Print This Beitrag

Loxia leucoptera

*****
Bezzel
Loxia leucoptera Gmel. 1789 — Bindenkreuzschnabel
3 Subspezies; Mitteleuropa L. I. bifasciata (Brehm 1827).
Status in ME. Sehr unregelmäßiger Invasionsgast, im S Ausnahmegast; hat ausnahmsweise gebrütet.
Kennzeichen. Gestalt wie Fichtenkreuzschnabel (F.), doch etwas kleiner; Schnabel etwas schlanker als F. (schlankester Schnabel der Gattung), Krümmung sehr ähnlich, Spitzen wirken länger; Schwanz relativ länger als F. • In allen Kleidern Große ArmD mit breitem weißem Spitzensaum und Mittlere ArmD fast weiß; so entstehen 2 breite weiße Flügelbinden; Schirmfedern mit breiten weißen Spitzensäumen (Weißbindige F., die im Extremfall auch weiße Schirmfederspitzen tragen können: Weiße Flügelbinden deutlich schmaler, mehr parallel und ± gleichbreit, bei Bindenkreuzschnabel dagegen verjüngt sich Binde der Großen ArmD nach außen und die der Mittleren ArmD eher nach innen, аber nur bei frischem Gefieder gutzu erkennen). Ad.
♂ leuchtender rot als F., vor allem im abgetragenen Kleid, dessen weiße Flügelbinden durch Abnutzung schmaler werden. ♀ mit blasserem und mehr gelbem Bürzel im Vergleich zu F.; vor allem im abgetragenen Kleid markanter gestrichelt als F.; Flügelbinden oft gelblich überflogen. Juv. Flügelbinden etwas schmaler, ebenso weiße Schirmfederspitzen; Unter- und Oberseite kräftig gestreift. 1. Winter/Sommer ♂ ähnlich ad. ♂, doch bleiben mind. äußere Große ArmD des Jugendkleides erhalten, so daß die weißen Flügelbinden außen durch Abnützung sehr schmal werden können, Unterscheidung zu extremen Morphen des F. dann nicht immer einfach. • Schnabel usw. wie F. • Vgl. Fichten- und Kiefernkreuzschnabel sowie Hakengimpel. • Fotos: f Nicolai 1982; Tier + Naturfot. 18 H. 4, 1987: 8; Delin u.a. 1989; VF 50 H. 2 bzw. 6-7, 1991: 38 bzw. 59. sw VF46,1987:411; Limicola 5, 1991: 48 (und Orn. Jber. Helgoland 1, 1990; schmale Binde diesj. Ind !). Zeichnungen: f Harris u.a. 1991; DB 13, 1991: 37 (♂); Lewington u.a. 1991.
Verbreitung und Bestand. Br. der borealen Zone und in Gebirgsregionen der Holarktis; Verbreitung jedoch lückenhaft von NE-SF bis E-Sibirien, im E bis in N-Gebiete Chinas und S Baikalsee bis in die Mongolei; In N- Amerika bis zur S-Grenze Kanadas. In ME s. Invasionsgast, Abnahme der Nachweise nach W und S (hier meist nur Ausnahmegast), Zusammenhang mit großen Invasionen in N-Europa in den meisten Fällen erkennbar, auch oft in Verbindung mit großen Fichtenkreuzschnabel-Invasionen. Ein Brutnachweis.
CH: Okt. 1914 (ca.6lnd.), Jan. 1923 (♂), Jan.-Febr. 1952 (2 ♂). • B: mind. 30 Nachweise, u.a 1990-91. • NL: 1884, 1889 (35 Ind.), 1943, 1963, 1972, 1984, 1987, 1990-91 (mind. 13 Ind.); die meisten Erstdaten Sept, und Nov., keine Beobachtungen Juni, Aug. • D: Helgoland u.a. mind. 4 Ind. Sept. 1990; Schl.-Holst. u.a. je 1 Ind. Jan. 1977, Dez. 1983, April 1987; Nrh.- Westf. 1889, 1890, (April 1959); Rhl.-Pf. 1889, Jan. 1964; He. Ausnahmegast; Bay. Nachweise 1827, 1831, 1846, 1889 (mind.40 Ind.), 1915, 1928, 1962, 1976 (Stand 1990); Thür. u.a. 1930 — 75 85 Ind gefangen; Bin. 1 Ind. März 1987, erfolgreiche Brut 1991 (JfO 133, 1992); Bra. mehrere Ex. 19. Jh. (1967 2 ♂); Meckl. Meldungen und Nachweise 1962,1967,1975,1976, 1977, 1979, 1983, einmal 12 Ind., sonst max. 3. • A: sehr s. Wintergast, Oberösterreich z. B. 20. Jh. meist einzelne Fänglinge 1942 – 43, 1953, 1958 – 59, 1965, 1966, 1977, 1979, 1983, 1985, 1986, Sept.