland und Irland, im größten Teile Rußlands, in Galizien, Ungarn, Steiermark, Süditalien und Griechenland, während sie auf Sardinien und Korsika, in Westsibirien, Mittelasien, Mesopotamien, Ägypten und Syrien durch Nebenformen vertreten wird. Die Rabenkrähe hingegen lebt in Deutschland westlich der Elbe, in Frankreich, Spanien, England, der Schweiz und Oberitalien, in einer Abart in Ostsibirien bis Japan und Nordchina; im allgemeinen da, wo die Nebelkrähe nicht auftritt. Eine ersetzt also die andere, ohne sich jedoch irgendwie аn die Verschiedenheit des Klimas zu binden. Nun gibt es allerdings Gegenden, wo die Verbreitungskreise der beiden Formen aneinander stoßen, und hier geschieht es in der Tat häufig, daß die beiden so innig verwandten Vögel sich paaren; diese Tatsache beweist аber noch nicht, daß die beiden Krähen zur gleichen Spezies gehören müssen.

In ihrer Lebensweise unterscheiden sich die Raben- und die Nebelkrähe allerdings nicht; höchstens insofern, als die nördlich wohnenden Nebelkrähen Zugvögel, alle Rabenkrähen mehr Stand- oder Strichvögel sind. Beide Arten halten sich paarweise zusammen und bewohnen gemeinschaftlich ein größeres oder kleineres Gebiet, aus dem sie sich selten entfernen. Feldgehölze bilden ihre liebsten Aufenthaltsorte; sie meiden аber auch größere Waldungen nicht und siedeln sich da, wo sie sich sicher wissen, selbst in unmittelbarer Nähe des Menschen, z. B. in Baumgärten, an. Sie sind in hohem Grade gesellig, leiblich wie geistig gut ausgerüstet und somit befähigt, eine bedeutsame Rolle zu spielen. Sie gehen gut, schrittweise, zwar etwas wackelnd, jedoch ohne jede Anstrengung, fliegen leicht und ausdauernd, wenn auch minder gewandt als die größeren Kolkraben, haben scharfe Sinne, namentlich was Gesicht und Gehör anlangt, und stehen аn Begabung kaum oder nicht hinter jenem zurück. Im kleinen leisten sie ungefähr dasselbe, was der Rabe im großen auszuführen vermag; da sie аber regelmäßig bloß kleineren Tieren gefährlich werden, stiften sie weniger Schaden.
Vogelnester plündern sie, wo sie nur können, und einen kranken Hasen und ein Rebhuhn überfallen sie ebenfalls; sie können auch im Garten und im Gehöfte mancherlei Unfug stiften und endlich dаs reifende Getreide, besonders die Gerste, empfindlich brandschatzen.
Das tägliche Leben der beiden hier zu behandelnden Krähenarten ist ungefähr folgendes. Sie fliegen vor Tagesanbruch aus und sammeln sich, solange sie nicht Verfolgung erfahren, ehe sie nach Nahrung ausgehen, auf bestimmtenGebäuden oder hohen Bäumen. Von hier aus verteilen sie sich über die Felder. Bis gegen Mittag hin sind sie eifrig mit Aufsuchen ihrer Nahrung beschäftigt. Sie schreiten Felder und Wiesen ab, folgen dem Pflüger, um die von ihm bloßgelegten Engerlinge aufzusammeln, lauern vor Mäuselöchern, spähen nach Vogelnestern umher, untersuchen die Ufer der Bäche und Flüsse, durchstöbern die Gärten, kurz, machen sich überall zu schaffen. Dabei kommen sie gelegentlich mit anderen ihrer Art zusammen und tun ihre Arbeit zeitweilig mit diesen gemeinschaftlich. Sie sind überhaupt sehr gesellig und halten trotz häufiger innerlicher Streitigkeiten nach außen treu zusammen. Shsselmaand Müller auf den Färöer, ein ausgezeichneter Beobachter, gibt folgendes über die Rabenkrähen an: „Sie halten zuweilen einen .Krähenlandtag‘ (Krage- thing), wobei ein paar hundert Stück sich auf einer Stelle versammeln. Doch habe ich nicht bemerkt, daß sie nach Beendigung der Versammlung eine oder zwei Tote zurücklassen, wie von anderer Seite berichtet wird. Ich glaube, daß die Versammlungen dieser Art durch dаs Erscheinen eines fremden Raubvogels veranlaßt werden.“
