[Gelbschnabeltaucher]
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Bezzel
Gavia adamsii (Gray 1859) – Gelbschnabel-Eistaucher
Status in ME. Unregelmäßiger, seltener Wintergast (8), < 100x.
Kennzeichen (p. 10). Brutkleid sehr ähnlich Eistaucher, doch aufgeworfener gelber Schnabel. Schwarz am Hals tiefer ansetzend, schwarzweiße Streifung аn den Halsbändern und аn den Flanken der Kropfgegend gröber, ebenso Fensterung auf der Oberseite. • Schnabel juv. weißlich, ad. weiß bis hellgelb; sonst wie Eistaucher.
Verbreitung. Br. ± isoliert W-Murman, Insel Kolgujew, Nowaja Semlja; von Jamal- bis Tschuktschen-Halbinsel (im Detail Grenzen noch unklar); arktische Küstengebiete N-Amerikas In Europa sonst s. G. Küsten und Binnenland (Okt.-April, meist Dez./Febr., ausnahmsweise Sommer). »Zunahme« in neuester Zeit wohl durch verbesserte Bestimmung.
CH: 2 x Bodensee (bis 1982). D: Erstmals 1979. NL: mind. 22 Ex. (bis 1981). D:vgL CH + mind. 13 (bis 1982), davon 8 Küste. • DDR: 4 x, davon 3 x Ostsee (bis 1980). • PL: 5 x (bis 1982). CS: 3 x (bis ca. 1970). • A:3 x (bisca. 1965). H: Erstmals 1977. • GB: 91 Ind. (bis 1983). • F: 3 x (bis 1981). – 8.: 163 Ind. (bis 1982).
Wanderungen. Zugvogel, Winterquartiere Küstengewässer N-Amerika bzw. Pazifikküste Asiens, sowie Atlantikküste vor N., offenbar auch r. im N-Teil der Ostsee. Keine Ringfunde.
Biotop. Br. аn Binnengewässern im Tundrenbereich, meist Tiefland. Außerhalb Brutzeit vor allem Meer in Küstennähe.
Nahrung. Wie Eistaucher.
Stimme. Flugrufe gänseartig wie bei anderen Seetauchern. Jodelnde und heulende Rufe am Brutplatz (Inventar Z. B. SJÖLANDER & ÄGREN 1976).
Quelle: Einhard Bezzel, Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Nonpasseriformes · Nichtsingvögel, 1. Auflage, © 1985 · 1993, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag; sehr empfehlenswert: 2. vollständig überarbeitete Auflage 2005 in einbändiger Sonderausgabe
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Niethammer/Boxberger
Colymbus adamsii Gray — Gelbschnäbliger Eistaucher.
Gavia Adamsi (Gray), Naumann XII, 8. 130.
Beschreibung. ♂ und ♀ ad. im Brut- und Ruhekleid, Jugendkleid usw. sehr ähnlich C. immer, аber stets durch Schnabelgestalt und Schnabelfarbe, oft durch größere Maße unterschieden. Schnabel weißlichgelb, аn der Wurzel bräunlich, bei juv. überwiegend weißlich. Gestalt siehe Abb. 5b auf S. 40. — Maße: Flügel (4 ♂) 375—395, ♀ 360 bis 385 mm. Schnabel (vom Nasenloch an) ♂ 60—76, ♀ 67—75 mm, einschließlich solcher Vögel ohne Geschlechtsbestimmung 60—80 mm. Lauf 89—96 mm(Witherby). Gewicht: ein Stück von der Elbemündung 4250 g (Gechter).
Allgemeine Verbreitung. In Amerika: Nordalaska und dаs anschließende nordwestlichste Kanada, dort anscheinend nur nördlich von der Verbreitungsgrenze von C. immer. Am Nordrand von Asien: die Tundra und Waldtundra von der Beringstraße nach Westen bis zur Halbinsel Kanin und Nowaja Semlja (auch Kolgujew?); 1937 angeblich brütend in Finnisch-Lappland, auf einer Insel des Fetsamo- Fjordes, festgestellt (Jany 1938). Verbreitungskarte Stegmann 1938, Fig. 6.
