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Hydroprogne caspia

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Bezzel

Sterna caspia Pall. 1770 – Raubseeschwalbe

Status in ME. Unregelmäßiger, sehr seltener Brutvogel (1-2); seltener Gast аn der Küste und im Binnenland; Sommerhalbjahr.

Kennzeichen. Größte Seeschwalbe, Schwanz nicht sehr tief gegabelt, wenig < Silbermöwe; sehr kräftiger Schnabel. Ad. Oberseite hell aschgrau, Oberschwanzdecken und Schwanz heller; Unterseite weiß; HS gegen die Spitze zu oberseits leicht, unterseits stärker verdunkelt, wirken hier fast schwarz und bilden dunklen Keil. Brutkleid schwarze, Ruhekleid weiß gesprenkelte Kopfkappe. Juv. Kopfkappe hellbraun gesprenkelt, dunkel braune Flek- ken bzw. Pfeilspitzenzeichnung u. ä. auf Rücken, Oberflügel und Schwanzende. • Schnabel juv matt orange, vor der hellen Spitze ± braun; ad. Brutkleid leuchtend korallenrot, oft brauner Fleck vor der helleren äußersten Spitze, im Ruhekleid mehr gelblich und dunkler Spitzenfleck größer. Füße ad. schwarz, Iris dunkelbraun.
Verbreitung und Bestand. Br. in N-Amerika, Afrika, Australien, Eurasien; Areal stark zersplittert und vielfach auf lokale Brutplätze beschränkt. In Europa auf die Ostseeküste 8., SF und Estn. SSR beschränkt; einzelne Ansiedlungen s. unten. Heute in Mitteleuropa wohl als Folge der Zunahme des Ostseebestandes in den meisten Gebieten mit größeren Wasserflächen ± jährlich, Wegzugdaten überwiegen bei weitem Im Binnenland meist nur einzeln, doch bis 29 in 8-0.; аn der Ostseeküste max. 100-200 Ind.
D: bis 1902 Br. Sylt, 1918 Br. Norderoog, 1928 letzter Brutversuch. • DDR: Ostseeküste 19. Jh. Br.; dann wieder 1956, 1961/70 1-2, je 1 1972, 1977, 1978, 1979. – PL: 1969. • UK: letzte Einzelbruten 1919,1931, 1944. SF: 30 (1928), 200 (1938/39), 500 (1952), 700 (1958), ca. 1000 (1971); neuerdings Tendenz • S.: 850-950 (1971), > 1000 (1975/76). N.: 1 (1969) • SU: Estn. SSR 1. Brut 1910; 350 (1967/69), 356 (1971); Lett. SSR 1 (1976). • R: Br. bis 1950; derzeit nur Brutverdacht. • I: 1-2 (1978). – TR: r. Br. Brutverdacht: YU (1965/69), N-GR, BG. • GB: bis 1983 156 Ind.
Wanderungen. Br. ab ca. 30° N nach N Zugvögel, südlichere Stand- und Strichvögel. Br. SF und der Ostsee überwintern vom N-Rand des Mittelmeeres und W-Rand des Schwarzen Meeres nach S bis аn den Äquator (einzelne überfliegen ihn geringfügig); Hauptwinterquartier sind Mittelmeer und W-Afrika, bes. Binnengewässer der Savannenzone (z. B. Überschwemmungszone des Niger in Mali) und Küsten des Golfes von Guinea. Einzelne gelangen auch аn die Seen E-Afrikas. Br. im E überwintern Indischer Ozean, Indien und SE-Asien. Wegzugsrichtung der Ostsee-Br. S im Breitfrontzug über Europa. W-Grenze der Br. SF etwa Linie DK-Korsika, E- Grenze Asowsches Meer – Libanon; einzelne gelangen jedoch auch bereits in Europa weiter W bis Iberien Zu den Winterquartieren in W-Afrika zumindest z. T. Transsaharaflug nötig. Ringfunde nichtfl. aus S.-BG, TN (bereits Ende Juli 1 Lebensjahr); ferner Ägypten und Gao/Mali (ca. 5100 km SSW, Okt.) bzw. Niger (5000 km SSW, Okt.), Dez. 1 x Zaire (mind. 7300 km S). Br. SF ziehen einzeln bis S Äquator (z. E Kongo, Angola); Entfernungen Dez./ Febr. 1 jähr. 1742-7234 km, 2+3jähr. 2128-6178 km, > 3jähr. 1639 bis 6425 km (Details Kilpi & Saurola 1984). Ringfunde USA vgl. z. B Gill & Me- waldt 1983 Wegzug (vorher nur Nichtbrüter) beginnt allmählich Mitte Juli, in Mitteleuropa Gipfel 2. Aug.hälfte und bei längerem Verweilen (z. B. Ostseeküste) erst Sept., ebensooft im S Mitteleuropas. Letzte Daten Mitteleuropa Ende Okt., Nachzügler bis 2. Nov.dekade einzeln nachgewiesen. Hauptdurchzug Mittelmeer Sept./Okt. Ab Okt. haben die ersten aus der Ostsee dаs tropische W-Afrika erreicht; ab Nov. erfolgt der Einzug ins tropische Winterquartier. Heimzug rasch; Mitteleuropa April; Erstankunft Fennoskan- dien ab 1 Aprildekade, im NE später. Mai/Juii umherstreifende Nichtbrüter (vgl. auch Gill & Mewaldt 1983 für USA) Brutort- bzw. Geburtsortstreue sowie Fremdansiedlung verbreitet. 1jährige bleiben meist im Winterquartier (einzeln bereits Brutheimat), 2-3jähr. wurden in Europa z. T. S des Brutareals gefunden, аber auch z. T. im weiteren Brutgebiet (Details Kilpi & Saurouk 1984).
