Heinroth
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]
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Hartert
1942. Tringa stagnatilis (Bechst.).
Teichwasserläufer.
Totanus stagnatilis Bechstein, Orn. Taschenb. II, p. 292 (1803— Deutschland).
Trynga Guinetta Pallas, Zoogr. Rosso-Asiat. II, p. 195 (1827— ,,In aquosis Rossiae et Sibiriae citerioris apricis“).
Limosa Horsfieldii Sykes, Proc. Committee Zool. Soc. London, Part II, p. 163 (1833— „Dukhun“).
Totanus Lathamii Gray & Hardwicke, 111. Ind. Zool. II, Taf. 51, Big. 3 (1834— Cawnpore, Indien. Figura pessimal).
Totanus gracilis Brehm, Vogelfang, p. 313 (1855— Nordostafrika und Westasien).
lliornis stagnatilis addenda Mathews, Austr. Av. Rec. II, p. 126 (1914— Benennung des vom Autor in B. Austral. III, p. 200, Taf. 149 beschriebenen und abgebildeten Vogels aus Nordaustralien. Unterschiede nicht angegeben!).
Engl.: Marsh-Sandpiper. — Ital.: Albastrello.
Abbild.: Dresser, B. Europe VIII, Taf. 566; „Neuer Naumann“, IX, Taf. 5, 6.
♂♀ im Brutgefieder: Oberseite graubraun mit leichtem rötlichen Anflug, jede Feder mit schwarzem Flecke und einige mit ebensolchen Querbinden, Oberkopf etwas heller, Hinterhals weißlicher. Hinterrücken und Bürzel weiß, Oberschwanzdecken weiß und schwarz gebändert. Handschwingen bräunlichschwarz, Schaft der ersten weiß, Innensäume nach der Wurzel zu weißlich, dunkelbraun getüpfelt; Armschwingen graubraun, Innensäume wie bei den Handschwingen, Außen- und Spitzensäume schmal weiß, die inneren verlängerten wie der Rücken, beide Fahnen schwarz quergebändert. Steuerfedern weiß, Außensäume dunkelbraun gefleckt und marmoriert, die mittleren bräunlich verwaschen und mit schwarzen Querstreifen. Oberflügeldecken schwarzbraun, Handdecken schwarz. Unterseite weiß, Vorderhals, Kropf und Brustseiten mit schwarzen, rundlichen oder länglichen Flecken, lange Weichenfedern mit einigen schwarzen pfeilförmigen oder querverlaufenden schwarzen Zeichnungen. Bald nur wenige, bald alle Unterschwanzdecken mit schwarzen Schaftsstrichen. Unterflügeldecken weiß, Unterhanddecken grau mit weißen Rändern. Iris dunkelbraun. Schnabel schwarz. Füße blaß gelblich olivengrün. Flügel 135—147, Schwanz 60—63, Lauf 53—60, Schnabel sehr dünn 40—43 mm. ♀ weisen аn Flügel, Schwanz und Schnabel meist die größten Maße auf. — Durch die Abnutzung der Federränder treten im Sommer die schwarzen Federmitten mehr hervor und erscheinen dadurch größer, die ganze Oberseite sieht daher mehr schwarz aus. — Winterkleid: Oberseite graubraun, Schäfte schwärzlich, Federsäume fein weiß, Oberkopf mit schwarzbraunen Federmitten, Hinterhals und Nacken mit submarginalen schwärzlichen Halbmonden oder Flecken. Halsseiten weiß mit kleinen schwärzlichen Flecken. Ganze Unterseite weiß. Flügel und Schwanz wie im Sommer. Völlige Mauser August bis Dezember, partielle Januar bis Mai, die sich auch auf die inneren Armschwingen ausdehnt. — Juv.: Oberseite dunkelbraun, Oberkopf mit bräunlichweißen Federkanten, Hinterhals mehr weißlichgrau mit dunkelbraunen Streifen, Rücken, Schulterfittiche und innerste verlängerte Armschwingen dunkelbraun (fast schwarz) mit blaß rostfarbenen und bräunlichweißen Kanten, die аn den längeren Federn mehr und mehr gezackt werden. Ganze Unterseite weiß.