-April (Brader, Egretta 32, 1989). • H: Erstnachweis je ein Totfund Sept., Dez. 1990 (Aq 98, 1991: 188) – CS: 1900-ca. 1980 Meldungen aus 13 Jahren ( > 1 Meldung 1909, 1929, 1956, 1962, 1963, je 1 Meldung mit max. 2 Ind. 1906, 1925, 1927, 1946, 1949, 1966, 1971, 1976, 1977).« PL: im 20. Jh. 12 Nachweise 1909, 1911, 1956, 1959, 1962, 1963, 1969, 1970, 1972; 1984-1987 9 Ind. (bis 1989). – F: einzelne 1956, 1960, 1963, 1986 (3 Ind. 1990/91). -GB/IRL: 105 Ind. bis 1990; die meisten Ind. bisher 1987 und 1990. • DK: u. a Invasionen Dez. 1986 (Dutzende), 31 Ind. Herbst 1988, einzelne 1989, > 100 Ind. Okt. — Nov. 1990. • N.: Paar mit flüggen juv. (noch gefüttert) 1968, erfolgreiche Brut 1982, Brutversuch 1987, Paare in Begleitung mit juv. auch 1979, 1986; große Invasionen 1915, 1927, 1930, 1952, 1959, 1966, 1979, 1986, 1990 (Details Larsen &Tombre 1989).-s.: gelegentlicher Br. im N im Zusammenhang mit Invasionen, z. B. zuletzt 1955, 1957, 1987; große Invasionen 1902, 1909, 1956, 1966, 1972, 1974, ferner ca. 6580 Ind. registriert 1976-90, Invasionen 1979 (ca. 650), 1985 (ca. 800), 1986 (ca. 600), 1987 (>750), dagegen nur ca. 50 Ind. 1989 und die größte bisher registrierte Jahressumme > 2300 Ind. 1990. • SF: seit 1970 als r. Br. nachgewiesen, geschätzt ca. 500 BP (um 1987), аber stark schwankende Zahlen. — Ferner auch Baltikum, I, YU, BG und R nachgewiesen.
Wanderungen (u.a. Larsen &Tombre 1989). Nomadisieren innerhalb des Areals, Wanderungen vom Evasionstyp. Erscheint W und SW des Areals vor allem in Fennoskandien fast r. in kleiner Zahl, in größeren Abständen (vermutet wird 7-Jahres-Zyklus) in kopfstarken Invasionen mit stark abnehmender Häufigkeit und Regelmäßigkeit bis NL, GB und im N und E von ME, ausnahmsweise auch bis CH, F. 1800-85 mind.47 Invasionen in Europa, davon 36 mit Fichtenkreuzschnabeln. Oft eröffnen juv. bzw. Familien mit begleitenden juv. die Einflüge, die in der Regel Ende Juli nach Vorläufern im Juni beginnen, oft ihren Höhepunkt im Aug. —Sept, erfahren und bis Nov. ausklingen; in ME treffen viele Ind. erst Sept. — Nov. ein. In den Invasionsgebieten halten sich einzelne Ind. (in Fennoskandien auch Trupps) bis zum Spätwinter auf; in Fennoskandien und аn anderen Stellen nahe dem Arealrand kommt es dann auch häufiger zu Bruten im Folgejahr.
Biotop. Br. in Koniferenwäldern, in RUS und Sibirien hautpsächlich in Lärchen-, Arven- und Kiefernbeständen, in SF in Fichtenwäldern.
Nahrung. Hauptsächlich Koniferensamen, vor allem Lärchen, Tannen, аber auch andere Sämereien und im Sommer wahrscheinlich auch Insekten.
Stimme. Rufe gereiht »gebb-gebb…« oder »glib-glib…«, weicher und weniger metallisch als Fichtenkreuzschnabel, ferner gedämpfter »tschet- tschet…« oder »tjött-tjött «, аn Birkenzeisig erinnernd; sowohl als Flugruf, als auch im Gesang mit Rollern und gezogenen Elementen (wie Erlen- oder Birkenzeisig), sehr charakteristisch gedehnt und nasal quäkend »eeeeeet« o.ä. (»Kindertrompete«), dаs aus den kürzeren, mehr Stakkato (aber gleichwohl weich) angeschlagenen typischen Kreuzschnabelrufen herausfällt.
Verhalten. Sehr ähnlich Fichtenkreuzschnabel.
Fortpflanzung. Legebeginn in Sibiren meist erst Mai —Juni, Brut in Mitteleuropa am 25. Mai fast flügge juv. im Nest.
Mauser. Postjuvenile Mauser (Teilmauser) Kleingefieder Sommer. • Postnuptialmauser (Vollmauser) Sommer.
Literatur. T. Larsen & I. Tombre, Fauna norv. C 12, 1989: 3-10. • E. Pulliainen, Ann. zool. Fenn. 8, 1971: 326-329.
