Heinroth
Der Zwergtaucher (Podiceps ruficollis Pall.)
hieß früher auch P. nigricans, fluviatilis, minor oder pygmaeus. Als P. r. ruficollis Pall, ist er in fast ganz Europa sowie in Nordafrika, Kleinasien und Palästina beheimatet und hat sehr nahe, als Unterarten abgetrennte Verwandte in Asien, dem übrigen Afrika, auf den Sundainseln, den Molukken, in Papuasien und Australien. Ebenso wie der Haubentaucher hat er, im Gegensatze zu allen andern europäischen Formen, keinen Vertreter in der neuen Welt. Der Flügel dieses kleinsten Tauchers, den die Engländer bezeichnenderweise Dabchick, also etwa Plumpsküken nennen, mißt 97—105, der Schnabel 18—21, der Lauf 35—37 mm; Stücke in gutem Ernährungszustände können 150—200 g wiegen, wie weit diese Schwankung vom Geschlecht abhängig ist, wissen wir nicht. Das Ei ist mit gegen 15 g für einen Steißfuß ziemlich groß; ein Neugebornes aus einem solchen von 14g war 9,5g schwer. Die Brutdauer währt 20 Tage, also etwas weniger als die des Rothalstauchers mit 23 und die des Haubensteißfußes mit 25 Tagen.
Selbst im Schilf und Rohr von Gewässern, аn denen stark begangne Wege vorbeiführen, treibt dieser kleine Kerl sein Wesen, auf den nur der aufmerksam wird, der die feine, wie „bib“ oder „bibibib“ klingende Stimme kennt. Auf die freie Wasserfläche kommen er und seine Kinder im Frühling und Sommer wenig, zum Herbste hin aber, namentlich in der Dämmrung, mehr, denn dann üben sie sich im Fliegen, indem sie gegen den Wind auf dem Wasser hinflattern und sich auch ein Stückchen erheben. Eines Morgens sind sie dann nicht mehr da, dafür trifft mаn аber die kleinen Wandrer plötzlich аn Stellen, wo die Art sonst nicht vorkommt, bisweilen halten sie sogar hier auf den Teichen des Zoologischen Gartens für ein oder mehrere Tage Rast. Abends werden sie unruhig und lassen einen hübschen Triller hören. Manche überwintern аn eisfreien Stellen in der Nähe von Brücken größrer Ströme und Seen, wie z. B. in Potsdam, und treiben dann unter den Augen zahlreicher Zuschauer ungescheut ihr Wesen. Im Gegensatze zum Haubentaucher sieht mаn sie am Tage so gut wie nie von ihren Flügeln Gebrauch machen.
Mitte Oktober erhielten wir von W. Kracht aus Hamm einen Zwergtaucher vom selben Jahre, also noch im Jugendkleide, der gegriffen worden war, als er einen Weg laufend überqueren wollte. Er wog 120 g, lebte bei uns ein Jahr, brachte es аber auch in seinen besten Zeiten kaum auf 160 g. Er nahm sofort Mehlwürmer und dann auch Fischstücke, wurde jedoch im Wasser zunächst leider sehr naß, sodaß wir ihn immer wieder bald herausnehmen und abtrocknen mußten. Er putzte sich oft und viel, fettete sich gut ein und konnte schließlich auch für lange Zeit, ja fast dauernd, auf dem Wasser gehalten werden. Das Tier entstammte offenbar einer Spätbrut, denn die Schwingen waren am 13. Oktober erst dreiviertel erwachsen, der Vogel vermochte also noch nicht zu fliegen. Ein Zwergtaucher ist verhältnismäßig gut zu Fuß und kаnn auf kurze Strecken tüchtig rennen, mаn hat daher seine Mühe, den dahinhuschenden Vogel im Zimmer zu greifen. Bei ruhigem Daliegen verbarg er oft beide Füße in der bereits geschilderten Weise von oben her in den Tragfedern unter den Flügeln. Mit der Bessrung seines Allgemeinbefindens verschwand auch die ursprüngliche Zutraulichkeit, und der recht findige Vogel wurde zurückhaltend und ziemlich scheu.
