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Podiceps auritus

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Bezzel

Podiceps auritus (L.) – Ohrentaucher

Keine klar abzutrennenden Subspezies (zur Variation Fjeldså 1973 b).

Status in ME. Seltener, regelmäßiger Wintergast (8), sowie Durchzügler. Brut 1 x bekannt.

Kennzeichen. Größer als Zwergtaucher. Brutkleid: Schwarzer Kopf und gelbrote Ohrbüschel, Rücken braunschwarz, Hals und Seiten rotbraun, Unterseite weiß. Ruhekleid: Sehr ähnlich Schwarzhalstaucher schwarzweiß, doch gedrungener, gerader Schnabel mit heller Spitze (nur auf kurze Entfernung erkennbar; Vorsicht bei hell glänzenden Wassertropfen!), Kopfzeichnung kontrastreicher (Grenze zwischen dunklem Oberkopf und weißer Wange scharf durch dаs Auge), zwischen Schnabelwurzel und Auge heller Streifen; Weiß der Wangen reicht fast in den Nacken; in der Silhouette flachstirniger als Schwarzhalstaucher. Weißer Flügelspiegel und weißes Dreieck im Schulterbereich (doch kаnn Weiß am Vorderrand fast fehlen bzw. auch weit ausgedehnt sein, vgl. Fjeldsä 1973 b). • Schnabel blaugrau mit weißlicher Spitze; Füße blau bis blaugrün, Laufaußenseite schwarzbraun; Iris ad. Ruhekleid rosa, Brutkleid rot.
Verbreitung und Bestand. Von N-Europa bis Kamtschatka und von Alaska bis Neufundland (Details Fjeldsä 1973 b).
IS: 500-750 (ca. 1970/73). • GB: 52-58 (1971), 51-54 (1973), 70-75 (1976), 53-80 (1980), 52-71 (1981). – DK: 1 Brut 1974. – PL: 1 Brut 1972 N/ ca. 500 (ca. 1970). 8.: 1900-3000, wohl ca. 2500 (1969/72, Regnell 1981 a + b). SF.: <3000 (ca. 1970). • SU: Estn.SSR ca. 500 (ca. 1968).
Dichte: Diskussion mit vielen Daten Regnell 1981 a.
Wanderungen. Zugvogel, überwiegend Kurzstreckenzieher (und in GB wohl Teilzieher). Winterquartier von der Atlantikküste N., W der Ostsee bis Küstengewässer GB/IRL und NW-F, Nordseeküste, N Mittelmeer, Schwarzes Meer, Kaspigebiet. Im Binnenland Mitteleuropas r., аber s. und jeweils nur in wenigen Ind. In Mitteleuropa die frühesten ab Ende Aug (Küste), im Binnenland kaum vor Mitte Sept./Okt.; Maxima der Daten meist Nov. (z B. Dittberner 1977, T uchscherer 1981). Abzug meist im März, einzelne (dann bereits im Brutkleid) bis Mai, ausnahmsweise im Sommer. Ankunft аn Brutplätzen GB März, in Skandinavien im S April, im N Mai (Fragen zur Wanderung einzelner Populationen nach Größenmerkmalen Fjeldsä 1973 b, Potvliege 1978, Ringfunde Migr. Ptiz, Moskau 1978).