Quelle: Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Nonpasseriformes · Nichtsingvögel, 1. Auflage, © 1985 · 1993, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag; sehr empfehlenswert: 2. vollständig überarbeitete Auflage 2005 in einbändiger Sonderausgabe
*****
Niethammer/Boxberger
Loxia leucoptera Gmelin — Bindenkreuzschnabel.
Verbreitung des Rassenkreises. Lärchenwälder im Norden der Neuen und im hohen Norden der Alten Welt.
Loxia leucoptera bifasciata Brehm — Bindenkreuzschnabel.
Loxia bifasciata Brehm, Naumann III, 8. 238; Loxia leucoptera bifasciata Brehm, Reichenow 8. 107.
Beschreibung. Unterscheidet sich von den beiden anderen Kreuzschnäbeln durch zwei weiße Binden auf den Flügeldecken. Frisch vermausert haben die Armschwingen größere, die Handschwingen kleinere weiße Spitzen, die jedoch bis zur Brutzeit verschwunden (abgenutzt) sind. Das Rot des ♂ ad. ist nicht so gelbrot wie bei Fichten- und Kiefernkreuzschnabel, sondern rosenrot wie beim Hakengimpel. — Jugendkleid: mit schmäleren weißen Flügelbinden. — Mauser: Jugendmauser (Teilmauser) im Herbst; Jahresmauser (Vollmauser) im Herbst (Witherby). — Maße.-. Flügel (8 ♂) 89—93, (6 ♀) 86—90 mm.
Feldornithologische Kennzeichen. Wie Fichtenkreuzschnabel, аber zwei reinweiße Binden über die Flügel. — Stimme: heller und lauter als L. curvirostra, Gesang abwechslungsreicher (Stegmann brietl.).
Allgemeine Verbreitung. Vom nördlichen Ostsibirien westwärts über Westsibirien regelmäßig bis zum Gouv. Archangelsk, hin und wieder einzeln in Nord-Finnland und Nord-Schweden brütend (3 Nachweise aus Schweden). Im Ural südwärts bis zum Gouv. Perm.
Wanderungen. Nach der Brutzeit vagabundierend, hin und wieder in Scharen bis Mittel- und West-Europa. Große Invasionen: Sommer 1826 (Deutschland bis Belgien und Ungarn), 1830 (bis Thüringen und Bayern), Sommer 1845 (über Böhmen und Deutschland bis Belgien, Holland, England), 1851 (bis Deutschland und Tirol), August 1889 (über die Baltischen Staaten, Böhmen, Ungarn und Deutschland bis Holland, England, Schweiz und Norditalien), Herbst 1911 (über Rußland westwärts nur bis Ostpreußen).
Vorkommen in Deutschland. In manchen Jahren einzeln oder in Flügen, auch zusammen mit Fichtenkreuzschnäbeln, umherstreichend, so 1826 vom Juli ab Schwärme in Schlesien, Sachsen, Thüringer Wald, Bayern; Winter 1830/31 einige in Thüringen und Bayern; Sommer 1845 bis Frühjahr 1846 viele in Sachsen, in der Mark Brandenburg, Bayern; 1851 einzelne bei Flensburg, in Hannover, Württemberg und Bayern. Von August bis Oktober 1889 Schwärme in Schlesien, Thüringen, Bayern bis zur oberbayerischen Hochebene, Rheinprovinz, Westfalen, Helgoland; November 1911 einer in Ostpreußen erlegt, ein zweiter am 12. Oktober 1930 bei Windenburg, 1 am 30. Juli 1930 auf Helgoland beobachtet (im Nordseemuseum, Helgoland, befinden sich sechs aufgestellte Bindenkreuzschnäbel). Im Juli 1935 fünf Stück in Balingen (Württ.) beobachtet (Mitt. Vogelw. 1935, S. 94); 1 ♂ am 1. September des gleichen Jahres in Lengenfeld i. Vogtland gefunden (Dathe, Mitt. Vogelw. 1936); am 4. Januar 1936 ein Stück in Seehausen (Altmark) bestätigt (Mitt. Orn. Ver. Magdeburg 1936, S. 7).
Nahrung. Für Lärchenzapfen spezialisiert.
Quelle: Niethammer/Boxberger u.a., Handbuch der Deutschen Vogelkunde, © 1937-1942, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag
*****

