[Sterntaucher]
Heinroth
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]
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Hartert
1803. Colymbus stellatus Pontopp. (Fig. 236.)
Nord-Seetaucher, Rotkehliger Seetaucher.
Colymbus stellatus Pontoppidan, Danske Atlas, I, p. 621 (1763— Dänemark. Basiert auf Willughby’s Taf. 62).
Colymbus Lumme Gunnerus, Trond. Selsk. Skr. I, Taf. II, Fig. 2 (1761); Brünnich, Orn. Bor., p. 39 (1764— „Ex Islandia, Norvegia & Grönlandia. occisus quoque circa Hafniam“).
Colymbus Borealis Brünnich, Orn. Bor., p. 39 (1764— „Occisus circa Hafniam“).
Colymbus septentrionalis Linnaeus, Syst. Nat. Ed. XII, I, 1, p. 220 (1766— „Habitat in Europae borealis lacubus“).
Plotus claudicans Scopoli, Annus I Histor.-Nat., p. 72 (1769— Wahrscheinlich Norditalien).
Mergus Naevia Tunstall, Orn. Brit., p. 3 (1771— Ex „Grey Speckled Diver“ Pennant, Brit. Zool. und „Petit Plongeon“ Brisson, Orn. VI, p. 108).
Urinator striatus Lacepède et Daudin, Tabl. Ois.; 5. iid. Buffons Hist. Nat. (Didot, Duodezausgabe), Quadr. XIV, p. 310 (1799— Ex Ois. XVI, p. 174).
Urinator Bailloni iid., t. c., p. 311 (1799— l. c. Küsten der Picardie. [? partim]).
Colymbus rufogularis Meyer, Meyer & Wolfs Taschenb. d. deutsch. Vogelkunde II, p. 433 (1810— Neuer Name für C. septentrionalis!).
Colymbus Mülleri Brehm, Isis 1826, p. 984 (Grönland).
Colymbus microrhynchos Brehm, Vogelfang, p. 405 (1855— „Wandert durch Deutschland bis nach Griechenland“).
Engl.: Red-throated Diver. — Franz.: Plongeon catmarin. — Ital.: Strolaga minore. — Schwed.: Smålom.
♂♀ ad. im Hochzeitskleide: Stirn, Oberkopf und Halsseiten, Kinn und Kehle aschgrau, Oberkopf etwas dunkler und mit etwas glänzenderen, mehr schieferschwärzlichen Federmitten. Genick und Hinterhals grünlichschwarz mit weißen Streifen, jede Feder mit schmalen weißen Seitensäumen; übrige Oberseite bräunlichschwarz mit fettigem, grünem Schimmer, jede Feder in der Mitte am dunkelsten, аn den Rändern mehr braungrau; außerdem sind Vorderrücken und Oberflügeldecken immer, Skapularen, Rücken, Bürzel und Oberschwanzdecken meist, аber nicht immer, mit rundlichen, nahe den Federspitzen stehenden weißen Punkten geziert. Schwingen und Steuerfedern schwarzbraun, Handschwingen аn der Wurzel der Innenfahnen heller, ins Weißliche ziehend. Am Vorderhalse ein nahezu dreieckiger, langgestreckter, oben schmaler, nach dem Kopfe zu breiter kastanien-rotbrauner Streif; Seiten unter den Flügeln dunkel schieferfarben mit einigen weißen Streifen, übrige Unterseite glänzend weiß, quer über den After eine Reihe brauner Flecke, die meisten Unterschwanzdecken graubraun mit weißen Endsäumen. Unterflügeldecken und Axillaren weiß, letztere mit dunkelbraunen Längsstreifen. Iris nußbraun bis fast kastanienbraun. Schnabel hornschwarz. Füße und Lauf аn der Außenseite grünlichschwarz, Innenzehen und Innenseite des Laufs gelblich oder rötlich weiß, Schwimmhäute weißlich fleischfarben. Flügel 280—295, ausnahmsweise bis 305, Schwanz 47—53, Lauf 70 — 76, Schnabel 51—62 mm. — Winterkleid: Oberkopf und Genick aschgrau, in der Mitte mit dunkleren Federmitten, Hinterhals schwärzlich mit weißen Strichen, übrige Oberseite bräunlichschwarz mit schwachem grünlichen Schimmer, jede Feder nahe der Spitze mit je 2 rundlichen weißen Flecken. Unterseite vom Kinn bis zum After weiß, Seiten unter den Flügeln dunkelbraun mit weißen Federsäumen, Unterschwanzdecken und Aftergegend wie im Sommerkleide. — Juv.: Dem Winterkleide ähnlich, аber die Zeichnung besteht nicht aus rundlichen Flecken, sondern aus anteapikalen, schief stehenden Querstrichen von nicht rein, sondern bräunlich weißer Farbe; der Hinterhals ist grau, nicht deutlich weiß gestreift. — Das Dunenjunge ist dunkel rauchbraun, unserseits heller, аn Brust und Unterkörper bräunlichgrau.
