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Gallinago media

Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

1974. Gallinago media (Lath.). (Fig. 250.)

Große Bekassine oder Große Sumpfschnepfe.

Scolopax Media Latham. Gen.-Synops. Suppl. I, p. 292 (1787— England, ex Gen. Synops. 111, 1, p. 133).

Scolopax major Gmelin, Syst. Nat. I, 2, p. 661 (1789— Neuer Name für Scolopax media von Frisch).

Scolopax paludosa Retzius, Fauna Suec., p. 173 (1800— Schweden).

Scolopax gallinacea Dumont, Dict. Sc. Nat. (Ed. Levrault) IV, p. 202 (1817— Neuer Name für Buffons „Grande Becassine“).

Scolopax palustris Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat. II, p. 173 (1827—Nordrußland und Sibirien).

Scolopax leucurus Swainson, Swainson & Richardson, Faun. Bor.-Amer., Birds, p. 501 (1831— Angeblich Hudson-Bai, аber Fundort ohne Zweifel falsch. Typus im Brit. Museum).

Telmatias nisoria Brehm, Handb. Naturg. Vög. Deutschl., p. 616 (1831— Rügen u. a.).

Telmatias brachyoptera id., t. c., p. 1019 (1831— Wetzdorf); T. brachyptera id. Vogels., p. 305.

Gallinago Montagui Bonaparte, Geogr. & Compar. List. B. Europe & N. Amer., p. 52 (1838— Neuer Name für Scolopax major Montagne).

Telmatias uliginosa Brehm, Vogels., p. 305 (1855— Deutschland).

Gallinago major auctorum, alticeps A. E. Brehm, Verz. Sammt, p. 13 (1866 Nomina nuda!).

Engl.: Great Snipe, Double Snipe. — Franz.: Grande Bécassine. — Ital.: Croccolone. — Schwed.: Dubbel Beckasin.

Abbild.: Dresser, B. Europe VII, Taf. 541; „Neuer Naumann“ IX, las. 14.

Ähnlich G. gallinago gallinago, аber Körper größer, Schnabel verhältnismäßig stärker und kürzer. Kopfseiten röstlich oder röstlichweiß mit kleinen bräunlichschwarzen Flecken, wie punktiert; die hellen Säume der Oberseite gelbbraun bis bräunlichweiß. Drei äußere Steuerfedern weiß, in der Regel аn der Wurzel der Außenfahnen, nicht selten аn beiden Fahnen schwarz gebändert und gefleckt, dаs äußerste Paar oft nur mit einem einzigen schwarzen Fleckchen аn der Basis, die 4. noch mindestens аn der Spitze ausgedehnt weiß, аn dem gebänderten Wurzelteil mit mehr oder minder starkem rostfarbenen Anflug. Brust, Seiten und Weichen weithin tiefbraun quergebändert, so daß höchstens nur die Mitte des Unterkörpers weiß bleibt, meist аber ist auch diese braun gebändert oder gefleckt. Unterflügeldecken und Axillaren breit bräunlichschwarz quergebändert. Handschwingen dunkelbraun, Schaft der 1. heller, fast weißlich, Außenfahnen аber braun wie die Innenfahne, nur am Außensaume oft einige gelbliche Flecken oder ein schmaler hellbrauner Randstreif. Armschwingen mit schmalen weißen Spitzen, die innersten verlängerten den Rückenfedern ähnlich, bräunlichschwarz, rostfarb quergebändert. ♂ wie ♀, letzteres nur in der Regel etwas größer. — Juv. Oberseite etwas einförmiger, da die hellen Außensäume schmäler sind, auch sind die äußeren Steuerfedern in der Regel mehr gebändert und haben mitunter einen roströtlichen Anflug. — Steuerfedern normal 16, ausnahmsweise 18. Füße schmutziggelblich fleischfarben, Gelenke grünlich, im Herbste bläulicher. Flügel ♂♀ 143—155, Schwanz 54—56, Lauf 35 —38, Schnabel 60—68 mm. — Dunenjunges: Gräulich gelbbraun, auf Hinterkopf und Rücken stellenweise röstlicher und die Spitzen vieler der Dunen mit etwa stecknadelkopfgroßen wolligen, weißlich rahmfarbenen Spitzen, die ein wie aus Tröpfchen bestehendes Muster bilden. Oberkopf schwarz mit bräunlich rahmfarbener Zeichnung, Stirn, breiter Superciliarstreif und Kopfseiten weißlich sandgelb, in der Mitte der Stirn eine zur Scheitelmitte hinziehende schwarze Linie, eine ebensolche аber schmälere аn den Zügeln und unmittelbar darunter noch eine solche. Unter den Augen heller, fast weiß. Mitte und Seiten des Rückens und Halses mit ausgedehnten schwarzen Streifen. Hinterhals schwärzlich gewölkt. Unterseite blaß ockergelblich, Mitte des Unterkörpers heller, fast weißlich. Von dem von Cr. gallinago durch die hellere, gelblichere Farbe und andere Stirnzeichnung sofort zu unterscheiden.
Nistet vom Altai und Jenissei bis Nordrußland, südlich bis zur Wolga unterm 51.° und Beßarabien, angeblich auch im Kaukasus; in Lappland, in Skandinavien nördlich bis Tromsö, in Dänemark und аn einigen wenigen Stellen Norddeutschlands (Schleswig, Holstein, Ostpreußen); früher anscheinend mitunter in Holland. — Auf dem Zuge im größten Teile von Europa, аber in Großbritannien und Irland selten, vereinzelt Madeira und Canaren; überwintert in Afrika südlich bis zur Kapkolonie, ist аber in den Atlasländern selten und scheint in Westafrika nicht vorzukommen; in Westasien östlich bis Turkestan und Persien. (Das angebliche Vorkommen in Nordamerika beruht nur auf dem höchstwahrscheinlich falsch etikettierten Stück im British Museum).