Heinroth

Im nördlichsten Europa lebt der Weißbinden-Kreuzschnabel (L. leucoptera bifasciata Brehm). Auch er kommt gelegentlich weiter nach Süden und ist аn den sehr ausgeprägten weißen Flügelbinden, von denen die über die größten Armdecken gehende 1 cm breit ist, kenntlich.

*****

Hartert

199. Loxia leucoptera bifasciata (Brehm).

Weißbindiger Kreuzschnabel.

[Loxia leucoptera Ginelin, Syst. Nat. I, p. 844 (1788— „Hab. in sinn Hudsonis et Noveboraco“.)] (1)

Crucirostra bifasciata C. L. Brehm. Ornis III, p. 85 (1827— Thüringer Wald und Wien, Typen erhalten); id. Isis 1827 p. 714.

Loxia taenioptera Gloger, Isis 1827. p.411 (Schlesien); Abbild.Naumann XII, Taf. 385, u.a. Crucirostra orientalis Brehm, Naumannia 1853, p. 251 („Himalaya“ — nach Gould, wahrscheinlich irrtümliche Angabe —, Wien und Thüringen. Sind typische bifasciata).

Crucirostra. trifasciata Brehm, Naumannia 1853, p. 243 (Renthendorf und Roda).

Crucirostra assimilis Brehm, Naumannia 1853, p. 253 (Roda).

Engl.: Two-barred Crossbill. Franz.: Bec-croisé bifascié. Schwed.: Bände Korsnäbb.

Unterscheidet sich von L. curvirostra und pytyopsittacus, denen er in der Entwickelung und allgemeinen Färbung (♂ ad. rot, ♀ gelbgrünlich, juv. dem ♀ ähnlich, gelbe ♂ ad. selten) gleicht, durch die breiten weißen Binden auf den Flügeln. Die kleinsten Flügeldecken sind schwarzbraun mit rötlichen Säumen und rötlichem Schimmer, die mittlere Reihe ist zur Hälfte weiß, die große Serie hat etwa 1 cm weite, die Armschwingen große, die Handschwingen ganz schmale weiße Spitzen. In der Brutzeit reiben sich

