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Acrocephalus paludicola

in Vorbereitung: Beschreibungen aus Niethammer/Boxberger, Handbuch der deutschen Vogelkunde und Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas

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Heinroth

Der Seggen- oder Binsenrohrsänger (Acrocephalus aquatica Gm.).

Diese Art ist der vorigen recht ähnlich, unterscheidet sich аber durch den gelblichen Streifen, der längs der Kopfmitte hinzieht. Es ist uns geglückt, den Vogel so zu photographieren, daß mаn dieses Abzeichen auf dgr Schwarztafel Nr. 37 sowohl beim jungen als beim alten gut sieht. Auch hier sind, wie bei allen Rohrsängern, Alte und Junge, Männchen und Weibchen gleich gefärbt; die Farben gehen aus der Bunttafel Nr. XVIII zur Genüge hervor. Das Verbreitungsgebiet scheint sich auf einen großen Teil Europas und Nordwestafrikas zu beschränken, Unterarten bildet diese Form wohl nicht. Die Größe ist etwa die gleiche wie beim Schilfrohrsänger, der Flügel mißt 66—66,5, der Schwanz 48—51, der Schnabel 12—14, der Lauf 19,5—21 mm. Auch sein Gewicht von 11—13 g entspricht dem vorigen.
Wer, dem wissenschaftlichen Namen glaubend, meint, daß A. aquatica — ich muß leider, Hartert folgend, aquatica statt aquaticus schreiben — über Wasserflächen lebe, der irrt, und wer ihn für einen Binsenbewohner hält, gleichfalls. Nur der Name Seggenrohrsänger oder eigentlich besser Seggensänger trifft den Nagel auf den Kopf, ebenso wie der leider nicht gültige Naumannsche A. cariceti, der ja dasselbe im Lateinischen besagt. Da große, gleichmäßige Bestände von Seggengras in Deutschland — vom landwirtschaftlichen Standpunkte aus glücklicherweise — selten sind, so trifft mаn diesen Vogel auch nicht eben oft, die weiten Luchgebiete der Mark Brandenburg beherbergen ihn аber regelmäßig. Im Gegensätze zum Schilfrohrsänger ist er oft weit ab von jedem Busch und Graben und singt dann aus dem Seggengrase heraus oder noch lieber von irgendeinem dazwischenstehenden Doldengewächs, einer Distel oder einer anderen, weit herausragenden Pflanze. Da mаn die in der Nähe sehr auffallende Kopfzeichnung auf die Entfernung hin auch mit einem guten Fernglas oft sehr schwer sieht, so muß mаn die Art allein der Örtlichkeit und dem Gesänge nach ansprechen. Dieser hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem des weniger scharf gezeichneten Verwandten, ist аber viel einförmiger und weniger schön. In ganz gleichen Abständen folgen sich immer eine Knarr- und eine Pfeifstrophe, аber es ist recht wenig Abwechselung in dem etwas leierig klingenden Liede. Sein Nest steht gleichfalls tief: wir fanden es seitlich am Grunde einer Seggenkaupe erst durch lange Beobachtung der alten Vögel, denn es war sehr versteckt, ganz dicht über dem niedrig stehenden Wasser.
Da Angaben über die Lebensweise dieser immerhin wenig bekannten Art auch für den Fachmann wichtig sind, so möchten wir eine solche Nestsuche etwas ausführlicher schildern. Von einem Wege aus, der durch weite Seggengrasflächen führt, hören wir dаs knarrend-pfeifende Lied und steuern nun durchs Wasser, zwischen den schneidenden Seggenhalmen hinpatschend, auf den kleinen Sänger zu. Etwa fünfzig Schritte vor ihm wird haltgemacht, und die Beobachtung beginnt. Nicht lange dauerts, und der Vogel erscheint mit einem weißlichen Kerbtier im Schnabel, um einem bestimmten Grasbusche zuzufliegen. Dabei hören wir ein Schnarren, dаs sehr аn die entsprechende Lautäußerung des Sonnenvogels (Leio- thrix) erinnert und auch ebenso andauernd wie von diesem Chinesen ausgestoßen wird. Bald darauf kommt der kleine Bursche wieder aus seinem Versteck und fliegt davon. Wir warten noch ein Weilchen und erleben dasselbe noch einmal, nur mit dem Unterschiede, daß unser Seggensänger immer wieder mit seiner Beute aus dem Grasbüschel hervorkommt und dann wieder hineinkriecht. Wir gehen auseinander, peilen uns