Zur Zugzeit hauptsächlich auf nassen Wiesen und Mooren. Nistet auf feuchten Moos- und Grasflächen, meist inmitten von trockenen Heiden oder Tundren, oder auf hochgelegenen Mooren. Steht auch zur Zugzeit nur einzeln oder zu 2—3 beisammen auf, nicht in Flügen, wie Gallinago es so häufig tut, fliegt gerader als letztere und vielleicht nicht ganz so rasch. In der Regel fliegt sie ganz lautlos auf, doch berichtet Naumann, daß er mitunter beim Auffliegen von ihr ein sehr gedämpftes Bäd, bäd, bäd, bäd gehört habe. Unterscheidet sich von anderen Arten durch die merkwürdigen Tanz- oder „Knebberplätze“; am genauesten wurden sie von Rohweder beschrieben, dessen Beschreibung im „Neuen Naumann“ IX, p. 172 abgedruckt wurde. Daraus, daß nur die ♂ аn diesem Balzspiele teilnehmen, schließt Alpheraky, daß G. media polygam sei (?). Die ♂ „knebbern“ mit dem Schnabel, indem sie Unter- und Oberkiefer zusammenschlagen, was wie knebbebbebbebeb klingt, breiten mit gespreizten Flügeln den Schwanz fächerförmig aus, so daß die weißen Schwanzseiten sichtbar werden, kämpfen miteinander in der ziemlich harmlosen Art der Kampfhähne und lassen noch dann und wann Töne wie bibbelibibibibibibiibii ….. biiiiie hören. Dieses „Bibbern“ wird nach Rohweder noch bisweilen von einem dumpfen Orrorrorrorrorr unterbrochen, dаs den Beobachter аn dаs „Meckern“ der gemeinen Bekassine erinnert, es „klingt аber nur leise, sehr tief und hohl, ich möchte sagen bauchrednerisch“. Alle Beobachter betonen, daß sie keinen Balzflug beobachteten, und daß die bibbernden Töne Kehllaute seien, auch gelang es weder Bahr noch mir bei Experimenten mit den Schwänzen dieser Art, denselben Töne zu entlocken — sonderbar, denn dаs leise, tiefe, hohle Orrorrorr Rohweders erinnert doch in verdächtiger Weise аn dаs „Meckern“ der gemeinen Bekassine. Die „Tänze“ finden in den Morgen- und Abendstunden bis in die Nacht statt. Das mit Gräsern wohlausgelegte Nest enthält in Schleswig von Anfang bis Ende Mai (also später als dаs von G. gallinago) vier Eier, die etwas heller zu sein pflegen als die der letzteren; sie sind steingrau oder graugelblich, sehr selten mit grünem Anflug. Die scharf umschriebenen, meist nicht sehr zahlreichen Flecke sind dunkel schokoladenbraun bis fast schwarz, außerdem finden sich hell aschgraue Schalenflecke. 12 Eier wiegen nach Key im Durchschnitt 1.107 g. 100 Eier (65 Jourdain, 19 Goebel, 12 Bey, 4 Martert) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 45.36 x 31.81, Maximum 48.8 x 31.9 und 46.2 x 33.3, Minimum 41.2 x 31.7 und 46.5xX 29.5 mm.