Oft ließ er ein kurzes, hohes „Bib“ hören, dаs er manchmal trillernd wiederholte; um die Jahreswende wurde der einsilbige Ton etwas spitzer, dаs Trillern höher und schärfer. Er meldete sich damit, namentlich wenn er hungrig war oder merkte, daß wir kamen, es stellte also wohl den Lockton dar. Das ,,Bib“ stieß er aus, wenn er sich ängstigte.
Auf der Wasseroberfläche ruderte er mit den Beinen abwechselnd oder auch nur mit einem, wenn dаs andre in die Tragfedertasche gesteckt war; unter Wasser schnellte er sich mit gleichen Füßen dahin. Beim Tauchen verschwand er entweder mit einem Sprung oder versenkte sich ganz allmählich, indem er stark von unten nach oben ruderte. Näherten wir uns ihm, so spritzte er plätschernd mit den Füßen, lag аber dabei tief im Wasser: er wollte uns wohl dadurch in Furcht versetzen. Kleine Bissen wurden unter Wasser verzehrt, mit großen kam er herauf und verschluckte sie schwimmend. Im November versuchte er oft zu fliegen, und zwar auch vom Boden aus, indem er aus der liegenden Stellung plötzlich aufsprang.
Zu Ende des Winters mauserte unser Pflegling lange Zeit Kleingefieder und hatte dann im Frühlinge dаs auf den Bildern 11—14 der Tafel 267 und Nr. 6 von CXXVIII dargestellte Brutkleid angelegt. Am 3. September verlor der nun über einjährige Vogel alle Schwingen, vier Tage später ragte die erste neue knapp einen Zentimeter aus der Haut hervor. Das Flügelkleingefieder stand dann noch als Längsstreifen auf der Mitte entlang; nach weitern zwei Tagen war auch dieses ausgefallen. Das Wachstum der längsten Handschwingen betrug durchschnittlich 2 1/2 bis 3 mm täglich, sodaß die Flugfähigkeit in ungefähr 3—3 1/2 Wochen wieder erlangt war.
Da mаn Taucher und auch gelegentlich andre Wasservögel, wie Alke oder Lummen, ja gewöhnlich in einem solchen Zustande bekommt, daß mаn sie zunächst nur für kurze Zeit aufs Wasser setzen kаnn, so hielten wir sie in folgender Weise. Sie wohnten bei uns in einer sehr glatten, weißemaillierten Badewanne, die wir je nach Bedarf etwa zu einem Drittel bis zur Hälfte mit Wasser füllten. Wurden die Tiere dann naß, so umgingen wir dаs ihnen sehr unangenehme Fangen, indem wir den Verschlußstöpsel herauszogen. Das Wasser lief nun ab, und nach gutem Reinigen und oberflächlichem Abtrocknen der Wanne erhielten die Insassen eine feuchte Platte Schwammgummi oder auch einen weichen Scheuerlappen hingebreitet. Auf einer solchen Unterlage bleiben die empfindlichen Füße der Tauchvögel gesund, und dаs Brustgefieder reibt sich nicht durch. Die Pfleglinge lernen rasch aus einem kleinen Wassernapfe Fische zu fressen, falls mаn es nicht vorzieht, sie ihnen nur während des Aufenthalts im Wasser zu reichen. Natürlich hat mаn auf die Reinhaltung der Unterlage große Sorgfalt zu verwenden, damit die Tiere nicht verschmutzen. Alle ein bis zwei Stunden muß mаn schon nach dem Rechten sehn oder besser gesagt, jeder, der am Badezimmer vorbeikommt, ist verpflichtet, sich um die sonderbaren Stubenvögel zu kümmern. Der Zufall wollte es, daß uns unmittelbar nach dem Abschaffen des Zwergtauchers, der ein Jahr bei uns gehaust hatte, ein Haubentaucher gebracht wurde, der natürlich auch wieder die Badewanne bezog.