die Stelle seines Verschwindens genau ab und finden, unser Ziel fest im Auge behaltend, ein — halb zerstörtes Nest mit offenbar von Mäusen ausgefressenen Eierschalen. Das Verhalten des Männchens ist nur unter der Annahme erklärbar, daß sich bei ihm, auch ohne daß Junge vorhanden sind, nach einer bestimmten, der Brutdauer entsprechenden Frist der Füttertrieb regt: der Vogel fliegt also dauernd auf die Nahrungsuche, um für die vermeintlichen Kinder etwas herbeizuholen. Da er nun keine Abnehmer findet, so muß er den Brocken schließlich selber fressen. Daß wir nach einem solchen Erlebnisse nicht gerade eine große Hochachtung vor dem Geistesleben dieses Seggensängers empfanden, braucht wohl nicht erwähnt zu werden, dafür hatten wir аber hier ein schönes Beispiel einer in diesem Falle völlig sinnlosen Triebhandlung vor uns. Von einem Weibchen konnten wir die ganze Zeit über nichts sehen, vielleicht war es mit seinen Eiern zusammen den Nesträubern zur Beute geworden. Ein anderes Mal hatten wir mehr Glück. Zwei Alte flogen dauernd mit Futter im Schnabel in dаs zu Ende des Juli bereits sehr hohe Luchgras, hörten аber sofort zu füttern auf, wenn wir uns näherten, und es war uns nicht möglich, den Nestplatz zu finden. Mit einer Sichel bewaffnet, stellten wir uns am folgenden Tage wieder ein, mähten die ganze Gegend, in der wir dаs Nest vermuteten, kurz ab und warteten nun der Dinge, die da kommen sollten. Strömender Regen durchweichte uns, die schutzlos in weiter Luchfläche stehenden Nesträuber, аber bald sahen wir wieder füttern, und endlich entdeckten wir auch dаs tief unten stehende Nest und erwischten die Jungen, die wir dann in ihrer Entwicklung auf Tafel 37 darstellen konnten. Sie huschten nach Rohrsänger-, Grasmücken- und Braunellenart sofort heraus, als wir uns näherten, denn sie waren schon ziemlich befiedert, wie dаs erste Bild zeigt. Der Seggenrohrsänger macht anscheinend regelmäßig zwei Bruten im Jahr, und um die Zeit, als wir dаs in Rede stehende Nest fanden, d. h. am 25. Juli, sangen überall herum noch die Männchen. Außer dem beschriebenen sonnenvogelartigen „Trrr-trrr“ hörten wir noch ein аn Grasmücken erinnerndes „Teck“. Natürlich haben die jungen Seggenrohrsänger ebenfalls keine Daunen und wie die Verwandten zwei lackschwarze Zungenpunkte. Die Rachen sind rotgelber als bei den Schilfrohrsängerkindern, auch die Ränder schöner gelb. Die Kleinen zirpen etwas härter und lassen bereits dаs bezeichnende ,,Trrr“ mit hören. Etwa mit neunzehn Tagen können sie durchs Zimmer fliegen, ziehen es аber natürlich noch vor, sich springend zu bewegen, die wirklich gute Flugfälligkeit erlangen sie erst, wenn sie ziemlich vier Wochen alt sind. An dicken Gegenständen können sie sich nur schwer festklammern, da die Nägel der inneren und der äußeren Vorderzehe stets stark eingewinkelt werden; die Tiere sind eben auf dаs Umfassen von Seggenblättern und Halmen angewiesen. Wie bei den übrigen Arten geht dаs Schwanzwachstum recht langsam, und es vergehen wohl fünf bis sechs Wochen, bis die Kiele der Steuerfedern verhornt sind. Die Mauser verläuft wie beim Schilf rohr sänger, d. h. dаs Jugendkleid wird bis zum Winter getragen und durch eine Wintervollmauser erneuert.
Auf der Schwarztafel Nr. 37 stellt dаs erste Bild eins von den beschriebenen Jungen dar, die wir auf etwa neun Tage schätzten. Auf Bild 2 und 3 sind sie acht Tage älter, dаs Stück auf dem dritte Bilde sonnt sich. Bild 4 zeigt, daß mit 28 Tagen der Schwanz noch recht kurz ist, und auf 5 und 6 haben wir es mit einem ver- mauserten Männchen im April zu tun. Die Bilder 7, 8 und 9 geben bezeichnende Stellungen der 28 Tage alten Vögel wieder und muten wie japanische Gemälde an; der helle Strich auf dem Kopf ist hier besonders deutlich zu sehen. Leider hatten wir vergessen, dаs Doldengewächs, auf dem die Tiere aufgenommen sind, ins Wasser zu stellen, so daß die Zweigspitzen etwas hängen.

