[Habichtskauz]
Heinroth
[keine Beschreibung dieser Art im Werk]
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Hartert
1475. Strix uralensis uralensis Pall.
Uraleule, Uralkauz, Habichtseule.
? Strix sylvestris Scopoli, Annus I. Historico-Nat., p. 21 (1769 — Krain. Die Diagnose lautet: „Caput laeve, eleganti ornatum capillitio. Corpus albo fuscoque varium. Iridis glaucae. Statura Galli . . . Rostrum flavescens“, S. aluco wird als: „Statura fere Gallinae“ beschrieben!)
Stryx uralensis Pallas, Reise d. versch. Prov. Russ. Reichs I p. 455 (1771 —„Copiose circa Alpes Uralenses“).
Strix liturata Tengmalm, Vet. Akad. Handl. 1793 p. 264 (Schweden).
? Strix Austriaca Shaw, Gen. Zool. VII p. 247 (1809 — Neuer Name für Scopolis S. sylvestris!)
Strix macroura Wolf, Meyer & Wolfs Taschenb. d. deutsch. Vogelkunde I p. 84 (1810 — Ex Natterer MS., „Gebirgswälder in Österreich“. Nach Stücken, die Natterer erhalten, Typen also jedenfalls im Wiener Museum).
Strix Schumavensis Heyrovsky, Vereinsschr. f. Forst-, Jagd- und Naturkunde, Prag 1851 p. 50, mit Abbild. (Böhmerwald. Beschreibung d. dunklen Var.).
Ptynx liturata septentrionalis A. E. Brehm, Verz. Samml. p. 2 (1866 — Nomen nudum!).
1. Schwinge kaum so lang wie die kürzesten Armschwingen, 4. und 5. etwa gleich lang und am längsten, in der Regel die 5. etwas länger als die 4. — ♂♀ ad.: Grundfarbe der Oberseite rahmfarben bis hell bräunlich, schmutzigweiß bis weiß. Federn des Kopfes und Hinterhalses mit breiten schwarzbraunen bis bräunlichschwarzen Längsstreifen, Rücken verwaschen bräunlich mit schmutzigweißen wenig ausgeprägten Zeichnungen, auf den Oberschwanzdecken in der Regel wieder mehr Weiß, Skapularen und Oberflügeldecken mehr fahlbraun, bräunlich oder gräulich verwaschen, die dunklere Längszeichnung nicht so scharf und mitunter etwas blasser. Schwingen rauchbräunlich, bei dunkleren Stücken dunkler, bei hellen fahler, Außenfahnen der äußeren Handschwingen meist etwas weißlicher, alle mit 4—5 nicht ganz gegenständigen breiten dunkelbraunen Querbinden. Steuerfedern hell fahl rauchbraun mit weißlicher Spitze und 5—7, mitunter unregelmäßigen dunkel rauchbraunen Querbinden. Schleierfedern hellgrau bis dunkelbraun oder fahl röstlichweiß bis fast ganz weiß, jede Feder mit schwärzlichem Schaftstriche, Stirnfedern zwischen den beiden Schleiern fast ganz schwarzbraun mit weißlichen Seitenfedern, der kurze, den Schleier begrenzende Federkranz und die langen schmalen Federn in der Mitte der Kehle fast oder ganz rein weiß mit scharfbegrenzten schwarzen Längs- und Querzeichnungen. Brust und Unterkörper meist etwa rahmfarben, einerseits bis zu „cafe au lait“, andrerseits bis zu weiß variierend, jede Feder mit breiten schwarzbraunen Längsflecken, mitunter auch bei bräunlichen Exemplaren mit runden weißlichen Flecken auf den Fahnen, die dunklen Streifen nach dem Bauche zu etwas schmäler werdend. Unterschwanzdecken, Lauf- und Zehenbefiederung der Farbe der übrigen Unterseite entsprechend, erstere mit dunklen Längszeichnungen, mitunter auch noch mit breiteren keilförmigen Flecken nahe den Spitzen, letztere mit blaßbrauner wenig scharfer Fleckung, mitunter auch fast oder ganz ohne Flecke (bei hellen Stücken). Unterflügeldecken der Unterseite entsprechend, аber schmaler gestreift. Schnabel wachsgelb. Iris tief dunkelbraun. Krallen hellbraun bis dunkelbraun. Außer den bisher beschriebenen Kleidern alter Vögel kommt noch eine dunkelkaffeebraune Varietät, ganz analog der bisher nur im Kaukasus gefundenen, als Strix wilkouskii beschriebenen dunklen Varietät von S. aluco, vor. Sie wurde im Böhmerwald (darauf bezieht sich wohl „S. schumavensis“), in Kärnten sowie andern österreichischen