Brutvogel auf Island, den Färöer, in Schottland und аn einer Lokalität in Irland, auf Spitzbergen und in Skandinavien, bis zu den Seen Südschwedens, auf Kolgujew, Nowaja Semlja, in Finnland und Nordrußland bis in die Regierungsbezirke Perm und Nowgorod, in Asien östlich bis Kamtschatka, den Kommandeur-Inseln und vielleicht Sachalin. Auf den Aleuten und in Grönland. In Amerika von Labrador und Neufundland bis Alaska. — Auf dem Zuge und im Winter von den Küsten Islands und Großbritanniens und der Ostsee bis аn die Südküsten des Mittelmeeres, auf dem Schwarzen und Kaspischen Meere, in Japan, China bis Formosa; in Amerika bis Kalifornien, Maine und Florida.
Auch dieser, der weitaus häufigste Vertreter der Gattung, ist vorzugsweise Seevogel, brütet аber fast nur аn Binnenseen und Strömen, auch oft kleinen Teichen, nicht selten eine ganze Anzahl von Paaren dicht beieinander; in Schweden nistet die Art auf kleineren, oft sumpfigen Wasserflächen, während C. arcticus daselbst die größeren und namentlich tieferen Seen bewohnt. Der Lockruf ist ein kurzes, tiefes und knarrendes Ga ga gak oder Gak gak, ack ack; in der Brutzeit hört mаn ein leise klagendes Wau auw, guauw au, „dieselben Töne, die verbunden und laut die dämmernde Abendstille als Balzgesang unterbrechen und dem Rufe des Eistauchers ähneln“ (Hantzsch). Nahrung vorzugsweise Fische, аber auch mitunter Crustaceen und Mollusken. Das Nest steht in der Nähe des Wassers und ist in der Regel eher ein Nest zu nennen als dаs der anderen Colymbus-Arten, indem es aus einigen Stengeln, Schilfblättern, Gräsern und dgl. besteht, mitunter аber ist es auch weiter nichts als eine Vertiefung niedergetretenen und niedergedrückten Grases. Die Eier, normalerweise immer 2 аn Zahl, gleichen denen anderer Arten, nur sind sie bedeutend kleiner. Das mittlere Gewicht ist nach Rey 6.839 g und schwankt von 5.43 bis 7.95 g. Der Durchschnitt von 108 Eiern (40 „Neuer Naumann“, 30 Rey, 16 le Roi, 22 Jourdain) ist nach Jourdain, in litt., 74.04 x 45.8, Maximum 81.3 x 47.9 und 72 x 48.8, Minimum 66 x 45.1 und 68 x 41 mm. Nach H. Goebel messen 101 Eier im Durchschnitt 73.5 x 46.4 mm, mit einem Maximum von 86 x 48 und 76 x 61 und einem Minimum von 65 x 41 mm.
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Brehm
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]