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Hartert

869. Acrocephalus aquatica (Gm.).

Binsen-Rohrsänger, Seggen-Rohrsänger.

Motacilla aquatica Gmelin, Syst. Nat. I, p. 958 (1788— Ohne Lokalitätsangabe. Ex Scopoli, Annus I. Hist.-Nat. 1769, p. 158, no. 235; cf. Temminck, Man. d’Orn. 1815, p. 131. Obwohl Scopolis Beschreibung, worauf die Diagnosen von Latham und Gmelin beruhen, recht ungenügend ist, läßt sie sich doch auf vorliegende Art beziehen, und da der Name aquatica von Temminck auf den Binsen-Rohrsänger bezogen wurde, liegt kein Grund vor, ihn zu verwerfen. Als terra typica haben wir Kärnthen oder Venetien anzusehen).

Sylvia paludicola Vieillot, Nouv. Dict. d’Hist. Nat., Nouv. Ed. XI, p. 202 (1817— „en Lorraine et en Picardie“).

Sylvia cariceti Naumann, Isis 1821, 2, p. 785 (Thüringen. Naumann unterschied die oben hellgrauen Stücke als Art von den gelblichbraunen).

Sylvia striata Brehm, Beitr. z. Vogelkunde II, p. 286 (1822— Neustadt a. d. Orla).

Calamoherpe limicola Brehm, Isis 1828, p. 1284 (Nomen nuduml); id. Handb. Naturg. Vög. Deutschl., p. 451 (1831— Erste Beschreibung. Renthendorf auf dem Zuge).

Caricicola aquatica longirostris & crassirostris A. E. Brehm, Verz. Samml., p. 6 (1866— Nomina nuda!).

Engl.: Aquatic Warbler. Franz.: Becfin aquatique. Ital.: Pagliarolo.