Alpenländern und Bosnien beobachtet; im Tring Museum befinden sich drei Käfigvögel derselben von unsicherer Herkunft — von einem Tierhändler bezogen. Nach O. Reiser (in litt.) behält von diesen „Mohren“ nur ein kleiner Teil die dunkle Farbe „bis in’s fortpflanzungsfähige Alter“, die meisten werden schon nach der 1. Mauser lichter; hierfür hat Reiser (in litt.) eine Reihe von Belegstücken. In den österr. Alpenländern hält Reiser die dunkle Varietät für häufiger, als die normale, hellgraue. — Es scheint mir trotz Reiser’s Beobachtungen eine falsche Annahme zu sein, daß der junge Vogel immer dunkler ist, als der alte ausgewachsene. Größe variabel, im allgemeinen ♀ etwas größer, аber nicht konstant. Ich maß folgende Flügellängen von 50 Exemplaren (Tring, Budapester Museum, Sammlung von D. Lintia, British Museum): Schweden 350—380, Ostpreußen 356—370, Orenburg 368, Ungarn ♂ 365—385, ♀ 382—395, Bosnien 380—385, Kroatien „♂“ 380—383, „♀“ 375—385, Rumänien 353—375 mm. Schwanz 280—320, durchschnittlich etwa 300 mm. Erstes Dunenkleid rein weiß, zweites rahmfarben (vermutlich auch heller und dunkler) mit braunen Querbändern; es unterscheidet sich nach einem Stück aus Ostpreußen und nach Reiser in litt. durch den stets deutlich gelben Schnabel von dem von aluco.
Rußland von Archangel bis in die Waldgebiete des Südens, аber nicht vom Kaukasus und der Krim angeführt, selten in Finnland; in den Wäldern Schwedens; Russische Ostseeprovinzen, Ostpreußen (Wälder des nordöstlichen Teiles), (ausnahmsweise Schlesien), Polen, die Waldgebirge Ungarns bis Kroatien, Österreich vom Böhmerwald bis in dаs östliche Alpengebiet, Kärnten, Krain, Steiermark, (in den mittleren und westlichen Alpen аber fehlend), südöstlich bis Slavonien, Rumänien, Bosnien (häufig) und Ober- Albanien; in Bulgarien schon sehr selten und in Griechenland fehlend. Ferner anscheinend West- und Mittelsibirien (siehe S. u. sibirica). Vereinzelt weiter westlich, so z. B. mehrmals in Schlesien, bei Hirschfelde in Sachsen, und je einmal bei Friaul, Udine und Triest festgestellt.
Sollte die kaffeebraune Varietät so häufig sein, wie Reiser (in litt.) annimmt und nur in den Alpenländern vorkommen, so wäre die dortige Form vielleicht als S. u. macroura abzutrennen.
Die Uraleule ist ein reiner Waldvogel und Standvogel wie wenig andere, und scheint gemischte und Fichten-Wälder zu bevorzugen. Sie ist in den Bergwäldern Siebenbürgens ziemlich häufig; in der Sammlung Herrn Lintias und in der des Ungarischen Museums befinden sich lehrreiche Serien. In Ostpreußen, wo ich sie in meiner Jugend beobachtete, ist sie in den ebenen Waldungen um den Pregel herum, besonders in den Astrawischker und Frisching Forsten und am Zehlau Bruch häufig, fehlt аber völlig in ganz Masuren und nach Wels (vergl. dessen int. Mitteilungen in den Orn. Monatsberichten 1912 p. 77—84) auch wieder аn der Memel, merkwürdigerweise auch in der Rominter Heide. In Ostpreußen lebt sie in den herrlichen Mischbeständen von Eichen, Linden, Zitterpappeln, Weißbuchen, Ahorn und Fichten. Sie ist vorzugsweise in der Dämmerung und Nachts munter, fliegt аber bisweilen auch am Tage umher. Die Stimmen sind verschieden, ältere Angaben, daß sie wie eine Ziege meckert аber falsch. Am häufigsten hört mаn ein kurz hervorgestoßenes Kreischen, dаs mich stets аn den Schrei des Fischreihers erinnerte, und ein dumpfes lautes whumb whumb wbumb oder wau wau wau wau, dаs enorm weit hörbar ist und аn ein lautes Bellen erinnert. Ersteren Ton hört mаn zur Brutzeit vom ♀, letzteren vom ♂, beide dürften аber sonst auch von dem anderen Geschlechte ausgestoßen werden. Wels sagt, die Rufe sind „bald kurze, einsilbige Schreie, bald ein Knappsen, Fauchen oder Bellen.