Biotop. Eutrophe Seen und Teiche, аber auch vegetationslose Krater- und Hochmoorseen, mitunter Kolonien (minimal 3 m Nestabstand) und ± eng аn Lachmöwe gebunden (Details z. B. Högstrom 1970, Fjeldsä 1973 a). Zur Zugzeit bes. аn Küsten und auf großen Binnenseen.
Nahrung. Insekten, Crustaceen, kleine Fische usw. (Details z. B. Fjeldså 1973 a).
Stimme. Außerhalb Brutzeit schweigsam. Am Brutplatz z. R. laut nasal »jaorrr…« o. ä , Alarmruf »kouie«, lautes Trillern im Duett, аn Zwergtaucher erinnernd usw.
Verhalten. Tag- und nachtaktiv. Nahrungstauchen im Mittel höchstens 30 s, аber max. auch > 1 min; taucht meist im Seichtwasser, doch bis 25 m gemeldet (Details z. B. Fjeldsä 1973 a), Insekten werden auch von der Wasseroberfläche aufgelesen oder aus der Luft geschnappt. Sexualverhalten ähnlich anderen Lappentauchern (ausführlich z. B. Storer 1969, Fjeldsä 1973 c, Regnell 1981 c).
Fortpflanzung. Geschlechtsreife wohl 2. Lebensjahr. Monogame Saisonehe. Nest in Vegetation versteckt, аber auch offen auf dem Wasser schwimmend bzw. einer festen Unterlage aufliegend. Material faulende Pflanzen oder grüne Blätter; Kopulationsplattformen, ♂ und ♀ bauen. Gelege 3-6 (meist 4) Eier (Extreme 1-7); z. B. IS507 3,75, SF46 4,5. Legeperiode Mai, Juni (Nachgelege Aug ). 1 Jahresbrut (gel. 2, z. B. GB), Nachgelege. Brutdauer 22-25 d; Eiablage täglich, gel. Intervall 1 d. ♂ und ♀ brüten, meist ab Vollständigkeit des Geleges. Eier werden beim Verlassen mit Nistmaterial zugedeckt. Junge zunächst auf dem Rücken der ad getragen. Mit 55-60 d Junge flügge, oft schon ab ca. 45 d ± unabhängig. – Bruterfolg: IS von 721 Nestern 24,5 % Totalverlust des Vollgeleges; von 339 Nestern ergaben 63 % der Eier Junge; von 3,58 geschlüpften pull./Paar überlebten 53 % bis 20 d (Details Fjeldsä 1973 d).
Mauser. Jugendmauser (Teilmauser) Sept.-Dez. Brutmauser (Vollmauser) Aug.-Nov. • Ruhemauser (Teilmauser) Febr.-April.
Literatur (7). H. Dittberner, Orn. Jber. Hei- neanum 2, 1977: 5-14 J Fjeldsä, Vi- densk. Medd. Dansk Nat. Foren. 136, 1973 a: 57-95. ders., OS 4,1973 b: 55-86. • ders., Sterna 12,1973 c: 161-217. • ders., Vidensk. Medd. Dansk. Nat. Foren. 136, 1973 d: 117-189. • S. Högström, VF 29, 1970: 60-66. R. Potvliege, G 68, 1978: 121-123. • S. Regnell, VF 40, 1981 a: 13-22. • ders., VF 40, 1981 b: 23-32. • ders., VF 40, 1981 c: 33-46. – W. Storer, Condor 71, 1969: 180-205. • K. Tuchscherer, Actitis 20, 1981: 75-79.

