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Cecropis daurica

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

1223. Clielidon daurica rufula (Temm.).

Hirundo rufula Temminck, Man. d’Orn. 2. Ed., III, p. 298 (1835— Egypten, Sizilien fälschlich auch für Südafrika und Japan angegeben. Südafrika nach Levaillant, dessen Abbildung und Beschreibung sich jedenfalls auf vorliegende Art bezieht und nicht auf C. cucullata, dessen Fundort aber, wie so oft, falsch ist. Das hinzugefügte Synonym „Hirundo capensis Gmelin“ ist unrichtig).

Lillia Temmincki Hume, Stray Feathers V. p. 259 (1877— Neubenennung des von Temminck beschriebenen mediterranen Vogels).

Abbild.: Sharpe & Wyatt, Monogr. Hirund., Taf 64.

♂♀ ad. Kopfplatte glänzend schwarzblau, von einem zimmtroten Bande umgeben: einige Federchen аn der Vorderstirn, ein schmaler Superciliarstreif, nach hinten breiter werdend und mit einem breiten Nackenband verbunden, zimmtrot. Ohrdecken fahl rostbräunlich. Rücken, Schulterfittiche und Oberflügeldecken schwarzblau, auf dem Vorderrücken dadurch, daß die weißen Basalteile der Federn etwas sichtbar werden, einige weiße Striche. Schwingen schwarzbraun, Außenfahnen dunkler und mit geringem Stahlglanz. Bürzel rötlich zimmtfarben, allmählich in die rahmfarbenen Oberschwanzdecken übergehend, von denen die längeren blauschwarze Spitzen haben, während die längsten ganz blauschwarz sind. Steuerfedern rußschwarz, Außenfahnen und innerstes Paar аn beiden Fahnen mit stahlfarbenem Schimmer, nicht selten mit angedeuteten oder au den äußern Steuerfedern sogar deutlichen weißlichen Querbinden. Unterseite blaß rostgelb mit dunkelbraunen Schaftstrichen, ebenso die Unterflügeldecken und Axillaren, mittlere Unterschwanzdecken mit ausgedehnten grünlichschwarzen Spitzen, die längsten fast völlig schwarz. Iris dunkelbraun. Schnabel schwarz, Füße braun. Flügel etwa 118—126, wobei die Q im allgemeinen kleiner sind, Schwanz etwa 103—110. Culmen 8.5—10.5 mm. — Juv.: Nicht so lebhaft gefärbt wie die alten Vögel, die bei jenen zimmtrote Farbe am Hinterkopfe und аn den Halsseiten blaß rostfarben; Oberflügeldecken und Armschwingen mit röstlich rahmfarbenen Endsäumen. Unterkörper hell rahm färben, von der Brust аn ohne deutliche Schaftstriche. Seitliche Steuerfedern kürzer und breiter.
Turkestan, Persien, Baluchistan, Gilgit (1), Afghanistan, Palästina, Ägypten, (wahrscheinlich nur auf dem Zuge, wie auch in Abessinien), Kleinasien, Oypein, Griechenland, und in Marokko. — Nicht selten in Italien, besonders in seinen südlichen Teilen und Sizilien, beobachtet, аber dort nicht mit Sicherheit als Brutvogel festgestellt, vereinzelt in Tunesien und Algerien beobachtet,- im marokkanischen Atlas аber brütend; ich konnte zwar von dort nur abgenutzte Brutvögel vergleichen, diese scheinen аber keine Unterschiede aufzuweisen. Einmal auf Helgoland, einmal auf Fair Island zwischen den Orkney und Shetlands, am 16. Mai 1909 au der südenglischen Küste, auch in Südfrankreich beobachtet.