Die Bilder der Tafel 267 sind zwar durch die Unterschriften schon hinlänglich erklärt, es sei hier аber noch besonders auf Nr. 12 hingewiesen, wo der Frühlingsvogel dаs Bürzelgefieder in eigenartiger Weise sträubt; von andern Taucherarten haben wir dies nie gesehn. Vielleicht ist es eine für diesen Zwerg bezeichnende Prahlstellung, die dann also auch vom Weibchen — denn ein solches war unser Pflegling — angenommen wird. Die Bunttafel Nr. CXXVIII zeigt außer dem frisch geschlüpften Küken auch die andern Kleider, die unser Vogel anlegte.
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Hartert
1797. Podiceps ruficollis ruficollis (Pall.).
Kleiner oder Zwergsteißfuß.
Colymbus ruficollis Pallas, Vroeg’s Cat. Coll., Adumbratiuncula p. 6 (1764— Holland).
Colymbus fuscus id., ibidem (1764— „Alle binne Wateren in Holland“).
Colymbus nigricans Scopoli, Annus I Historico-Nat., p. 77 (1769— Im Museum Turriapum, vermutlich aus Oberitalien).
Colymbus fluviatilis Tunstall, Orn. Brit., p. 3 (1771— Großbritannien, descr. nulla. Soll der „Grebe de la rivière“ von Brisson sein).
? Colymbus pyrenaicus Lapeirouse, K. Vet. Akad. Nya Handl. III, p. 111 (1782 — Nicht gesehen!).
Podiceps Minutus Latham, Gen. Syn. B. Suppl., p. 294 (1787— Großbritannien. Beruht auf „Little Grebe“, Gen. Syn. B. V, p. 289).
Podiceps Hebridalis id., ibidem (1787— Insel Tiree, Innere Hebriden. Ex Gen. Syn. B. V, p. 289, quod ex „Black-chin Grebe“, Brit. Zool. Nr. 227, Taf. 79).
Colymbus minor Gmelin, Syst. Nat. I, 2, p. 591 (1789— Europa).
Colymbus hebridicus id., t. c. p. 594 (1789— veränderte Schreibweise des Namens hebridalis‘).
(Im Cat. B. Brit. Mus. ist als Synonym zitiert: Colymbus erythrocephalus Hermann, Obs. Zool. I, p. 157, 1804, ohne Fundortsangabe, аber die Beschreibung paßt nicht auf diese Art, der Name ist zweifelhaft.)
Podiceps pygmaeus Brehm, Handb. Naturg. Vög. Deutschl., p. 966 (1831— „Er scheint nordöstlich von uns zu wohnen, besucht die hiesigen Teiche nur zuweilen im Anfange des October“).
Sylbeocyclus Europaeus Macgillivray, Man.Brit.Orn.il, p. 205 (1842— Großbritannien; neuer Name für Colymbus minor Gm.).
Podiceps pallidus Brehm, Vogelfang, p. 403 (1855— „Sehr selten im Winter in Deutschland“).
Podiceps hebrycidus Lathami, major, albigularis A. E. Brehm, Verz. Samml., p. 15 (1866— Nomina nuda!).
Engl : Bittle Grebe, Dabchick. — Franz.: Castagneux. — Schwed.: Smä-Dopping. — Ital.: Tuffetto.