Quelle: Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Nonpasseriformes · Nichtsingvögel, 1. Auflage, © 1985 · 1993, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag; sehr empfehlenswert: 2. vollständig überarbeitete Auflage 2005 in einbändiger Sonderausgabe

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Niethammer/Boxberger

Podiceps auritus (L.) — Ohrentaucher.

Colymbus auritus L.. Naumann XII. 8. 85; Reichenow S. 22.

Beschreibung. ♂ und ♀ ad. im Brutkleid: Oberseite schwarz (wie Schwarzhalstaucher); Kopf und Kehle schwarz, die аn den Kehlseiten stark verlängerten Federn können aufgerichtet werden; Zügel rostbraun; ein ebenso gefärbter Streif zieht vom Auge zum Hinterkopf und besteht dort aus verlängerten Federn; Vorderhals und Kropfgegend rotbraun, übrige Unterseite glänzend weiß, Körperseiten grob und verschwommen rotbraun und schwarz gefleckt. Flügel siehe Abb. 2c. Schnabel schwarz, аn der Spitze bläulich; Füße blau bis dunkel grünlichgrau; Iris rosa bis karminrot. — Ruh Meid: wie dаs von P. nigricollis, аber durch den geraden Schnabel (Abb. 3 rechts), die inneren Armschwingen, welche braunschwarz statt weiß sind (s. Abb. 2c), und meist auch durch die Größe gut zu unterscheiden. — Mauser: Jugendmauser (Teilmauser) September bis Dezember und manchmal auch bis Februar; Ruhemauser (Teilmauser) im allgemeinen von Februar bis April; Brut- mauser (Vollmauser) von August bis November (Witherby). — Maße: Flügel (15 ♂) 134—150, ♀ 129—145 mm; Schnabel (von der Befiederung an) ♂ 22—27, ♀ 20—25 mm; Lauf 44—49 mm (Witherby). Gewicht nach Heinroth 600 g. nach Hildebrandt (briefl.) ♂ 470 g, ♀ 365 g.
Feldornithologische Kennzeichen. So groß wie Schwarzhalstaucher. Im Frühling rostroter Vorderhals, schwarzer buschiger Kopf mit rotgelbem Ohrbüschel. Oberseite schwarz. Im Herbst- und Jugendkleid mit der weißen Unterseite und dem gleichfarbigen Vorderhals sehr dem Schwarzhalstaucher im gleichen Kleid ähnlich, аber Kopf oft kontrastreicher gezeichnet (s. Abb. 3 rechts). Jedoch ist dieses Merkmal allein nicht zuverlässig, da es alle Übergänge gibt. Zuweilen Halsseiten rostfarben überhaucht. Derberer Schnabel nicht aufgeworfen, sondern gerade (s. Abb. 3 rechts) und аn der Spitze und Wurzel heller gefärbt. Im Fluge erscheint der we i ße, auf die äußeren Armschwingen beschränkte Flügelspiegel. — Stimme: hell trillernd ,,bibibibi“, ähnlich dem Zwergtaucher. ,,Güi“, „giau“, ,,girt“ oder ähnlich. Warnruf ,,grr“.
Allgemeine Verbreitung. Island, Färöer (zum erstenmal 1935), Nordschottland und -norwegen, Nord- und Mittelschweden (zuweilen südwärts bis Kalmar), Öland, Gotland, Finnland, Estland, Rußland etwa zwischen 55 und 65°, ostwärts durch Sibirien mit Ausschluß des geschlossenen Waldgebietes Mittelsibiriens (hier nur am Ob und аn der Lena nordwärts bis 64°, am Jenissei bis 57° 30′), bis Anadyr, Kamtschatka und Amurland, ferner Sachalin sowie Alaska und Kanada. Keine Rassengliederung.
Wanderungen. Zugvogel, der aus dem nordeuropäischen Brutgebiet vorzugsweise аn den Küsten entlang nach Mittel- und Westeuropa sowie in die Mittelmeerländer zieht, um hier zu überwintern. Viele bleiben schon im südlichen Skandinavien, Dänemark und Ostpreußen, ein Teil der schottischen Population sogar im Brutgebiet. Ankunft im Brutgebiet Ende April/Mai, Abzug Ende September Oktober; junge Vögel wurden in Ostpreußen schon Ende August Anfang September festgestellt (Tischler briefl.). — Verflogene Stücke in Grönland, Jan Mayen, Kommandeurinseln und auf den Azoren. — Ringfunde: von Nordisland nach den Färöern (November).
Vorkommen in Deutschland. Der Ohrentaucher überwintert zum großen Teil schon аn den deutschen Küsten der Ost- und Nordsee und ist namentlich in der westlichen Ostsee und bei Helgoland, аber auch аn der ostpreußischen Küste, eine regelmäßige Erscheinung. Manche Stücke ziehen auch weiter südwärts und werden dann auf den Gewässern aller Teile Deutschlands, insbesondere auf größeren Seen und Flüssen (wie beispielsweise Rhein und Main) öfter beobachtet. In Ostpreußen wurde gelegentliches Auftreten im Sommer (Juni und Juli) festgestellt (so auch auf der Kurischen Nehrung Mitte Juni).
Biotop. Wie bei P. nigricollis, jedoch ist der Ohrentaucher nicht so wählerisch wie jener, denn er bewohnt zur Brutzeit auch verhältnismäßig vegetationsarme Kraterseen, wie beispielsweise auf Island. Brütet wie nigricollis gern kolonieweise.
Fortpflanzung. Vgl. Olsoni, Omis Fennica 1928; Seton Gordon, Brit. Birds 22; Hortling, Ornit. Handbok; RüTHKE, Orn. Fenn. 1938.
Nahrung. Fische, Mollusken (Wasserschnecken), Insekten und deren wasserbewohnende Larven sowie Crustaceen. Auch der Ohrentaucher nimmt gern Federn und Pflanzen auf.
Parasiten. Saugwürmer: Tocotrema lingua, Stephanopora spi- nosa. — Bandwürmer: Dioecocestus fuhrmanni, Hymenolepis ca- pillaris, H.furcifera, H. podicipina, II. woodsholei, Ligula intestinalis. Schistotaenia macrorhyncha, Tatria biretna, T. decacantha, Tetra- bothrium sp. — Fadenwürmer: Contracaecum spiculigerum, Cosmo- cephalus aduncus, Echinwia decorata, Porrocaecum praelongum. — Kratzer: Filicollis anatis.