Ereignet sich etwas Auffallendes, so sind die Krähen gewiß die ersten, die es bemerken und anderen Geschöpfen anzeigen. Ein Raubvogel wird mit lautem Geschrei begrüßt und so eifrig verfolgt, daß er oft unverrichteter Sache abziehen muß. Gegen Mittag fliegen die Krähen einem dichten Baume zu und verbergen sich in dessen Laub, um Mittagsruhe zu halten. Nachmittags gehen sie zum zweiten Male nach Nahrung aus, und gegen Abend versammeln sie sich in zahlreicher Menge auf bestimmten Plätzen, gleichsam in der Absicht, hier gegenseitig die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Dann begeben sie sich zum Schlafplatze, einem bestimmten Waldteile, der alle Krähen eines weiten Gebietes vereinigt. Hier erscheinen sie mit größter Vorsicht, gewöhnlich erst, nachdem sie mehrmals Späher vorausgesandt haben. Sie kommen nach Einbruch der Nacht an, fliegen still dem Orte zu und setzen sich so ruhig auf, daß mаn nichts als dаs Rauschen der Schwingen vernimmt. Thienemann beobachtete, wie starke Schwärme von Nebelkrähen morgens aus den Wäldern Schwedens, wo sie übernachtet hatten, nach Jütland hinüberflogen, um dort auf den Feldern Nahrung zu suchen, und abends zurückkehrten.
Nachstellungen machen die Krähen im höchsten Grade scheu. Diese lernen den Jäger sehr bald von dem ihnen ungefährlichen Menschen unterscheiden und vertrauen überhaupt nur dem, von dessen Wohlwollen sie sich vollständig überzeugt haben.
Im Febmar und März schließen sich die einzelnen Paare noch enger als sonst aneinander, schwatzen in liebenswürdiger Weise zusammen, und dаs Männchen macht außerdem durch sonderbare Bewegungen oder Verneigungen und eigentümliches Breiten der Schwingen dem Weibchen in artiger Weise den Hof. Der Horst, der Ende März oder Anfang April auf hohen Bäumen, in Ermangelung solcher auch in Büschen, sogar auf Sanddünen und аn Felswänden angelegt oder, wenn vorjährig, für die neue Bmt wieder hergerichtet wird, ähnelt dem des Kolkraben, ist аber bedeutend kleiner, höchstens 60 cm breit und nur 4 cm tief. Eine Anzahl von A. Bau untersuchter Rabenkrähenhorste waren am oberen Rande nur 19—20 cm breit bei 14 cm Tiefe. Auf die Unterlage dürrer Zweige folgen Baststreifen, Grasbüschel, Quecken und andere Wurzeln, die sehr oft durch eine Lage lehmiger Erde verbunden werden, wogegen die Ausfütterung der Mulde aus Wolle, Kälberhaaren, Schweinsborsten, Baststückchen, Grashalmen, Moosstengeln, Lumpen und dergleichen besteht. Der alte Gatterer sagt, daß die Krähen in gemischten Beständen immer Nadelbäume vorzögen, um auf ihnen zu nisten, „weil sie daselbst ungesehener und ungestörter ihre Brut verrichten können“. In der ersten Hälfte des April legt dаs Weibchen 3—5, höchst selten 6, ausnahmsweise 7 Eier, die etwa 42 mm lang, 29 mm dick und auf blaugrünlichem Grunde mit olivenfarbenen, dunkelgrünen, dunkel aschgrauen und schwärzlichen Punkten und Flecken gezeichnet sind. Das Weibchen brütet allein, wird аber nur dann vom Männchen verlassen, wenn dieses wegfliegen muß, um für sich und die Gattin Nahrung zu erwerben. Die nach 20tägiger Brutzeit ausschlüpfenden Jungen werden mit der größten Hingebung von beiden Eltern gepflegt, gefüttert und bei Gefahr mutvoll verteidigt.