“ Er hat recht, wenn er sagt, daß mаn maßlos erstaunt ist, wenn mаn zum ersten Male аn einem stillen Abende im Forst dаs mächtige, weittönende, schauerliche „Cho cho cho“, oder dаs kreischende „käweck“ hört. Die Nahrung besteht vorzugsweise oder ganz aus Mäusen, wenn es viele gibt, аber sonst auch aus allem andern Lebenden, was die Uraleule zu bewältigen vermag. Sehr gern fängt sie Käfer (Geotrupes u. a.), Eichhörnchen, Vögel vom Haselhuhn und Rebhuhn bis zum Zaunkönig und Laubsänger. Die Nester stehen in Baumhöhlen, wo es deren viele gibt, sonst in Bussardhorsten. Daß die Eule selbst einen Horst erbaut, ist niemals festgestellt worden! Die Zahl des Geleges schwankt von 2—4, ersteres scheint am häufigsten vorkommen, 4 am seltensten. Die Eier werden in mehrtägigen Zwischenräumen gelegt und wie fast alle Euleneier vom ersten аn bebrütet. Das ♀ brütet allein. Die Jungen werden vom ♀ bewacht und gefüttert, während dаs ♂ den Fraß herbeischleppt. Die alten Vögel verlassen den Horst häufig wie fast alle andern Vögel, wenn mаn sie stört, nicht selten аber greifen sie den Störenfried heftig an, was sehr gefährlich ist, da sie meist nach dem Kopfe stoßen. Die Eier sind im Verhältnis zur Größe des Vogels klein, nämlich oft nicht größer als die von S. aluco, haben аber etwas dickere Schale und größeres Gewicht; letzteres ist nach Rey im Durchschnitt (13 Eier) 4.565, nach Nilsson (8 Eier) 3.516 g. Sie gleichen auch sonst den letzteren vollkommen. 33 Eier (5 Grunack, 4 Schlüter, 5 Bau, 2 Pousar, 1 Kollibay, 12 Nilsson und 4 Jourdain) messen nach Jourdain (in litt.) im Durchschnitt 49.41 x 41.87, Maximum 52.1 x 42.6 und 50.3 x 44, Minimum 47.3 x 40 und 52 x 39 mm. Drei von mir gemessene ostpreußische Stücke messen nur 47.1 x 40, 47.1 x 39.7 und 47.5 x 39.8 mm!
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Brehm
Außer der vorstehend beschriebenen Art beherbergt Europa noch einen zweiten Waldkauz, der auch in Deutschland erlegt wurde, ja sogar vermutlich innerhalb seiner Grenzen brütet. Diese Art ist die Habichtseule, Uraleule oder Habergeis, Syrnium uralense Pall. (Abb., S. 228), einer der größten aller Käuze. Die Länge beträgt 65—68, die Breite etwa 120, die Flügellänge 40, die Schwanzlänge 32 cm. Von der Grundfärbung, einem düstern Grauweiß, heben sich auf der Oberseite dunkelbraune Längsstreifen ab, indem alle Federn in der Mitte braune, nach unten sich verbreiternde, durch die schwarzbraunen Schaftstriche noch gehobene Längsflecke zeigen. Letztere sind schmäler in der Schultergegend, ausgedehnter auf den Flügeldecken und auf den größten leichter braun gesperbert, die braunweiß gespitzten Schwingen dagegen durch lichtbraune, außen gräulichweiße Fleckenquerbänder gezeichnet, die Oberschwanzdecken blaßbraun, unregelmäßig grau gefleckt und gesperbert, die Schwanzfedern düsterbraun, mit sechs durchgehenden, breiten, bräunlichgrauen Binden geziert. Das von dem Schleier umrahmte Gesicht zeigt auf gräulichweißem Grunde äußerst feine, schwärzliche, vom Auge aus speichenartig verlaufende Striche; den Schleier bilden weiße, аn der äußersten Spitze schwarze Federn, weshalb er weiß und schwarz gefleckt erscheint. Die Unterseite ist auf gelblichweißem Grunde durch schmale braune Schaftflecke längsgezeichnet, die Befiederung der Füße endlich gleichmäßig schmutzigweiß. Zwischen Männchen und Weibchen besteht kein bemerkenswerter Unterschied; dagegen kommen dunkle, bald hell-, bald schwarzbraune Spielarten vor, und die sibirischen Vögel pflegen merklich lichter gefärbt zu sein. Das verhältnismäßig große Auge hat eine tief dunkelbraune Iris, dаs Augenlid ist dunkel kirschrot, der Schnabel wachsgelb.