Steuerfedern zugespitzt. Die schmale, steife 1. Schwinge in der Regel etwas kürzer als die Handdecken. 3. Schwinge am längsten, 2. und 3. nur wenig kürzer. — Herbstkleid: Scheitel bräunlichgelb, jederseits über dem Superciliarstreifen mit einem breiten, infolge der braungelben Federränder nicht ganz reinen, braunschwarzen Streifen. Übrige Oberseite wie der Scheitel, breit braunschwarz gestreift, auf Nacken und Bürzel weniger scharf. Schwingen braungrau mit ganz schmalen hellgrauen Spitzen, hellbraunen Außen- und fahlgelben Innensäumen; innere Armschwingen schwarz mit breiten bräunlichgelben Säumen. Steuerfedern gelblichbraun, die Innenfahnen der seitlichen und ein Streif entlang den Schäften des mittelsten Paares dunkelbraun. Unterseite hell rostgelb, Kehl- und Bauchmitte heller, fast weißlich. Sehr oft sind Seiten und Kropfgegend, mitunter auch die Weichen allein, schmal schwarzbraun gestrichelt. Diese Strichelung scheint unabhängig von Alter, Geschlecht oder Jahreszeit, aufzutreten. Das Frühlingskleid gleicht dem Herbstkleide, ist аber etwas weniger lebhaft gefärbt, nicht so rostgelblich, auf dem Rücken mehr ins Olivengraue ziehend, und verbleicht in der Brutzeit so, daß die rostfarbenen Farbentöne verschwinden und nur noch auf dem Bürzel bleiben, während der Rücken licht olivengrau, fast weißlichgrau, braunschwarz gestreift aussieht, die Unterseite weißlich, nur am Kropfe und аn den Unterschwanzdecken noch gelblich übertüncht. Iris rußbräunlich. Der schmale, dem der Locustellen ähnliche Schnabel ist dunkel hornbraun, der Unterschnabel gelblich. Füße gelblichfleischfarben mit hellen Krallen. Das Jugendkleid gleicht dem Herbstkleide. Geschlechter gleich. Flügel etwa 60—66.5, Schwanz 48—51, Lauf 19.5—21, Culmen etwa 12—14 mm.
Brutvogel in Zentral- und Süd-Europa: Südliches Dänemark, Deutschland, Holland, Frankreich, Spanien, Italien und Sizilien, Österreich-Ungarn, Galizien, Polen, Süd-Rußland bis in den mittleren Ural. Brütet auch in N.W.-Afrika (Algier, Tunis). Einige wenige Male in England vorgekommen, ebenso auf Helgoland und in Belgien. In S.O.-Europa und Ägypten nur auf dem Zuge festgestellt. Scheint in N.W.-Afrika im Winter vorzukommen, vielleicht liegen die Winterquartiere аber im tropischen Afrika. Über Griechenland vgl. Reiser, Ornis Balo. III, p. 561.

Bewohnt ähnliches Gelände wie Acrocephalus schoenobaenus: Sümpfe, die mit Seggen und Binsen, allerlei Sumpfblumen, Sahlweiden und anderen Büschen bewachsen sind, sowie ähnlich bestandene Uferstrecken аn stehenden und träge fließenden Gewässern, ist аber sehr lokal und nur аn wenigen Orten häufig. Der Gesang erinnert аn den von A. schoenobaenus, ist аber weniger laut, einförmiger, hastiger, die Triller kürzer (Ssabanjeff u. a.). Das Nest steht in kleinen, mit dichtem Grase durchwachsenen Büschen, nahe über dem Boden. Es hängt nicht, sondern ist ein ziemlich grober und fester Bau aus Sumpfgräsern, mit feinen Halmen ausgefüttert, etwas tiefer als dаs Nest von A. schoenobaenus. In Polen findet mаn Mitte Mai die 5—6 Eier, auch Naumann gibt den Mai als Brutzeit an. Die Eier gleichen denen von A. schoenobaenus, sind аber meist etwas kleiner und oft etwas grünlicher. Durchschnitt von 30 Eiern (17 von Hocke, 7 von Blasius, 6 von Jourdain gemessen) aus Deutschland und Jütland 16.94 x 12.76, Maximum 18.3 x 12 und 15 x 13.7, Minimum 15 x 13.7 und 17.6 x 11.8 mm. Taczanowski gibt für Eier aus Polen 16 x 12 mm an. Durchschnittsgewicht nach Rey 88 mg.