Wanderungen. Strich- und Zugvogel, der von der Eismeerküste bis аn die Westküste von Norwegen zieht, ausnahmsweise auch in Südfinnland, Schweden und Dänemark erscheint und nur selten in anderen Ländern südlich davon festgestellt wurde. So sind Nachweise aus Großbritannien (2), Deutschland (3), Italien (2), von der mittleren Save (1) und vom Schwarzen Meer bekannt geworden.
Vorkommen in Deutschland. 3mal. Im Dezember 1884 wurde ein Vogel auf einem Teich bei Litschau in Niederdonau geschossen und kam in die Sammlung von Schloß Litschau (Ann. Naturhist. Mus. Wien 1934, S. 41). Ein Stück wurde 1840 auf dem Attersee (zwischen Salzburg und Linz) erlegt und befindet sich im Linzer Museum (Orn. Jahrb. 1894, S. 145). Ein weiteres Stück wurde im Sommer 1929 bei der Insel Neuwerk аn der Elbemündung von Gechter festgestellt. Das Belegstück befindet sich im Cuxhavener Heimatmuseum (Orn. Mber. 1933, 8. 150).
Quelle: Niethammer/Boxberger u.a., Handbuch der Deutschen Vogelkunde, © 1937-1942, Auszug mit freundlicher Genehmigung Quelle & Meyer / Aula-Verlag
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Heinroth
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]
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Hartert
1799. Colymbus adamsii Gray.
(„Colymbus Richardsoni“ Audubon, wurde mit Unrecht als Name dieser Art zitiert; der Name beruht auf einem in der Ferne von Roß gesehenen „very large Crested River“, ist also nomen nudum!)
Colymbus adamsii Gray, Proc. Zool. Soc. London 18s9, p. 167 (Alaska).
Abbild.: Dresser, B. Europe IX, Suppl., Taf. 722.
Unterscheidet sich von C. immer auffallend durch die Form des Schnabels; derselbe ist größer, die Firste des Oberschnabels ist meist vollkommen, oder mitunter nahezu gerade, die ganze untere Kante des Unterschnabels ist gebogen, so daß in der Mitte meist kein Winkel zu bemerken ist. Der Schnabel ist gelblichweiß, аn der Spitze oft elfenbeinfarben, nur аn der äußersten Basis schwärzlich. Die weiße Längszeichnung am Vorderhalse und der Fleckenring um den unteren Teil des Halses bestehen aus viel breiteren, wenn auch weniger zahlreichen Flecken. Der größte Teil des Kopfes und Halses purpurschimmernd. Sonst wie C. immer. Flügel 370—400, Schnabel 80—95 mm. — Es scheint, daß der Schwanz immer nur 18 Steuerfedern hat, während bei C. immer 20 die Regel ist.
Brutvogel im arktischen Sibirien, von Anadyr bis Nowaja Semlja und im westlichen Nordamerika, vom nordwestlichen Alaska bis zur Franklin-Bucht oder Boothia-Halbinsel, und besucht im Sommer auch den Großen Sklavensee. — Im Winter südlicher, nicht ganz selten аn den Küsten Norwegens, auf Kolgujew und der Kolahalbinsel beobachtet, seltener Wintergast аn den Britischen Inseln, ganz vereinzelt in Finnland und Schweden, auf dem Kaspischen Meere, einmal auf dem Attersee in Ober-Österreich (Linzer Museum) und zweimal in Italien (Lago di Chinsi, 28. November, Lago Trasimeno 19. Dezember, im Florenzer Museum — Exemplare аber nachzuprüfen) erlegt. In Amerika südlich bis Nushagak, Alaska, vereinzelt in Grönland; auch in Japan und auf den Kommandeur-Inseln vorgekommen. In Nordamerika im August und September am Sklavensee und auf den Clinton-Colden und Aylmer Seen, аber nie im Winter beobachtet!
Im Winter meist Seevogel, brütend аn Süßwasserseen, аber meist nahe der Küsten.
Die Eier gleichen denen anderer Arten. 17 Eier messen nach Bent im Durchschnitt 89 x 56.9, in den Extremen 95 x 60.92 x 66, 80 x 56 und 85 x 53.2 mm. Stimme wie die von C. immer, аber rauher.
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Brehm
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]