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Acrocephalus melanopogon

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

839. Lusciniola melanopogon melanopogon (Temm.). (Fig. 101.)

„Tamarisken-Rohrsänger“.

Sylvia melanopogon (mitunter fälschlich melampogon geschrieben) Temminck. PI. Col. 245. Fig. 2 (1823— Campagna bei Rom. — Abbildung schlecht).

Caricicola Bonelli Brehm, Vogelfang, p. 236 (1855— Italien. Typus von Pisa).

Ital.: Forapaglie castagnolo.

♂ ad. Oberseite von einem warmen Braun mit schwachem restlichen Anflug, besonders auf dem Bürzel, Rücken mit schwarzbraunen breiten Schaftstreifen, Scheitelfedern schwarz mit braunen Säumen. Breiter Zügelstreif und Fortsetzung desselben hinter dem Auge schwärzlich, darüber ein etwas bräunlich getrübter weißer, von der Schnabelwurzel bis über die Ohrdecken hin sich erstreckender Superciliarstreif, der von der Scheitelmitte durch einen fast rein schwarzbraunen Streifen getrennt ist. Oberflügeldecken und innerste Armschwingen schwarzbraun mit restlich braunen Säumen, übrige Schwingen braun mit schmalen, etwas helleren Außen- und Innensäumen. Steuerfedern dunkelbraun mit rostbraunen Außensäumen. Kehle und Mitte des Unterkörpers weiß, Vorderbrust, Unterkörper und Unterschwanzdecken hell rostbräunlich, Seiten lebhafter rostbraun. Schnabel dunkelbraun, Basis des Unterschnabels hellbräunlich. Füße dunkelbraun. Iris braun. Flügel etwa 58—60, Schwanz etwa 51—57, Lauf 20, Culmen 14.5—15.5 mm. ♀ wie ♂, nur wenig kleiner, Flügel etwa 54 bis 56 mm. Juv. wie ad. Auf der Kropfgegend sieht mаn im frischen Gefieder meist mehr oder minder ausgeprägte dunkelbraune Längsflecken, die später verschwinden.
Spanien (Südost und Ost), dаs südliche Frankreich, Italien mit seinen Inseln, von Dalmatien nördlich bis Ungarn (zerstreut аn der unteren Donau, am Velenczer und Flatten-See und einigen anderen Stellen), durch die Balkanhalbinsel bis Griechenland und Unter-Egypten (Nildelta). Reiser vermutet, daß die Art aus Ungarn nach Griechenland in die Winterquartiere zieht; allerdings soll sie aus Ungarn im Winter fortziehen, andrerseits аber brütet sie im Nildelta.

Bewohnt die Ufer von stehenden und fließenden Gewässern, wo sie mit Schilf, Rohr, Binsen und niedrigem Gebüsch bewachsen sind. Der Gesang ist laut und krächzend und erinnert аn den des Schilfrohrsängers. Nest in Schilf und Rohr eingebaut, aus Rohr- und Grashalmen mit Tamarisken und Rohrkolben-Wolle, innen mit feinen Rispen ausgefüttert. Die 4—6 Eier findet mаn in Ungarn im Mai. Sie ähneln sehr denen von Acrocephalus schoenobaenus, sind аber meist heller und grünlicher, mitunter jedoch kaum oder gar nicht zu unterscheiden. 55 Eier messen nach Rey und Jourdain durchschnittlich 17.96 x 13.02, Maximum 19 x 13.1 und 17.9 x 13.9, Minimum 16.3 x 12.3 mm und wiegen im Mittel 83 mg. Ein Gelege aus Ungarn, dаs mir vorliegt, mißt 18.6 x 13, 18 x 13, 17.8 x 12.3, 17.6 x 13 mm. — Lebensweise und Eier weichen somit von denen der anderen Lusciniolen ab, аber unsere Gattungen dienen zur Orientierung und Gruppierung nach äußeren Merkmalen und wir können nicht nach biologischen Merkmalen allein Arten generisch trennen.

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Brehm

Zu den Rohrsängern gehört auch der sowohl die europäischen wie die afrikanischen und asiatischen Gestade des Mttelmeeres bewohnende Tamariskensänger, Lusciniola melanopogon Temm. Die Gattung Lusciniola Gray, die er vertritt, kennzeichnet sich durch schlanken und dünnen Schnabel, gerundete Flügel, in denen die dritte, vierte und fünfte Schwinge am längsten sind, und weichen stufig gerundeten Schwanz mit langen Schwanzdecken. Der Tamariskensänger ist oberseits rötlichbraun, auf Mantel und Schultern mit verwaschenen, schwärzlichen Schaftflecken, auf dem braunschwarzen Oberkopfe längs der Mitte durch die verwaschenen helleren Seitensäume der Federn gezeichnet, vom Nasenloch bis zur Schläfe durch einen breiten rostgelblichen, in der Zügelgegend durch einen braunschwarzen Streifen geziert, unter den Augen dunkelbräunlich, аn Kinn, Kehle und den unteren Flügeldecken weiß, auf den übrigen Unterteilen rostgelblich, seitlich dunkler gefärbt. Die Schwung- und Schwanzfedern sind dunkelbraun mit schmalen rostfahlen Außensäumen, die аn den Hinteren Armschwingen sich verbreitern und ins Rötlichbraune übergehen. Der Vogel ist 12 cm lang, bei 6 cm Flügellänge und 5 cm Schwanzlänge. Nach Hartert bewohnt er mit Schilf, Rohr, Binsen und niedrigem Gebüsch bewachsene Ufer von stehenden und fließenden Gewässern. Sein Gesang ist laut und krächzend. Das Nest wird in Schilf und Rohr eingebaut, aus Rohr- und Grashalmen, die durch Tamarisken- und Rohrkolbenwolle verbunden werden, hergestellt und innen mit feinen Rispen ausgefüttert.