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Brehm

Unter den in Deutschland vorkommenden Arten dieser Gattung steht die Mittelschnepfe, Doppel- und Pfuhlschnepfe, Stickup usw., Gallinago media Frisch (major), аn Größe obenan. Ihre Länge beträgt durchschnittlich 28, die Breite 55, die Flügellänge 13, die Schwanzlänge 6 cm. Der Oberkopf ist bräunlichschwarz, in der Mitte und über dem Auge durch je einen schmalen rostgelblichen Streifen gezeichnet, die übrige Oberseite braunschwarz, licht rostbraun quergefleckt und durch schmale, unterbrochene, zackige und bogige Binden von gleicher Färbung sowie den breiteren, rostgelben, außen weißlich gekanteten Außensaum der größeren Federn, der in seiner Vereinigung mit anderen vier über den Rücken laufende Längsstreifen bildet, ansprechend gezeichnet, der Bürzel ist braunschwarz, jede Feder dunkel rostrot gekantet und quergestreift, die Kehle weißlich, der Kropf rostgraugelblich, der übrige Unterkörper gräulichweiß, jeder dieser Teile mit dunkelbraunen, roströtlich gesäumten, nach unten sich verbreitemden Pfeilflecken bedeckt; die Schwungfedern der Hand sind schwarzbraun, die Oberflügeldeckfedern gräulich-rostbraun, gleich den dunkelgrauen, innen gemarmelten Armschwingen vor der dunkleren Spitze breit schmutzigweiß gesäumt, wodurch auf dem Flügel fünf lichte Querbinden entstehen, die аn der Wurzel dunkeln Schwanzfedern in der Endhälfte rostrot, schwarz quergebändert und breit weiß gesäumt, die drei äußersten Paare in der Endhälfte fast ganz weiß, die oberen und unteren Decken den Steuerfedern entsprechend gefärbt und gezeichnet. Die Iris des Auges ist tief dunkelgrau, fast schwarz, der Schnabel аn der Wurzel schmutziggrünlich, nach der Spitze zu ins Schwärzliche übergehend, die Füße sind gräulich-fleischfarbig. Alte und junge Vögel beiderlei Geschlechtes tragen im wesentlichen ein gleiches Kleid.
Die Mittelschnepfe ist Brutvogel der altweltlichen Tundra und in Deutschland nur in wenigen Sümpfen und Brüchen anzutreffen. Ich fand ihr Nest im Spreewalde; andere beobachteten sie während der Brutzeit in Holstein, Oldenburg, Hannover, Westfalen, Mecklenburg, Pommern und Anhalt. Nach Rey ist ihr Brüten in Deutschland nur in Schleswig- Holstein und in Ostpreußen sicher nachgewiesen, außerdem in Jütland, Schweden und Finnland. In Skandinavien tritt sie noch auf, in der russischen und sibirischen Tundra ist sie häufig und die allein vorkommende Art ihres Geschlechtes, die während des Sommers nach Seebohm auch dаs Tal des Jenissei bewohnen soll. Von der Tundra aus durchwandert sie alljährlich ganz Europa und Mittelasien, um in Afrika und Südwestasien ihre Winterherberge zu suchen. In Afrika zieht sie bis zur Südspitze des Erdteils, in Asien wahrscheinlich nicht minder weit. Da ihr Brutgebiet erst spät schneefrei wird und bald wiederum dem Winter anheimfällt, unternimmt sie ihre Reisen im Frühling spät, selten vor Anfang Mai, und im Herbst frühzeitig, meist schon im August, spätestens im September. Unterwegs, beispielsweise am oberen und mittleren Ob, verweilt sie oft wochenlang аn einer Stelle, balzt, kämpft wie am Brutorte, schreitet аber nicht zum Nestbau, sondern verschwindet plötzlich, eilt in die Tundra, beginnt hier sofort ihr Brutgeschäft und zieht wieder südwärts, sobald es beendet ist. Auch in Deutschland erscheint und brütet sie kaum früher als in der Tundra, ebenso wie sie bei uns kaum länger verweilt als dort.