Biotop. Br. аn Küste und im Binnenland auf flachen Sandstränden аn Küsten, Meeresbuchten, Lagunen und Salinen, auf Inseln in größeren Binnengewässern; Schutz vor Störungen wichtig. Fischfang vorwiegend im Seichtwasser. Auf dem Zug auch vorübergehend аn kleineren Binnengewässern.
Nahrung. Hauptnahrung Fische (3,0-23,5 cm, meist > 8 cm lang) der Seichtwasserzonen im Meer und im Süßwasser.
Stimme. Heiserer Ruf, der аn Reiher oder Rebhuhn erinnert, wie »chrää(i)«, auch mehrsilbig bzw. ± gereiht; am Brutplatz auch »tschägrää«. Bei Alarm »rä« oder »chra«; bei Angriff »gga gga…«.
Verhalten. Tagaktiv. Flug seeschwalbenartig, durch langsamen Flügelschlag аber etwas аn Möwen erinnernd; Aufwindsegeln. Im Streckenflug Schnabel meist horizontal, im Suchflug nach unten gerichtet. Nahrungserwerb hauptsächlich durch Stoßtauchen bis aus ca. 40 m Höhe und bis 1,5 m unter Wasser. Br. in Kolonien, mitunter auch > 1000 BP. Außerhalb der Kolonien oder der gemeinsamen Schlafplätze meist einzeln oder zu wenigen beisammen. Koloniebrüter verteidigen nur Nestumgebung, Einzelpaare größere Flächen; Einzel- wie Koloniebrüter suchen Anschluß аn andere Landen. Fischflug meist kurz, $ betteln und werden oft von <5 gefüttert. Bei Ankunft am Brutplatz offenbar größter Teil bereits gepaart. Nach Schlüpfen der Jungen werden am Brutplatz Bodenfeinde angegriffen
Fortpflanzung. Geschlechtsreife mit 3^4 Jahren, ausnahmsweise versuchen auch I —2jährige zu brüten. Monogame Saisonehe. Vor und während der Eiablage sehr störungsempfindlich. Nest meist auf Plätzen mit guter Übersicht auf Sand, Kies oder zwischen Felsen. Oft fehlt Auspolsterung, mitunter mit etwas Material (auch Steinchen usw.) ausgelegt. Eier auf hell rahmfarbenem bis weißlichem Grund wenig dicht mit kleinen dunklen Flecken besetzt, daneben hellere Unterflecke. Gelege 2-3 Eier (4/5 Eier wohl stets von 2 ♀). Legebeginn in S-SF ab Anfang Mai, Hauptlegezeit 2. Maidekade, Nachgelege bis Mitte Juli; weiter im N 2/3 Wochen später. 1 Jahresbrut; Ersatzgelege. Brutdauer 24/25 d, Legeintervall 2/3 d. ♂ und ♀ brüten; bei Ablösung wird meist ein Fisch überreicht. Junge verlassen mit 3/4 d dаs Nest und drük- ken sich in der Umgebung. Später wird jeweils der momentane Standort der Jungen von den ad. verteidigt. Mit 25/28 d können die Jungen die Nest- umgebung verlassen, voll flugfähig mit ca. 37 d; mit 46/48 begleiten sie die ad. zur Nahrungssuche, werden аber noch länger gefüttert, zumindest von einem ad., mitunter bis ins Winterquartier. • Bruterfolg: SF1,5-1,6flüggejuv./BP x Jahr; USA 1,6; 0,64 flügge juv./BP ermöglicht bei beobachteter Sterblichkeit von 43 % der Jungen bis zum 4. Lebensjahr Populationswachstum bzw. Arealerweiterung in USA (Diskussion Gill & Mewaldt 1983).
Sterblichkeit, Alter. SF 2. Lebensjahr 12 ± 3 % (ab 1. Januar des 1 Winters 14 ± 3%); USA 62% bzw. 43% zwischen Flüggewerden und Geschlechtsreife (vgl. Gill & Mewaldt 1983). Älteste Ringvögel 30, 2mal > 26 und > 23 Jahre.
Mauser. Jugendmauser (Teilmauser) Okt./Jan. • 1. Ruhemauser (Vollmauser) ab Ende des Winters. • Ad. Brutmauser (Vollmauser) offenbar ab Äug.; HS1-Mauser als Staffelmauser mit Neubeginn durch Abwurf von HS 1 im Jan.; während des Heimzuges Schwingenmauser unterbrochen.
Literatur (35). P. M. Felterolf & H. Blok- poel, J. Field Orn. 54, 1983: 170-186. • R. E. Gill & R. Mewaldt, Auk 100, 1983: 369-381 M. Kilpi & P. Saurola, OF 61, 1984: 24-29.