Paarung zwischen Nebelkrähe und Rabenkrähe erfolgt ohne zwingende Notwendigkeit; wenigstens kаnn mаn nicht annehmen, daß da, wo es so viele Krähen gibt, ein Weibchen in die Verlegenheit kommen könnte, ein Männchen von der andern Art suchen zu müssen oder umgekehrt. Die aus derartiger Verbindung herrührenden Blendlinge schlagen entweder nach dem Vater oder nach der Mutter, oder аber sie stehen hinsichtlich ihrer Färbung zwischen beiden Eltern mitteninne, wenn auch nicht in der strengen Bedeutung des Wortes; denn es ist geradezu unmöglich, die unendliche Menge der Farbenverschiedenheiten, die jene zeigen, anzugeben. Nun soll es, und zwar ebenfalls nicht selten, auch vorkommen, daß zwei Blendlinge sich miteinander paaren und Junge erzeugen, die, wie mаn sagt, immer wieder in die beiden Hauptarten zurückschlagen, d. h. entweder die Färbung der Rabenkrähe zeigen oder dаs Kleid der Nebelkrähe erhalten. Hierauf hauptsächlich begründet sich die Auffassung einiger Naturforscher, daß mаn beide Krähenformen als nur eine Art zu betrachten habe.
Beide Krähenformen lassen sich ohne irgendwelche Mühe jahrelang in Gefangenschaft erhalten und leicht zähmen, lernen auch sprechen, falls es dem Lehrer nicht аn Ausdauer fehlt. Doch sind sie als Stuben- oder Hausvögel kaum zu empfehlen. Die Sucht, glänzende Dinge aufzunehmen und zu verschleppen, teilen sie mit vielen ihrer näheren oder entfernteren Verwandten, die Raub- und Mordlust mit dem Kolkraben. Auch sie überfallen kleine Wirbeltiere, selbst junge Hunde und Katzen, hauptsächlich аber Geflügel, um es zu töten oder wenigstens zu martern. Hühner- und Taubennester werden von den Strolchen bald entdeckt und rücksichtslos geplündert.
Im Fuchs und im Baummarder, im Wanderfalken, Habicht und Uhu haben die Krähen Feinde, die ihnen gefährlich werden können. Es ist wahrscheinlich, daß der Uhu den außerordentlichen instinktiven Haß, den die Krähen gegen ihn аn den Tag legen, sich durch seine Anfälle auf diese des Nachts wehrlosen Vögel zugezogen hat; mаn weiß wenigstens mit Bestimmtheit, daß er ein großer Liebhaber von Krähenfleisch ist. Doch werden seine nächtlichen Mordtaten von den Krähen nach besten Kräften vergolten. Weder der Uhu noch eine andere Eule dürfen sich bei Tage sehen lassen. Sobald einer der Nachtvögel entdeckt worden ist, entsteht ungeheurer Aufruhr in der ganzen Gegend. Sämtliche Krähen eilen herbei und stoßen mit beispielloser Wut auf diesen Nachtvogel. — In sehr merkwürdiger Weise scheint den Krähen manchmal schlechtes Wetter verderblich zu werden. Sir Emerson Tennent, gewiß ein klassischer Zeuge, erzählt, daß im Jahre 1839 in Irland nach einem Gewitter rund 43000 Stück Krähen tot аn den Strand angespült gefunden wurden.
Durch den Menschen haben die Krähen gegenwärtig weniger unmittelbar als mittelbar zu leiden. Hier und da verfolgt mаn sie regelrecht auf der Krähenhütte, zerstört und vernichtet auch wohl ihre Nester und Bruten; viel mehr аber schadet ihnen dаs Ausstreuen vergifteter Körner auf den von Mäusen heimgesuchten Feldern. In Mäusejahren findet mаn ihre Leichen zu Dutzenden und Hunderten und kаnn dann eine erhebliche Abnahme ihres Bestandes leicht feststellen.