Quelle: Niethammer/Boxberger u.a., Handbuch der Deutschen Vogelkunde, © 1937-1942, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag

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Heinroth

[keine Beschreibung dieser Art im Werk]

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Hartert

1795. Podiceps auritus (L.).

Ohrensteißfuß.

Colymbus auritus Linnaeus, Syst. Nat. Ed. X, I, p. 135 (1758— „Habitat in summis Europae & Americae lacubus“. Beschränkte terra typica: Schweden).

? Colymbus duplicatus P. L. S. Müller, Natursystem, Suppl., p. 107 (1776— „America“. Ex Brisson, Orn. VI, p. 42—45, wo аber nichts von Amerika gesagt ist, sondern „Juxta maris littora versatur. Ex museo D. de Bandeville“. Die Beschreibung scheint sich auf C. auritus zu beziehen, vielleicht аber auch auf griseigena!).

Colymbus cornutus Gmelin, Syst. Nat. I, 2, p. 591 (1789— „Habitat in America septentrionali“. Ex Edwards, Taf. 96 (nicht Taf. 491), Pennant u. Latham).

Colymbus obscurus id., t. c., p. 592 (1789— „Habitat in Anglia et Noveboraco“. Ex Brisson, Edwards, Buffon).

Colymbus caspicus Hablizl, Neue Nordische Beyträge IV, p. 9 (1783— Meerbusen von Enzeli, Kaspisches Meer).

Colymbus comosus Bonnaterre, Tabl. Eno. Meth. I. p. 56 (1790— Hudson Bay. Ex Pennant & Forster).

? Podiceps ambiguus Besson, Tratte d’Orn., p. 595 (1831— „Patrie?“).

Podiceps arcticus Boie, Tagebuch Reise durch Norwegen, p. 337. s. auch p. 308! (1822— Norwegen).

Podiceps bicornis Brehm, Handb. Naturg. Vög. Deutschl., p. 960 (1831— „Im Herbste und Frühjahr zuweilen, jedoch selten, auf den deutschen Flüssen und Seen vorkommend“).

Podiceps (Dytes) sclavus Bonaparte, Compt. Bend. Acad. (Paris) XLII, p. 775 (1856— Neuer Name für P. cornutus auct. u. a. m.).

„Podiceps auritus L. rar. korejevi, subsp. nov.“ Zarudny & Loudon, Orn. Monatsber. 1902, p. 186 (Orenburg. Semiretschensk; Ostpersien im Winter).

Engl.: Sclavonian Grebe. — Schwed.: Svarthake-Dopping. — Franz.: Grèbe cornu. — Ital.: Svasso cornuto.

♂ ♀ ad. im Hochzeitskleide: Oberseite schwarz, schwach glänzend, auf Rücken und Skapularen mit schmalen bräunlichen Federsäumen. Kopf und Kehle schwarz, die Federn аn den Seiten der Kehle verlängert und aufsträubbar, Zügel rotbraun, von den Augen bis zu den Nackenseiten ein breiter hell rotbrauner Streif, dessen hintere Federn stark verlängert sind. Hals etwa von der Mitte ab und Kropf sowie Kropfseiten braunrot. Handschwingen schwarzbraun, Innenfahnen fahlbraun, Schäfte schwarz. Armschwingen weiß, die innersten braunschwarz. Körperseiten rotbraun mit Grau und Schwarz gemischt, Unterseite vom Kropfe аn glänzend weiß, Aftergegend gräulich. Iris rosa bis karminrot. Schmaler nackter Streif von der Basis des Unterschnabels zum Auge hin, Mundwinkel und äußerste Basis des Unterschnabels rot. Schnabel schwarz, äußerste Spitze und Basis des Oberschnabels bläulich. Lauf аn der Außenseite grünlich schieferschwarz, аn der Innenseite bläulichgrau. Flügel 137—148, mitunter bis 153 oder nur 132, Schnabel vom Ende der Stirnbefiederung 21 — 27, Lauf 43—47 mm. (Die Größe ist auffallend schwankend; die größten Stücke scheinen auf Island vorzukommen, wo sich аber auch ebenso oft kleinere finden; die größten von mir untersuchten Exemplare sind ♂, die аber nicht immer größer sind als ♀. — Winter- und Jugendkleid: Oberseite schwarz (das Jugendkleid mehr bräunlichschwarz), auf dem Rücken mit bräunlichen Federsäumen, Federn des Nackens weiß, die in der Mitte gelegenen mit schwarzen Spitzen. Flügel wie im Frühling. Unterseite glänzend atlasweiß, Vorderhals аn seinem untern Teile heller oder dunkler graubraun, Seiten mit schwärzlichen Federspitzen. Iris rot. Schnabel heller, mehr oder weniger hornfarben. — Dunenjunges: Oberseite schwarz mit gräulichweißen am Hinterkopfe und аn den Halsseiten breiteren Längsstreifen; zwischen Stirn und Augen jederseits ein weißlichroter Fleck, in der Mitte der Stirn ein etwas wulstiger nackter weißlichblutroter Fleck. Kopfseiten und Kehle mit hell rosenrotem Anflug, letztere mit schwarzen Flecken. Halsseiten und Vorderhals weiß mit schwarzen Streifen. Körperseiten wie der Rücken, übrige Unterseite weiß. Bei älteren Dunenjungen ist die grauweiße Streifung der Oberseite nicht mehr deutlich.
Brutvogel in Norwegen, dem südlicheren Schweden und Öland, auf Island (häufig), in Schottland (selten, nur аn 2 oder 3 Lochs), in Dänemark, Finnland, Rußland (nördlich bis 65 1/2° und von den Ostseeprovinzen bis Astrachan und Orenburg); in Asien östlich bis Daurien (Transbaikalien) und dem unteren Amur; in Nordamerika über fast ganz Canada und Alaska. — Zugvogel, der auf dem Zuge und im Winter in ganz Europa bis zum Mittelmeer vorkommt, auch auf den Azoren erbeutet wurde, in Asien etwa bis zum 24.° und in China, in Amerika bis Südkalifornien und Florida. Vereinzelt in Südgrönland, auf Jan Mayen, den Färöer, den Kommandeur-Inseln. (In Deutschland noch nicht brütend gefunden, аber in Ostpreußen schon im Sommer erlegt.)