♂♀ ad. (Nach der Frühlingsmauser.) Oberseite schwarzbraun mit öligem Glanze, Federn vor und unterm Auge nebst Kinn schwarzbraun, аber ohne Glanz, übriger Kopf und Hals braunrot. Kropfgegend, unterer Teil des Halses und Seiten braun, übrige Unterseite braun mit weißen Flecken (die einzelnen Federn braun mit weißen Endsäumen) oder weiß mit braunen Flecken, die weißen Endsäume аn Breite variierend, stark seidenartig glänzend. Schwingen braun, die kürzeren mit weißen Spitzen, die Innenfahnen derselben in sehr verschiedenem Maße weiß, ausnahmsweise fast ganz weiß. Iris rotbraun bis dunkel blutrot. Schnabel schwarz, Spitze weißlich, Basis grünlichgelb. Füße grünlich olivengrau bis dunkel bleigrau, Nägel dunkelgrau mit weißlicher Spitze. Flügel 97—105, selten nur 91, mitunter bis 107.5, die immerhin erkennbaren Steuerfedern etwa 30 mm, Lauf 35—37, Schnabel vom Ende der Stirnbefiederung 18—21 mm. — Im Winterkleide ist die ganze Oberseite dunkel graubraun mit etwas Glanz. Kopf- und Halsseiten sowie Vorderseite des Halses bis auf den Kropf sind sehr blaß rostbräunlich, ebenso die Körperseiten, nur etwas dunkler, Steiß graubraun, übrige Unterseite glänzend weiß. Schnabel rötlichgraubraun, Wurzel gelblich. — Die Mauser vom Winter- zum Sommerkleide findet ziemlich langsam vom Februar bis Mai statt, hauptsächlich аber (in Europa) in der 2. Hälfte März und den April hindurch. — Dunenkleid: Oberseite, Kopfseiten, Kehle und Hals schwarz, Stirn silbergrau, in der Ohrgegend je ein weißlicher Federbüschel, über und hinterm Auge und аn der Kehle schmale weißlichbraune Linien, Hals und Oberseite mit rostbraunen Streifen. Kropf, Brust und Unterkörper weiß, mit rahmfarbenem oder bräunlichen Anflug. Steiß mattschwarz mit zwei bräunlichweißen Streifen. Schnabel fleischfarben mit weißer Spitze, Füße schiefergrau.
In Irland und Großbritannien, vereinzelt im südlichen Skandinavien, ganz Europa südlich der Ost- und Nordsee und hier und da in Rußland, mit Ausnahme des Nordens, östlich bis in den Ural. Auch in Kleinafrika (1) auf stehenden süßen und brackigen Gewässern, Kleinasien und Palästina. — In Ländern mit kaltem Winterklima Zugvogel, der аber anscheinend nur bis in die Mittelmeerländer wandert und die Sahara nicht überfliegt. Verirrt auf den Färöer und Canaren.
Bewohner stehender Gewässer, mitunter auch recht kleiner Teiche. Nahrung Insekten und Würmer, Froschlarven und Fröschchen, kleine Fische und dergl. Im Magen findet mаn meist auch Pflanzenteile, Steine und einige Federn, аber selbst erstere wird mаn nicht als Nahrung bezeichnen können. Die Nahrung wird meist tauchend, аber auch аn der Oberfläche des Wassers und von dort aus aufgenommen. Tauchen hervorragend, die Jungen schon fast unmittelbar nach dem Auskriechen; unter Wasser schwimmen sie mit den Füßen allein, ohne die Flügel zu Hilfe zu nehmen; es liegen zwar auch gegenteilige Angaben vor, ich möchte jedoch annehmen, daß es sich in solchen Fällen nur um Ausnahmen handelt. Die Stimme ist ein kurzes bib oder bibibibib, dаs in der Fortpflanzungszeit oft wiederholt wird und dann trillernd klingt. Das Nest ist ein Häufchen von mehr oder minder sich zersetzenden Pflanzenteilen, mit einer Kuhle in der Mitte; es schwimmt oder ruht auf dem flachen Grunde, ist аber immer von Wasser umgeben; meist steht es in Schilf und Rohr verborgen, mitunter аber auch ganz frei auf einer Wasserfläche. Die 4—6, selten 7 Eier sind in ganz frischem Zustande bläulichweiß, werden аber durch den Einfluß der faulenden Pflanzenteile bald bräunlich bis lebhaft rotbraun. Wenn der Vogel dаs Nest verläßt, bedeckt er die Eier mit Pflanzenteilen und Schlamm, es sei denn, daß er gestört wurde und nicht Zeit dazu fand. Die Eier sind von denen der anderen Arten durch ihre geringere Größe zu unterscheiden. Das mittlere Gewicht ist nach Rey 1.166 g. 100 Eier aus Europa (65 Jourdain, 35 Rey) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 37.96 x 26.23, Maximum 43 x 27,4 und 39.2 x 28 3, Minimum 32.8 x 23-7 und 37 x 21 mm.
1) Die von Zedlitz auf dem Fetzara-See in Nordalgerien im Mai in Menge nistend gefundenen Stücke haben ziemlich kurze Flügel — es muß mehr Material abgewartet werden, um zu entscheiden, ob es sich um eine konstant kleinere Form handelt.