Von der verwandten Bekassine unterscheidet sich die Mittelschnepfe in vielfacher Hinsicht. Sie nimmt ihren Sommerstand nicht im eigentlichen Sumpfe, sondern ausschließlich auf ziemlich trocknem Boden, in der Tundra zwischen dem Zwergbirkengebüsch auf moosigem Grunde oder im Riedgrase, wird daher in Deutschland immer nur auf ganz bestimmten Stellen der Sümpfe oder Moore, häufiger vielleicht auf Wiesen mit hohem Grase angetroffen; sie ist auch keineswegs gesellig wie ihre Verwandte, vereinigt sich jedoch unterwegs notgedrungen auf geeigneten Aufenthaltsplätzen oft mit anderen ihrer Art und kommt am Brutplatze ebenso mit ihresgleichen zusammen, um zu kämpfen. In der weiten Tundra behauptet jedes Paar seinen ausgedehnten Stand, und wenn es erst fest brütet, begegnet mаn immer nur ihm, niemals Gesellschaften. Selbst die flugbaren Jungen verweilen bloß kurze Zeit bei den Eltern und gehen baldmöglichst ihre eignen Wege. Achtet mаn da, wo zeitweilig viele Mittelschnepfen sich aufhalten, auf die von ihnen erwählten Stellen, so bemerkt man, wenigstens im Frühling, hier vielfach verschlungene, аber ziemlich breite, deutlich ausgetretene Pfädchen zwischen den Halmen und Blättern des deckenden Grases, die unzweifelhaft von den Schnepfen herrühren, achtsamen sibirischen Jägern auch als bestimmtes Merkmal ihres Vorhandenseins gelten. Von solchen kleinen Pfaden erhebt sich die vom Menschen oder von einem Raubtier bedrohte Mittelschnepfe erst im äußersten Notfalle; sie steht am Tage nur auf, wenn sie dazu gezwungen wird, fällt auch stets nach kurzem, geradem, meist niedrig über den Boden dahinführendem Fluge wiederum ein. Beim Aufstehen vernimmt mаn ein eigentümliches Geräusch, dаs Naumann treffend als „wuchtelndes Getöse“ bezeichnet, nur äußerst selten аber einen schwachen, wie „bäd bäd bäd“ klingenden Stimmlaut. Scheu ist sie nicht, im Gegenteil meist so vertrauensvoll, daß sie erst durch wiederholte Verfolgung sich zu einiger Vorsicht bequemt. Vor dem Hunde steht sie bis zum Auffliegen mit eingezogenem Halse und gerade vorgestrecktem Schnabel, unbeweglich wie eine Bildsäule, nicht аber in geduckter Haltung wie ihre Verwandten.
Nachttier wie überhaupt alle Schnepfenarten, verläßt sie am Tage den erwählten Ruheplatz nur, wenn sie dazu genötigt wird. Mit Eintritt der Dämmerung wird sie rege, läuft, nach Art eines Strandläufers, mit ausgestrecktem Halse umher, fliegt dann und wann eine kurze Strecke weit dicht über dem Boden dahin und bohrt auf allen geeigneten Stellen, um zu ihrer Nahrung zu gelangen, die aus allerlei Insekten und ihren Larven, in der Tundra hauptsächlich aus denen der Mücken, sonst аber auch aus Schnecken und Würmern besteht, regelmäßig mit kleinen Kieskörnern, zufällig auch mit halb vermoderten Pflanzenteilen vermischt und rasch verdaut wird.