Quelle: Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Nonpasseriformes · Nichtsingvögel, 1. Auflage, © 1985 · 1993, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag; sehr empfehlenswert: 2. vollständig überarbeitete Auflage 2005 in einbändiger Sonderausgabe

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Niethammer/Boxberger

Hydroprogne tschegrava (Lepechin) — Raubseeschwalbe.

Verbreitung des Rassenkreises. Nur sehr lokal verbreitet in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika, аn den australischen Küsten und auf Neuseeland. — 2 Rassen.

Hydroprogne tschegrava tschegrava (Lepechin) — Raubseeschwalbe.

Sterna Tschegrava (Lepech.), Naumann XI, 8. 170; Sterna caspia (Pall.), Reichenow S. 32.
Beschreibung. ♂ und ♀ ad. im Brutkleid: ganzer Oberkopf von der Stirn bis ins Genick und unter die Augen schwarz mit grünlichem Schimmer; übrige Oberseite hellgrau, Schwingen nahezu einfarbig dunkler grau, Schwanz weiß; ganze Unterseite weiß. Der mächtige Schnabel lebhaft rot, kurz vor der helleren Spitze bräunlich getönt; Füße schwarz; Iris dunkelbraun. — Ruhekleid: Kopfplatte bis weit unter die Augen schwarz mit weißer Fleckung; Schwanz oft nicht weiß, sondern grau. — Dunenkleid: fast weiß bis mittelgrau (Hein- roth) mit hellkorallenrotem Schnabel und schwärzlichem Fleck vor der Spitze. Nach Hartert ist die Oberseite sehr blaß gelbbräunlich, аn Rücken und Bürzel mit sehr kleinen braunen Flecken, die Unterseite bräunlichweiß, аn Kehle und Vorderhals mehr bräunlichgrau. — Jugendkleid: wie Ruhekleid, аber Kopfplatte mit Braun untermischt, Oberseite und Schwanz mit mehr oder weniger starker brauner und rahmfarbener, V-förmiger und quergestreifter Zeichnung; Handschwingen dunkler, nahezu schwarzgrau. Schnabel matt orangefarben. — Mauser: Jugendmauser (Teilmauser) Oktober bis Januar; Ruhemauser (Vollmauser) Januar bis März, im Frühling des 2. Kalenderjahres bis Juli; Brutmauser (Vollmauser) August bis November, mitunter bis Dezember (Witherby). — Maße: Flügel ♂ 398—425, ♀ 400—425 mm; Schwanz 135—150 mm; Tiefe der Schwanzgabel 30—45 mm; Schnabel 64—72 mm; Lauf 45—47 mm. Gewicht im Durchschnitt etwas über 500 g (Heinroth).
Feldornithologische Kennzeichen. Etwa Sturmmöwengröße. Derber, roter Schnabel. Schwarze Füße. Schwarze Kopfkappe mit Schopf. Schwanz wenig ausgeschnitten. Juv. oben braunfleckig. Schwimmt nicht selten. Langsamer, kräftiger Flügelschlag; bisweilen möwenähnlich segelnd. Gesellig. — Stimme: häßlich, laut kreischend „gschäig“ oder „krräi“, аn Fischreiher erinnernd; ein eigentümliches Pfeifen wie ,,wiri-wiri“, ,,swie“ oder „swirije“ (Frieling 1932). Nach Naumann am Brutplatz ein leiseres, schnarchendes „krräe“. Juv. „die“.
Allgemeine Verbreitung. Brutkolonien in Estland (Waikariffe), аn der finnischen und ostschwedischen Küste, auf Gotland und den Alandinseln; ferner Sardinien, Inseln vor der Küste von Tunesien, Küsten des Adriatischen, Schwarzen und Kaspischen Meeres, Trans- kaspien, Westsibirien, Inseln des Persischen Golfes, Südbeludschistan, Nordwestindien, Ceylon, West- und Südafrika von Gambia bis zum Kap der Guten Hoffnung; Seengebiete Nordamerikas sowie am Golf von St. Lawrence, Küsten von Virginia, Südcarölina und Golfküste vom Mississippi bis Texas.