Diese Schwalbe ist in Kleinasien und Griechenland Zugvogel, vielleicht auch in ihren andern Brutgebieten. Die Nester stehen аn der Decke von Höhlen, oft fast im Dunkeln, unter überhängendem Gestein und Felsblöcken oder Brückenbogen. Sie sind aus feuchter Erde gebaut und retortenförmig, d. h. es führt eine bis 18 cm lange retortenförmige Röhre zu dem eigentlichen Neste, dаs mit Halmen, Wolle und Federn ausgefüttert ist. Die Eier sind rein weiß, schwach glänzend, wie die der Hausschwalbe (H. urbica), bald rundlicher, bald mehr zugespitzt. 36 Eier (24 Jourdain, 12 Key) messen im Durchschnitt 20.05 x 14.24 Maximum 21.5 x 14.7, Minimum 19 x 13.5 mm.

1) Die wenigen vorliegenden Stücke aus „Nepal“ (?) und Afghanistan (ohne Geschlechssangabe!) sind etwas kleiner — Flügel 112—118 mm — scheinen аber sonst nicht abzuweichen. Falls eine kleinere, den westlichen Himalaya (?und Zentralasien) bewohnende Subspezies zu unterscheiden ist, würde sie Chelidon rufula scullii (Seeb.) heißen müssen. (Hirundo rufula B. scullii Seebohm, Ibis 1883, p. 168. Gilgit und Nepal).

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Brehm

Im Südosten Europas gesellt sich zu der Rauchschwalbe die derselben Gattung angehörige, gleichgroße Höhlenschwalbe, Alpen- oder Rötelschwalbe, Chelidon rufula Temm., nach Hartert eine Unterart von Chelidon daurica L. Oberkopf, Hinterhals, Mantel, Schultern und längste obere und untere Schwanzdecken sind tief stahlblauschwarz, ein schmaler Brauenstrich, die Schläfe, ein breites Nackenband und der Bürzel dunkel braunrot, Kopf- und Halsseiten, Unterteile und vordere obere Schwanzdecken roströtlichgelb, Kehle und Kropf fein schwarz in die Länge gestrichelt, Flügel und Schwanz einfarbig glänzend schwarz. Die Iris hat tiefbraune, der Schnabel schwarze, der Fuß hornbraune Färbung.
Griechenland und Kleinasien scheinen der Brennpunkt des Verbreitungsgebietes der Höhlenschwalbe zu sein; in Italien, wo diese Art ebenfalls regelmäßig vorkommt, tritt sie weit seltener, im übrigen Südeuropa nur als Besuchsvogel auf; nach Deutschland hat sie sich bisweilen verflogen. Außer Griechenland und Kleinasien bewohnt sie Persien und Kaukasien; auf ihrer Winterreise durchstreift sie den Nordosten Afrikas.
Lebensweise, Betragen und Begabungen der Höhlenschwalbe entsprechen dem von der Rauchschwalbe gezeichneten Lebensbilde fast in jeder Hinsicht. Aber die Höhlenschwalbe hat sich bis jetzt nur ausnahmsweise bewegen lassen, ihre ursprünglichen Brutstätten mit dem Wohnhause des Menschen zu vertauschen, legt vielmehr nach wie vor ihr Nest in Felshöhlen an. Demgemäß bewohnt sie ausschließlich Gegenden, in denen steilwandige Felsenmassen ihr Obdach gewähren, jedoch weniger die höheren als die unteren Lagen der Gebirge. Auch sie ist ein Zugvogel, der annähernd um dieselbe Zeit wie die Rauchschwalbe, in Griechenland in den ersten Tagen des April, frühestens in den letzten des März eintrifft und im August und September dаs Land wieder verläßt. Unmittelbar nach ihrer Ankunft begibt sie sich аn ihre Brutplätze, und in den ersten Tagen des Mai sind bereits die 4—5 durchschnirtlich 20 mm langen und 15 mm dicken, rein weißen Eier gelegt. Das Nest hängt stets аn der Decke passender Höhlen, wird aus denselben Stoffen erbaut wie dаs derRauch- und Mehlschwalbe, ist аber merklich größer als dаs der einen oder der anderen, fast kugelrund, ganz zugebaut, dаs Innere, dаs eine bis 18 cm lange, oft gebogene Eingangsröhre mit der Außenwelt verbindet, dicht mit Federn ausgekleidet. Wenn irgend möglich, bildet auch diese Schwalbe Siedelungen.