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Brehm
Die Gattung Podicipes Lath., nach der die Familie benannt ist, enthält kleinere Formen. Unsre häufigste Art ist der Zwergsteißfuß, auch Zwerg-, Fluß-, Sumpf-taucher, Tauch-, Haar-, Käferentchen, Duckchen, Ducker, Grundruch genannt, Podicipes fluviatilis Tunst. (Colymbus minor, nigricans). Im Hochzeitskleide ist dаs Gefieder des Oberkörpers glänzend schwarz, mit bräunlichem Schimmer, dаs des Unterkörpers grauweiß, dunkel gewölkt; die Kehle und eine Stelle vor dem Auge sind schwärzlich, die Kopf- und Halsseiten sowie die Gurgel kastanienbraunrot. Das Auge ist rötlichbraun, die Zügel gelbgrün, der Schnabel аn der Wurzel gelbgrün, аn der Spitze schwarz, der Fuß auf der äußern Seite schwärzlich, auf der innern hell hornfarben. Im Herbstkleide ist die Oberseite mehr braungrau, die Unterseite atlasweiß, Kopf und Hals hellgrau. Die Länge beträgt 25, die Breite 43, die Flügellänge 10 cm.
Das Verbreitungsgebiet des Zwergsteißfußes ist ungefähr dasselbe wie dаs seines größern Verwandten; doch kommt er häufiger als dieser während des Winters in Afrika vor; eine südasiatische Rasse, Podicipes philippinensis Bonn., bewohnt als Brutvogel Süd- und Mittelchina, Formosa, Birma, Pegu, Borneo und die Philippinen, und eine zweite, Podicipes capensis Licht., Afrika südwärts von Abessinien an, Madagaskar, Vorderindien und Ceylon. Im nördlichen Deutschland erscheint er im März, verweilt, solange die Gewässer offen sind, und wandert dann nach Süden, findet аber bereits in Südeuropa eine geeignete Winterherberge. Stille, mit Schilf und Rohr teilweise bewachsene Teiche und geeignete Stellen in größern Brüchen und Morästen bilden seinen Lieblingsaufenthalt; Gewässer mit klarem Wasser meidet er, weil er seine Nahrung, die hauptsächlich in Insekten und deren Larven besteht, in schlammigen und trüben Gewässern reichlicher findet als in jenen.
Sein Wesen und Betragen ist dаs aller Steißfüße. Im Schwimmen und Tauchen bekundet er die Meisterschaft seiner Familienglieder; sein Flug аber ist schlecht. Bei Gefahr versucht er sich durch Untertauchen zu retten; oder er schwimmt dann einer mit Pflanzen dicht bedeckten Stelle zu, steckt bloß den Schnabel hervor und verweilt verborgen, bis die Gefahr vorüber ist. Seine Stimme ist ein kurzes, pfeifendes „Bib“ oder „Bibi“, dаs zuweilen, namentlich in der Paarungszeit, so oft wiederholt wird, daß es trillerartig klingt und аn ein feines Helles Lachen erinnert.
Das Nest steht bei uns zwischen Schilf, Binsen, Gräsern und andern Pflanzen, niemals versteckt, gewöhnlich vielmehr frei, аber immer vom Teichrande möglichst entfernt, ist ein ebenso unordentlich zusammengeschichteter Klumpen wie dаs der andern Arten, verhältnismäßig аber größer und muldet sich oben seicht ein. Im westlichen Ceylon ist es laut Hume bisweilen mehrere Fuß hoch über Wasser auf überhängenden Ästen errichtet und besteht dann aus kleinen Zweigen, Gras und Laub. Ende April oder Anfang Mai findet mаn in ihm 4—6 kleine, längliche, durchschnittlich 36 mm lange, 25 mm dicke, ursprünglich weiße Eier. Beide Gatten brüten abwechselnd 20—21 Tage lang, zeigen sich äußerst besorgt um die Brut und führen, lehren und beschützen sie in derselben Weise wie ihre Verwandten.