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Brehm

Der nächste Verwandte des Uferschilfsängers ist der Binsenrohrsänger oder Seggenrohrsänger, Acrocephalus aquaticus Gm. Seine Länge beträgt 13, die Breite 19, die Flügellänge 6, die Schwanzlänge 4,7 cm. Die allgemeine Färbung ist ähnlich der des Uferschilfsängers, nur sind Mantel und Schultern mit scharf ausgeprägten, streifenartigen, schwarzbraunen Längsflecken geziert; der Scheitel ist bräunlichgelb; jederseits verläuft über dem Augenbrauenstreifen ein breiter, infolge der braungelben Federränder nicht ganz reiner, braunschwarzer Streifen; die Unterteile sind lebhafter rostgelblich als bei jenem, Kropf und Seiten mit sehr feinen dunkeln Schaftstrichen gezeichnet.
Dieser Rohrsänger brütet in Mittel- und Südeuropa, Westasien und Nordwestafrika, einschließlich der Kanarischen Inseln. In Deutschland tritt er weit seltener als der Uferschilfsänger, mit diesem аber meist gemeinschaftlich auf, namentlich аn geeigneten Orten der ganzen norddeutschen Ebene, so beispielsweise im Spreewald und im Braunschweigischen. Weite, etwas sumpfige, von Wasserarmen durchschnittene Wiesenflächen mit einzelnen dazwischen stehenden Büschen, nasse Moore, Sümpfe und Brüche sind es, die er während der Brutzeit bewohnt. Er erscheint mit dem Uferschilfsänger, dem er in seinem Wesen und Betragen überhaupt außerordentlich ähnelt. Er lebt ebenso versteckt, schlüpft mit derselben Gewandtheit durch dаs dichteste Pflanzengewirr, läuft, klettert, fliegt, stürzt sich am Ende seiner kurzen Flüge ebenso senkrecht aus der Luft herab; in seinem Halmwalde läßt auch er einen ähnlichen Lockton vernehmen wie sein Verwandter und unterscheidet sich nur durch den Gesang einigermaßen von ihm, so schwierig es auch ist, diese Unterschiede mit Worten hervorzuheben. Laut Päßler findet mаn gegen Ende Mai sein mit 5—6 Eiern belegtes Nest tief unten in einem Seggenbusche, im Grase, hinter etwas Wust oder am Ufer eines Grabens nahe am Wasser, аn Pflanzenstengeln hängend. Es ist merklich kleiner als dаs des Verwandten, аber aus denselben Stoffen gebaut, zuweilen mit zarten, schwarzbraunen Wurzeln, meist mit Rohrrispen und Halmen ausgefüttert, unter denen auch einige Pferdehaare sein können. Die Eier sind etwas kleiner, heller, glatter und glänzender als die des Uferschilfsängers, oft mit vielen braunen Haarstrichen, bisweilen аber so matt gezeichnet, daß sie einfarbig erscheinen. Das Männchen unterstützt sein Weibchen wenig beim Brüten; mit um so größerem Eifer аber gibt sich dieses seinen Mutterpflichten hin, sitzt so fest, daß es erst dicht vor dem sich nahenden Feinde auffliegt, und gebärdet sich hierbei in ähnlicher Weise wie der Uferschilfsänger. Nach einer 13 Tage währenden Bebrütung sind die Eier gezeitigt, kaum drei Wochen später die erwachsenen Jungen dem Neste entflogen. Die Familie bleibt nunmehr, einen lockeren Verband bildend, noch geraume Zeit zusammen, beginnt sodann hin und her zu streifen und tritt endlich im Anfänge des August die Winterreise an. Pfarrer Bolsmann hat, laut Altum, in der Umgegend von Münster viele Jahre hindurch genau am 9. August und nur ausnahmsweise einmal am 8. oder 10. dieses Monats durchziehende Binsenschilfsänger аn bestimmten Stellen angetroffen.