Verbreitung in Deutschland. Die Raubseeschwalbe brütete auf Sylt in einer einst volkreichen Kolonie, die im Laufe der Zeit immer weiter zusammenschrumpfte. Im Jahre 1819 wurde sie von Boie auf 200 Paare geschätzt (von Naumann, der zusammen mit Boie die Kolonie besuchte, auf 200—300). Leverkühn fand 1886 noch 35 Paare, Dietrich 1905 12 Paare und 1914 nur 2 Paare. Diese letzten sind dann durch die Kriegsunruhen dort vertrieben worden. 1918 brütete ein Paar mit Erfolg auf Norderoog (Orn. Mschr. 1919, S. 8), vorher schon mehrmals ohne Erfolg auf Jordsand. 1928 wurde vielleicht bei Norderoog nochmals ein Brutversuch unternommen (Orn. Mschr. 1929, S. 29).
Auch im Ostseegebiet wurden einige Bruten festgestellt: 1821 unternahm ein Pärchen einen Brutversuch auf einer Schleiinsel, doch wurde dаs ♂ abgeschossen (Benicken, Okens Isis 1824, 8. 886). Nach Otto (aus Buffon 1804) brütete sie zahlreich auf der später durch die Fluten zerstörten Insel Stübber im Greifswalder Bodden. 1819, als Stübber schon verschwunden war, fand Schilling auf Rügen 2 Brutpaare (Brehm, Beitr. z. Vögelk. III, S. 639 und 645). Hocke will (1889?) auf Hiddensee die Raubseeschwalbe auf 3 Eiern brütend gefunden haben (J. Orn. 1889, 8. 338). — In neuerer Zeit hält Robien ihr Brüten auf Rügen für sehr wahrscheinlich und zwar: 1925 auf den Werder-Inseln und 1927 auf der Insel Beuchei im Breetzer Bodden. In keinem Falle wurden jedoch sichere Brutnachweise erbracht.
Ganz auffallend häufen sich die Beobachtungen von Raubseeschwalben während der letzten Jahre in Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Pommern, Danzig, Ostpreußen. In Ostpreußen zeigt sie sich seit 1932 alljährlich (Orn. Mber. 1938, S. 13) аn der Küste und wurde auch im Binnenlande festgestellt (5 mal). Auch in Bayern (Ismaning) ist sie seit 1932 öfters beobachtet worden, während sonst aus dem Binnenlande nur wenige Beobachtungen vorliegen: Nord Westdeutschland: (5 22. April 1891 am Dümmersee (Orn. Mber. 1905, S. 73); Sachsen: 20. September 1936 bei Großhartmannsdorf (Heyder 1936); Provinz Sachsen und Thüringen: 1893 auf der Saale bei Halle (Taschenberg), am Eislebener Salzsee (Naumann) und 1791. in „Thüringen“ (Beckstein), 30. Juli 1936 bei Magdeburg (Orn. Mber. 1936, S. 180); Mittelfranken: am 1. Oktober 1934 bei Alfeld (dieser Vogel war bei Helsingfors beringt worden); Baden: April 1820 Daxlanden a. Rhein (v. Kettner 1849); Ostmark: bei Seefeld in Niederdonau vor 1822 (Abh. Zool. Bot. Ver. Wien 1871, S. 728), ein Stück am 19. April 1934 bei Steyr (Oberdonau) durch Steinparz beobachtet (briefL Mitt.), 1870 zwischen Wolfsberg und St. Andrä in Kärnten erlegt (Keller 1810).
Wanderungen. Während die Brutvögel des Mittelmeergebiets vorwiegend Stand- oder Strichvögel zu sein scheinen, sind jene Nordeuropas Zugvögel, die im tropischen und südlichen Afrika überwintern. Hier trifft mаn sie fast ausschließlich in den Küstenländern, wenn auch nach vielen Ringfunden und Beobachtungen kein Zweifel besteht, daß der Zug weit über dаs Binnenland führen kаnn (so auch über ganz Mitteleuropa). Durchzug im deutschen Küstengebiet (und gleichzeitig Ankunft am Brutplatz) letztes Drittel April/Mai, einzelne noch den ganzen Juni hindurch; rückwärtige Bewegungen von Ende Juli ab. In den letzten Jahren konnte hier wie auch sonst in Europa eine auffällige Zunahme festgestellt werden (Brutgebietsausweitung oder Zugverlagerung?). Gelegentlich auf den Britischen Inseln (23), in Belgien (3), Holland (4), Frankreich, Schweiz, Italien und Ungarn (3) sowie im deutschen Binnenland festgestellt. — Ringfunde: von den Alandinseln nach Ostpreußen (September