Brütet in Südosteuropa — in geringer Anzahl in Ungarn und Rumänien, in Südrußland, in Beßarabien und den Regierungsbezirken Cherson, Kijew, Drei, Tula, Rjasan, Kasan, Ufa und Perm — und im mittleren Asien, nämlich in Westsibirien (nördlich bis 55 1/2° nördlicher Breite in der Baraba-Steppe), in Turkestan, in Ostsibirien nach Buturlin nördlich bis etwa zum 56.° im Olekma-Stromgebiete. — Überwintert in Afrika südlich bis zur Kapkolonie, in Mesopotamien, Persien, Indien bis Ceylon, Südostasien und auf den Sunda-Inseln, Molukken usw., südlich bis Australien. — Nistet angeblich auch in Südostfrankreich und in den Atlasländern, аber beide Angaben bedürfen der Bestätigung; auf dem Zuge in Algerien von März bis Mai. Ist in verschiedenen Teilen Deutschlands, nördlich bis Ostpreußen und Helgoland, sowie in allen anderen südlich davon gelegenen Ländern Europas, sogar etwa 6 Male in England vorgekommen.
Dieser schlankeste und zierlichste aller Wasserläufer lebt аn den Ufern von Seen, Teichen, Sümpfen, auf sumpfigem Gelände und kurzgrasigen nassen Wiesen, weniger am Ufer von Strömen. Der Lockruf ist ein häufig gehörtes, dem von T. nebularia ähnliches, аber viel schwächeres und höheres Tja tja, die Paarungsrufe sollen auch ähnlich sein. Das Nest findet mаn in der Steppe, meist in der Nähe von Seen, Teichen oder Sümpfen. Es ist eine seichte, nur dürftig ausgelegte Vertiefung, die im Mai und Juni normal 4 Eier enthält. Ihre Grundfarbe ist trüb oder blaß ockergelblich, seltener rötlich- oder grünlichgelb; die Zeichnung besteht aus groben, scharf umgrenzten sehr dunkelbraunen Flecken und einigen mattgrauen Schalenflecken. Das mittlere Gewicht ist nach Rey 0.737 g. 34 Eier (17 Jourdain, 10 Dybowski, 7 Rey) messen nach Jourdain, in litt., im Durchschnitt 38.54 x 27, Maximum 41 x 26 und 40.6 x 28.3, Minimum 35.2 x 26.5 und 38.5 X 25.7 mm.
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Brehm
Der Südeuropa und Mittelasien entstammende, zuweilen auch in Deutschland, häufiger in Österreich-Ungarn vorkommende Teichwasserläufer, Totanus stagnatilis Bechst., ist nur 23 cm lang; die Breite beträgt 45, die Flügellänge 14, die Schwanzlänge 4 cm. Das Gefieder der Oberseite ist bräunlichgrau, durch schwarze Längs- und Pfeilflecke, die sich auf den Schultern verbreitern, sowie durch graue Federränder gezeichnet, dаs des Unterrückens und Bürzels sowie der ganzen Unterseite weiß, hier am Vorderhalse, dem Kropfe und auf den Seiten mit rundlichen Flecken getüpfelt; die Schwungfedern sind dunkelbraun, die blasseren des Armes außen weiß gesäumt, die Armschwungfedern wie die Schulterfedern bräunlichgrau und schwarz quergebändert, die mittleren Schwanzfedern ebenso, die übrigen weiß, innen durch schwarze, nach außen hin sich verlierende Querstreifen, außen durch Querflecke geziert, die Unterteile rein weiß. Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel schwarz, der Fuß grünlich. Das Herbstkleid ist auf der hellgrauen Oberseite durch lichte Federränder, auf der weißen Unterseite аn den angegebenen Stellen durch kleine braune Fleckchen gezeichnet.