die weißen Spitzen der Schwingen ganz, die der Flügeldecken teilweise ab. Junge ♂ und ♀ haben schmälere weiße Flügelbinden. Das Rot der ♂ ist variabel, аber anders als bei curvirostra, mehr rosa, die Schulterfedern sind schwarzbraun, mit rot gespitzt und übertüncht. Flügel 92—95, Schwanz etwa 65, Schnabel 17—20 mm.
Nadelwaldungen des nördlichsten Nord-Europas, unregelmäßig scharenweise — und zwar nicht nur im Winter — nach Süden streifend, selten bis England, Frankreich, Holland, Helgoland, Deutschland, Schweiz, äußerst selten bis Italien, häufiger Polen, Österreich-Ungarn.
In der Lebensweise wie die andern Kreuzschnäbel, аber sehr wenig scheu, fast dummdreist. Nester und Eier vielleicht kleiner als die von L. curvirostra, ein Ei in Dr. Rey’s Sammlung mißt 21 x 14.6 mm. — C. L. Brehm erbeutete Serien im August, und es ist durchaus nicht unmöglich, daß sie damals ausnahmsweise einmal in Deutschland gebrütet haben.

200. Loxia leucoptera elegans Hom. (Noch fragliche Form.)

Loxia elegans E. v. Homeyer, Journ. f. Orn. 1879, p. 180 (Amur).

Loxia leucoptera elegans Tschusi, Orn. Jahrb. 1903, p. 163 (Sibirien).

Loxia amurensis Dubois, Bullet. Mus. Boy. d’Hist. Nat. Belg. I, p. 85 (1882— Amur).

In Ost- und West-Sibirien kommen ♂ mit ganz erstaunlich lebhaftem, leuchtenden Rot vor, während die Mehrzahl, namentlich auch die 9, den Vögeln von Archangel in Nord-Rußland gleichen. Dagegen haben die aus Schweden (Upland, Upsala), England (Norfolk) und Deutschland (Thüringer Wald) untersuchten Stücke meist weniger reine und lebhafte Färbung und meistenteils, аber nicht immer, stärkere, weniger schlanke Schnäbel: der Typus von L. elegans аber hat den selben stumpferen Schnabel wie die Schweden.
Falls es sich wirklich um eine konstante Form handelt (was noch nicht endgültig feststeht), müßte sie vom fernen Osten (Kamtschatka, Amur) bis Archangel reichen und die typische bifasciata nur Nord-Skandinavien (Lappland) bewohnen.

1) Loxia leucoptera leucoptera Gm. 1788 bewohnt dаs nördliche Nord-Amerika und ist der europäischen Form zwar oberflächlich ähnlich, unterscheidet sich аber auf den ersten Blick durch viel dünneren, niedrigeren Schnabel, geringere Größe (Flügel etwa 5 mm kürzer) und tiefer schwarze Flügeldecken, Schulterfedern und Rückenmitte, auch ist dаs Rot anders, mehr johannisbeerrot. Bewohnt die Koniferenwälder des nördlichen Nord-Amerikas und ist 3- oder 4 mal in Großbritannien vorgekommen, diese Fälle mögen аber zum Teil bezweifelt werden, da es sich in einigen um entflohene Käfigvögel handeln kann. Angeblich auch auf Helgoland vorgekommen.

*****

Brehm

Die dritte Art, Loxia leucoptera Gm., lebt im nördlichen Nordamerika. Eine ihrer Unterarten аber gehört der europäischen Fauna an. Der Weißbindenkreuzschnabel, Loxia leucoptera bifasciata Brehm, ist kleiner als die bisher genannten. Seine Länge beträgt 16, die Flügellänge 9, die Schwanzlänge 6 cm. Die vorherrschende Färbung des Gefieders ist ein prachtvolles Johannisbeerrot, dаs im Nacken und auf der Mitte der Unterseite in Grau übergeht. Die аn der Spitze weißen großen und kleinen Oberflügeldecken bilden zwei breite Binden über die Flügel, die Schulterdecken enden ebenfalls mit weißen Spitzen. Weibchen und Junge ähneln denen des Fichtenkreuzschnabels, tragen jedoch gleichfalls die weißen Binden auf den Flügeln. Vom nördlichsten Nordeuropa, ihrer eigentlichen Heimat, kommt diese Form, wenn auch selten, südwärts bis England, Holland, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Osterreich-Ungarn und selbst Italien.