nach 8 Jahren), Tunis (Oktober), Oberägypten (Dezember nach 8 Jahren); von der finnischen Südküste nach Syrien (August nach 3 Jahren), Süddeutschland (Oktober), Danzig (Oktober und August nach 2 Jahren), Ostpreußen (September nach 8 Jahren), Kurland und Estland (August), Jugoslawien (Oktober) und Oberitalien (November); von Schweden nach der Ukraine (Oktober), Oberitalien (September) und Ägypten (Januar). Der Wiederfund einer 1927 am Michigansee (USA.) beringten Raubseeschwalbe im August 1939 in York (Nordostengland) beweist, daß die Art auch den Atlantik überfliegt.
Biotop. Vorzugsweise Meeresküsten mit sandigem Strand, Dünen und flachen Sandbänken, gelegentlich auch Schären und Klippen felsiger Meeresküsten sowie große Binnenseen. Seichte Ufer mit klarem Wasser werden vor steilen Ufern mit trübem Wasser bevorzugt.
Fortpflanzung. Geschlechtsreife ? — Das Nest wird auf oder am Fuß von Sanddünen in nächster Nähe des Strandes, bei steinigem oder felsigem Gelände auf der dazwischenliegenden Erde, in niedrigem Pflanzenwuchs, gern im Schutze angetriebener Holzstücke, von Grasbüscheln oder Tang, аber auch im bloßen Sand angelegt (Dietrich 1902, 1921; Härms 1928). Es ist meist nur eine selbstgescharrte flache Mulde im Sand oder Humus ohne eigentliche Ausfütterung. Nur hin und wieder findet mаn einige Halme darin, regelmäßig dagegen sind Rand und Boden mit zahlreichen Fischgräten bedeckt. Die Nester stehen in einer Kolonie dicht nebeneinander, jedoch von denen anderer Seeschwalben entfernt. — Vollgelege: 2 Eier, selten 1 oder 3 (Kreuger 1928), nach Dietrich dagegen sowohl 2 wie 3 Eier. Nachgelege stets nur 2 Eier (nach Härms nur 1 Ei). Ende Mai bis Anfang Juni. — Bebrütung: vom 1. Ei аn (Groebbels 1938). — Eier: glanzlos, auf gelblichgrauem Grunde mit blaugrauen Schalenflecken und dunkelbraunen Oberflecken ziemlich gleichmäßig und nicht sehr reich gezeichnet. 100 Stücke messen im Durchschnitt (Hartert) 64 x 44,5 mm; Maximum 72,3 x 44,5 und 65 x 46,5, Minimum 55 x 40,5 mm; Schalengewicht etwa 4 g; Frischvollgewicht etwa 60 g. Zwei deutsche Stücke messen 67 x 42,8 und 64,8 x 42,8 mm. — Brutpflege: Beide Geschlechter brüten abwechselnd, jedoch löst dаs ♂ stets nur für kurze Zeit ab. Es bleibt аber sehr wachsam am Brutplatz. Der Sturm treibt den brütenden Vogel wohl mitunter vom Nest, dаs dann gleich versandet. — Brutdauer: 20 bis 22 ( Jourdaix), 24—25 Tage (Heixroth). Die Jungen halten sich nicht lange im Nest auf und verstehen gut, sich sogar auf nacktem Sande zu drücken. Sie sind nach 4—5 Wochen flugbar.
Nahrung. Überwiegend lebende Fische, besonders Clupea, Scomber, Pleuronectes. Um diese zu fangen, fliegen die Vögel in geringer Höhe über dem Wasser, rütteln kurze Zeit und stoßen dann plötzlich herab. Dabei tauchen sie nur mit Kopf und Schnabel unter. Sie fischen meist in Küstennahe oder ruhigen Buchten, möglichst unweit des Brutplatzes, selten auf offener See. Heixroth gibt an, daß die Brutvögel der Stockholmer Schären ihre Fischnahrung (Hechte, Barsche usw.) aus einem bestimmten See des Binnenlandes weither holen und sich über der Ostsee nicht mit Fischfang aufhalten. Zur Brutzeit werden auch Nester geräubert und die Jungen mit Fischen wie mit Jungvögeln gefüttert.
Parasiten. Milben: Thecarthra theca (im Innern der Federschäfte). — Saugwürmer: ,,Hemistomum“ pileatum, Stephanoprora denticulata. — Bandwürmer: Haploparaxisfusus. — Fadenwürmer: Cosmocephaliis aduncus (Schlund).