Bewohnt zur Brutzeit größere Binnenseen. In Island zeigen sie sich Anfang April in der Nähe der Küste, im Mai kehren sie аn ihre Brutplätze zurück. Der Paarungsruf ist ein trillerndes Bibibibibibib, wie bei Pod. ruficollis. Hantzsch hörte noch ein lautes, klägliches Güi, gui, giau, aui, auch kurze einsilbige Töne, die ungefähr wie gilt, girt klangen, und einen leiser wie girr klingenden Warnruf. In Island werden die ersten Eier Anfang Juni gelegt, mаn findet sie аber bis gegen Ende Juli hin. Das Nest gleicht dem anderer Gattungsgenossen und enthält meist 4, selten nur 3 oder 5 — 6 Eier. Diese gleichen ebenfalls denen anderer Arten von Podiceps. Sie wiegen nach Hantzsch 1.7 — 2.2 g, nach Key im Durchschnitt 2.153 g. 100 Eier (49 Jourdain, 28 Key, 23 Sandman) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 44.5 x 30.73, Maximum 49 x 33.3 und 47.2 x 33.4, Minimum 39.7 x 30.1 und 47.1 x 28.4 mm.

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Brehm

Der Ohrensteißfuß oder Hornsteißfuß, Dytes auritus Linn. (cornutus), zeichnet sich durch seinen außerordentlich entwickelten Kopfkragen aus. Dieser ist schwarz, bis auf den breiten, dunkel feuerfarbenen, oberseits schwefelgelb eingefaßten Zügelstreifen, ebenso Hinterhals und Oberseite; Vorderhals, Kropfgegend und Seiten sind lebhaft braunrot, die Unterteile atlasweiß, die Schwungfedern der Hand graubraunschwarz, dunkelbraun geschäftet, die des Armes von der zweiten аn rein weiß und ebenso geschäftet, nur die hintersten beiden außen mehr oder weniger breit geschäftet. Das Auge ist lebhaft rot, der Schnabel glänzend schwarz, аn der Spitze wie аn der Wurzel des Unterschnabels pfirsichblütenrot, der Fuß weißgelb mit einem bläulichen Anflug, über den Gelenken dunkelgrün. Im Winterkleide sind die Kopfschmuckfedern nicht entwickelt, und da die rostrote Färbung der Zügel nicht vorhanden ist, die Wangen gräulichweiß. Im Jugendkleide sind die Kopfseiten gestreift. Die Länge beträgt 33, die Breite 62, die Flügellänge 15 cm. Das Verbreitungsgebiet umfaßt den nördlichen gemäßigten Gürtel der Erde.