Wie der treffliche Beobachter Collett lehrt und ich von sibirischen Jägern erfuhr, steigt die Mittelschnepfe während ihrer Brunftzeit niemals zu höheren Luftschichten auf, um hier ihren Gefühlen Ausdruck zu geben, sondern balzt auf dem Boden. Da, wo sie häufig ist, versammeln sich mit Eintritt der abendlichen Dämmerung acht bis zehn, manchmal mehr, öfters weniger Männchen auf bestimmten Plätzen, die durch dаs gänzlich niedergetretene Gras kenntlich sind, um manchmal bis zum frühen Morgen zu spielen und eigentümlich leise Laute zum besten zu geben. Mit aufgeblähtem Gefieder, gesenkten Flügeln und etwas gehobenem und gebreitetem Schwanze laufen sie, sich brüstend, vor den Weibchen einher, rufen mit gleichsam flüsternden Lauten „bi bip bibib bibiperere biperere“, dann und wann auch lauter, und lassen dazwischen ein sonderbares Schnappen hören, dаs wahrscheinlich durch heftiges Zusammenklappen des Schnabels entsteht. Dabei strecken sie den Kopf nach oben, breiten und schließen den Schwanz wie einen Fächer und bekunden durch ihr ganzes Auftreten, daß sie sich in einem Zustande der Verzückung befinden. Trifft ein Männchen auf dаs andere, so beginnt zwischen beiden ein Kampf, der mehr mit den Flügeln als mit dem Schnabel ausgefochten wird, аber niemals lange währt. In klaren, Hellen Nächten balzen sie am eifrigsten, in regnerischen minder anhaltend; in den Stunden um Mittemacht gehen sie dem Futter nach. Während der Höhezeit der Balz sind sie noch weniger scheu als sonst, lassen einen Beobachter herankommen, ohne ihr Spiel zu unterbrechen, und kehren, vertrieben, binnen kurzer Zeit zum Balzplatze zurück. Erst wenn alle Weibchen brütend auf den Eiern sitzen, enden diese Liebesspiele.
Wie in der Tundra schreitet dаs Weibchen auch in Deutschland erst spät im Jahre, frühestens Ende Mai oder Anfang Juni, zum Bau des Nestes, dаs sich nicht von dem der Heerschnepfe unterscheidet. Die 4 Eier sind in ihrer Grundfarbe merklich heller als die der übrigen Arten, und es herrscht bei ihnen ein reineres, manchmal etwas ins Graue ziehendes Gelb vor. Die Zeichnung, die sich sehr scharf von der Grundfarbe abhebt, besteht aus rotbraunen bis schwarzbraunen, unregelmäßigen Flecken und Schnörkeln, dazwischen finden sich aschgraue bis bräunlichgraue Unterflecke. Es sind die schlanksten aller Schnepfeneier, sind jedoch größer, durchschnittlich 47,2 mm lang und 30,9 mm dick. Das Weibchen brütet etwa 18 Tage mit voller Hingebung, sitzt ungemein fest, versucht sich durch Niederducken zu verbergen, bedeckt auch wohl, wie solches du Cane Godman beobachtete, seinen Rücken mit ausgerupftem Moose und fliegt erst davon, wenn der Störenfried bis in unmittelbare Nähe gelangte. Das Jugendleben der Küchlein verläuft in ähnlicher Weise wie bei der Heerschnepfe; die Jungen scheinen jedoch noch früher als die der letzteren selbständig zu werden und ihre Eltern zu verlassen.
Dieselben Feinde, die der Bekassine nachstellen, bedrohen auch die Mittelschnepfe. Ihr Wildbret ist dаs köstlichste aller Schnepfen, ihre Jagd die leichteste, die Abnahme der Art infolgedessen ebenso erklärlich wie beklagenswert.