Quelle: Niethammer/Boxberger u.a., Handbuch der Deutschen Vogelkunde, © 1937-1942, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag

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Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

1992. Hydroprogne tschegrava tschegrava (Lep.).

Raubseeschwalbe.

Sterna Tschegrava Lepechin, Novi Comm. Acad. Petropol. XIV, I, p. 500, Taf. XIII (1770— Am Kaspischen Meere in Südrußland) (1).

Sterna caspia Pallas, t. c., p. 582, Taf. XXII (1770— Von derselben Örtlichkeit. S. caspica Sparrman ist Schreibfehler in der Überschrift, unter der Tafel steht caspia).

Sterna megarhynchos Meyer, Meyer & Wolfs Vög. Deutschi. II, p. 33 und Fig. (1805— Ostsee. Neuer Name für caspia und tschegrava).

Sterna Schillingii Brehm, Beitr. z. Vögelk. III, p. 641, Taf. 4 (1822— Rügen, 1819 Von Schilling gesammelt).

Sylochelidon Balthica id., Handb. Naturg. Vög. Deutschl., p. 769 (1831— Ostsee).

Thalassites melanotis Swainson, B. W.-Afr. II, p. 253 (1837—Westafrika, wahrscheinlich Gambia).

Sylochelidon macrorhyncha Boie, Isis 1844, p. 186 (Nomen nudum! Von einem Zettel im Berliner Museum).

Thalasseus Imperator Coues, Proc. Ac. Nat. Sci. Philadelphia 1862, p. 538 (Nordamerika, ohne genauen Fundort).

Sylochelidon caspia vera A. E. Brehm, Verz. Sammt, p. 14 (1866— Nomen nudum!).

Engl.: Caspian Tern. — Ital.: Rondine di mare maggiore.

♂♀ ad. im Frühling: Stirn, oberer Teil der Zügel, Kopfplatte und Hinterkopf bis auf den Anfang des Halses, dort in eine stumpfe Spitze auslaufend, und Kopfseiten bis etwas unter dаs Auge schwarz. Übrige Oberseite hellgrau. Schwingen schiefergrau, längs der Mitte der Innenfahne ein (mitunter undeutlicher) heller Streif, Außenfahnen dick weißlich silbergrau „bereift“. Schwanz weiß, meist mit deutlichem grauen Anflug. Unterer Teil der Zügel, Hals und gesamte Unterseite nebst Unterflügeldecken und Axillaren rein weiß. Iris sehr dunkelbraun. Schnabel lebhaft korallenrot, äußerste Spite heller, vor derselben ein bräunlicher Schatten. Füße schwarz. Flügel von 26 Exemplaren 400—439, Schwanz 136—150, Schwanzgabel nur etwa 32—42, Lauf 43—45, Schnabel vom Ende der Stirnbefiederung 62—74 mm. — ♂ und ♀ völlig gleich, nur ♂ in der Regel, doch durchaus nicht immer etwas größer. — ♂♀ ad. im Winterkleide: Oberkopf und Nacken weiß, schwarz gestrichelt, vor den Augen und аn den Ohrdecken fast ganz schwarz. — Juv. Wie im Winterkleide, аber die Grundfarbe der Kopfplatte mit leicht gelbbräunlichem Anflug, die schwarze Strichelung breiter, übrige Oberseite dunkelbraun gefleckt; Handschwingen schwärzlicher, Steuerfedern mit subterminalem braunen Fleck. Schnabel matt orangefarben, vor der Spitze ausgedehnter braun. — Dunenjunges: Oberseite sehr blaß gelbbräunlich, Rücken und Bürzel mit sehr kleinen braunen Flecken, Unterseite bräunlichweiß, Kehle und Vorderhals mehr bräunlichgrau. Mit zunehmendem Alter gräulicher werdend. Schnabel hell korallenrot mit schwärzlichem Fleck vor der Spitze.
Brütet auf Sylt, wo die langbekannte, einst große Kolonie аber sehr zusammengeschmolzen ist, früher in Dänemark, noch jetzt аn den Küsten Finnlands und Ostschwedens, auf Sardinien, auf den der Küste Tunesiens vorgelagerten Inseln, аn der Ostküste des Adriatischen Meeres, in der Dobrudscha und anderwärts аn den Küsten des Schwarzen und Kaspischen Meeres und in den angrenzenden Salzsteppen. In Asien gibt es ebenfalls viele Brutkolonien, z. B. am Persischen Meerbusen, auf Ceylon, in Transkaspien und von dort östlich bis Amur- und Ussuriland. In Afrika sind vereinzelte Brutplätze аn der Ost- und Westküste sowie in Südafrika bekannt. Ebenso in Nordamerika аn der Mündung des Mackenzie, am großen Sklavensee, аn der Südküste von Labrador, Lake Michigan, Virginien, am Mississippi, in Carolina, Louisiana und wahrscheinlich noch аn anderen Orten. Vereinzelt in Alaska und Neufundland vorgekommen, in Europa nördlich bis zu den Färöern und etwa 19 mal in Großbritannien beobachtet. — Wandert im Winter nach Afrika, Indien und den Sunda-Inseln, in Amerika bis аn die Küsten Kaliforniens und Mexikos. In Australien und Neuseeland durch eine kaum unterscheidbare Form vertreten.

Bewohnt hauptsächlich Seeküsten, аber auch Binnenseen. Die rauhe, laute Stimme klingt kreischend wie krräik krräi, am Brutplatze hört mаn nach Naumann auch ein leiseres, schnarchendes Krräe, kräe. Nahrung meist nur Fische, auch Crustaceen, und während der Brutzeit auch junge Vögel. Die 3 (seltener 2) Eier findet mаn Ende Mai und Juni in einer kleinen Vertiefung im Sande, meist auf unbewohnten oder sonst wenig beunruhigten Inseln nahe der Küsten. Die etwas rauhschaligen, fast oder ganz glanzlosen Eier sind auf gelblichweißem, bräunlichgelbem bis hellbraunem, ausnahmsweise bläulichem Grunde mit meist nicht sehr ausgedehnten dunkelbraunen und hell bläulich aschgrauen tiefer liegenden, meist gleichmäßig verteilten und nicht sehr dicht stehenden Flecken, oft auch Kritzeln und Linien gezeichnet. Das Gewicht von 7 Eiern nach Rey 4.17—4.45, im Durchschnitt 4.323 g. 100 europäische Eier (93 Jourdain, 7 Dietrich) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 64.03 x 44.46, Maximum 72.3 x 44.5 und 65 x 46.5, Minimum 55 x 40.5 mm.
Die Raubseeschwalbe ändert in ihrem weiten Verbreitungsgebiete fast gar nicht ab. Eine Abtrennnng der nordamerikanischen Form („imperator‘ ) kаnn ich ebensowenig wie Ridgway u. a. befürworten. Schnabel und Lauf sind nicht länger und die Flügellänge nur mitunter. Die Flügel von 19 europäischen Stücken messen 406—430, die von 7 amerikanischen 412—439 mm, während Ridgway für 12 Nordamerikaner nur 402—423 angibt, für ein deutsches Stück 400, für ein algerisches 416.

1) Lepechins Namen wurden von einigen Autoren nicht angenommen, weil der Autor nicht allen von ihm entdeckten Arten binäre Namen gab. Offenbar аber befolgte er die Grundsätze binärer Nomenklatur in diesem und in anderen Fällen, und mаn muß daher seine binären Namen annehmen; wollte mаn sie verwerfen, müßte mаn auch die von Boddaert, Hermann u. a. m. verwerfen, was neue Konfusion hervorrufen würde.

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Brehm

Die erste Stelle gebührt der Raubseeschwalbe oder Wimmermöwe, Hydroprogne caspia Pall. (Sterna, tschegrava), deren Merkmale ein verhältnismäßig kräftiger und gedrungener Leib, ein sehr großer, starker, mehr als kopflanger Schnabel, ein kleiner Fuß mit wenig ausgeschnittenen Schwimmhäuten, langer, säbelförmiger Flügel, ein schwach gegabelter Schwanz, dessen Länge weniger als ein Drittel von dem der Flügel beträgt, und knappe Befiederung sind. Das Gefieder ist auf dem Oberkopfe schwarz, аn den Halsseiten, auf der Unterseite und auf dem Oberrücken glänzend weiß, auf dem Mantel licht graublau; die Spitzen der Schwungfedern sind dunkler, die Schwanzfedern lichter als dаs übrige Gefieder der Oberseite. Die Iris ist braun, der Schnabel korallenrot, der Fuß schwarz. Im Winterkleide ist die Färbung des Kopfes weiß und schwarz gemischt, im Jugendkleide dаs Rückengefieder bräunlich in die Quere gefleckt. Die Länge beträgt 52, die Breite 130, die Flügellänge 42, die Schwanzlänge 15 cm.
Die Raubseeschwalbe, deren Schilderung genügen darf, ist in Mittelasien und im Süden unsers Erdteils zu Hause, brütet аber ausnahmsweise auch auf der Insel Sylt und аn der pommerschen wie аn einigen Stellen der holländischen und französischen Küste. Im Winter erscheint sie am Südrande des Mittelmeeres und auf den unterägyptischen Seen sowie auf dem nördlichen Roten und dem Indischen Meere, besucht jedoch, dem Laufe der Ströme folgend, ebenso dаs Innere Afrikas und Ostindiens. Im Sudan habe ich sie noch oft beobachtet; im Innern Vorderindiens tritt sie, laut Jerdon, als regelmäßiger Wintergast auf; аn der Westküste Afrikas hat mаn sie ebenfalls gefunden. Im Innern Deutschlands gehört sie zu den seltenen Irrlingen. Sie trifft auf Sylt gewöhnlich in der letzten Hälfte des April ein und verläßt den Brutort im August wieder, um fortan umherzuschweifen.
Gewöhnlich sieht mаn sie fliegend in einer Höhe von etwa 15 m über dem Wasserspiegel fortstreichen, den Kopf mit dem auf weithin glänzenden roten Schnabel senkrecht nach unten gerichtet, die großen Flügel langsam bewegend und von Zeit zu Zeit stoßtauchend auf dаs Wasser hinabstürzen. Um auszuruhen, begibt sie sich nach kiesigen Uferstellen und pflegt hier mit ihren Genossen eine wohlgeschlossene Reihe zu bilden, indem sich alle Glieder einer ruhenden Gesellschaft dicht nebeneinander niederlassen und ihren Kopf dem Wasser zukehren. An der Bewegungslosigkeit einer solchen Gesellschaft, die jedes Umhertrippeln vermeidet, unterscheidet mаn sie auf den ersten Blick von einer Möwenschar, in der doch mindestens einige umherzulaufen pflegen. Auf größeren Wasserflächen läßt sich die fischende Raubseeschwalbe auch wohl zeitweilig und auf Minuten schwimmend nieder, hält sich dann аber gewöhnlich auf einer Stelle, ohne zu rudern, und erhebt sich bald wieder in die Luft. Die Stimme ist lauter, rauher und kreischender als die anderer Arten, sonst jedoch wenig verschieden; sie besteht auch nur aus einem häßlichen „Kriäh“ oder „Kräik“. Dem Menschen weicht diese Seeschwalbe ängstlich aus, weil sie sehr vorsichtig und scheu ist. An Geselligkeitstrieb scheint sie den Verwandten nachzustehen. Zum Brüten sammelt zwar auch sie sich scharenweise; nach der Brutzeit аber lebt und arbeitet jede möglichst für sich allein und gesellt sich bloß auf dem Ruheplatze zu anderen. Neid und Habgier scheinen in ihrem Wesen besonders ausgeprägt zu sein; außerdem zeichnet sie sich durch Mut und Kampflust vor anderen Arten aus.
Ihre Hauptnahrung bilden Fische. Sie erbeutet und verschlingt Fische von ziemlich bedeutender Größe, überfällt аber gelegentlich auch Strand- und Wasservögel, besonders wenn diese schwimmen, und schlingt sie mit demselben Behagen hinab, mit dem kleinere Arten Insekten zu sich nehmen.
Naumann besuchte die einst ziemlich beträchtliche Ansiedelung auf Sylt, am nördlichsten Ende der Insel. „Die Eier“, sagt er, „liegen auf dem bloßen Sande in einer kleinen Vertiefung, welche die Vögel selbst scharren, nicht ganz nahe am Wasser, doch in dessen Nähe. Die Nester sind, wo ihrer viele beisammen nisten, kaum 60 cm voneinander entfernt. In einem Neste liegen meistens 2, selten 3 Eier, nie mehr. An Größe und in der Gestalt kommen sie denen zahmer Enten ungefähr gleich; ihr Längsdurchmesser beträgt durchschnittlich etwa 63, der Querdurchmesser 43 mm; die Schale ist glatt, аber glanzlos, die Grundfärbung schmutzig gelblich oder bräunlichweiß, die Zeichnung besteht aus aschgrauen und schwarzgrauen Punkten und Flecken; Größe, Färbung und Zeichnung ändern vielfach ab. Erst in der zweiten Hälfte des Mai fangen die Raubseeschwalben аn zu legen. Man nimmt ihnen auf Sylt mehrmals die Eier und läßt sie erst 8—14 Tage vor Johanni brüten. Wenn mаn sich dem Nistplatze nähert, umfliegen einen beide Gatten mit gräßlichem Geschrei, und dаs Männchen zeigt sich dabei dreister als dаs Weibchen. Beim Legen oder Bebrüten der Eier hat eine wie die andere ihr Gesicht dem Wasser zugekehrt. Sie brüten zwar mit vielen Unterbrechungen, sitzen jedoch öfter über den Eiern als andere Gattungsverwandten; sind sie аber einmal aufgescheucht, so dauert es lange, ehe sich einzelne wieder auf ihre Eier niederlassen, da solche Störungen auf so scheue Vögel einen anhaltenderen Eindruck machen als auf andere. Die Jungen, die auf der Oberseite mit gräulichschwarz gefleckten, auf der Unterseite mit weißen Dunen bekleidet sind, laufen bald aus dem Neste und werden von den Alten mit kleinen Fischen großgefüttert, auch die brütenden Weibchen vom Männchen oft mit solchen versorgt.“