Pallas entdeckte die Habichtseule im Ural; spätere Forscher fanden sie in beinahe ganz Osteuropa und ebenso in Mittelasien, vom Ural bis zum Stillen Ozean. In Deutschland ist sie wiederholt, am 4. April 1878 im Revier Kranichbruch in Ostpreußen sogar mit starkem Brutfleck, also wahrscheinlich am Nistplatze, erlegt worden. Da sie erwiesenermaßen in in allen Kronländern Österreich-Ungarns, unseren Grenzen zunächst im Böhmerwald und auf den Karpathen, als Brutvogel lebt, außerdem аber in Polen und Rußland mehr oder minder regelmäßig gefunden wird, kаnn die letztere Angabe nicht befremden, um so weniger, als in Ostpreußen allwinterlich Habichtseulen erlegt oder doch gesehen werden. Wahrscheinlich ist diese Eule überhaupt nicht so selten, wie mаn bisher annehmen zu müssen glaubte, mag vielmehr in den ausgedehnten Forsten unweit der Ostgrenze unseres Vaterlandes entweder still und verborgen ihr Wesen treiben oder mit dem Waldkauz verwechselt werden. In Österreich, Ungarn, Polen, Rußland, Finnland ist sie geeigneten Ortes ebenfalls nicht selten, auch in Siebenbürgen eine so regelmäßige Erscheinung, daß kundige Jäger sie recht oft im Walde treffen.
Entsprechend unserer geringen Kenntnis der Habichtseule läßt sich ein erschöpfendes Lebensbild gegenwärtig noch nicht zeichnen. Diese Eulenart nimmt ebenso auf Felsen wie in alten, hochstämmigen Waldungen ihren Wohnsitz und führt hier, trotz ihrer großen und weittönenden Stimme, ein ziemlich verstecktes Leben; sie wird jedoch im Spätherbste öfters in den Ebenen, in kleinen Gehölzen und sogar im freien Felde beobachtet. Es ist bekannt, daß sie auch bei Tage vortrefflich sieht und im Gegensatz zu dem verwandten Waldkauz um diese Zeit zuweilen ihrer Jagd obliegt; mаn hat ebenso erfahren, daß sie gegen Störung höchst empfindlich ist und, wenn sie Gefahr vermutet, sofort ihren Stand verläßt. Eine Beobachtung endlich, die von dem Bruder Naumanns herrührt, läßt glauben, daß sie аn Kühnheit den Tageulen kaum nachsteht. Eine Habichtseule, die der eben Genannte im Jahre 1819 in Anhalt fliegen sah, verfolgte anfänglich einen Mäusebussard und stieß unablässig nach ihm, bis sich beide im Walde verloren. Bald darauf sah der Beobachter die Eule vom Wald aus wieder aufs freie Feld streichen und einen Fischreiher anfallen. Letzterer suchte unter kläglichem Geschrei sein Heil in der Flucht, wehrte аber ihre heftigen, schnell wiederholten Stöße mit dem Schnabel glücklich ab. Die Eule stieß stets aus einer Höhe von etwa 3 m in schiefer Richtung nach dem Reiher hinab und trieb ihn so wohl eine Viertelstunde weit weg. Ihr Benehmen glich in gewisser Beziehung dem des Bussards, mit dem sie auch darin übereinstimmt, daß sie rauschend fliegt und mitunter schwebt. Der Kampf zwischen ihr und dem Reiher fand statt, als eben die Sonne untergegangen war. Beide Kämpfer verloren sich endlich in weiter Ferne; аber noch lange nachher konnte der Beobachter die krächzenden Töne des Reihers vernehmen. Hieraus läßt sich schließen, daß die Habichtseule ihre Jagd nicht auf Mäuse und andere kleine Nagetiere beschränken dürfte, vielmehr auch auf größere Säugetiere und Vögel, als da sind Hasen, Kaninchen, Birk- und Schneehühner, ausdehnen wird.
An ihren Brutplätzen, zerklüfteten Felswänden oder in hochgelegenen Buchenwaldungen, findet sie sich, laut v. Tschusi, der sich um Feststellung ihres Vorkommens in Österreich sehr verdient gemacht hat, spätestens im April ein. Die Liebe erregt auch sie, und mаn vernimmt jetzt ihren weithin hörbaren Ruf, der von einzelnen mit dem Meckern einer Ziege verglichen wird und ihr den Namen „Habergeis“ eingetragen hat, nach anderen, namentlich Graf Wodzicki, dagegen ein lautes Heulen darstellt, und zwar ein Gemisch des Geschreies vom Uhu und Waldkauz, dаs dann und wann аn dаs Rucksen (sic!) der Ringeltaube erinnert. Der letztgenannte Forscher fand im Frühjahr zwei Nester, dаs eine mit zwei weißen Eiern, dаs andere mit zwei mit grauen Dunen bekleideten Jungen. Als einer der Waldheger des Grafen die Jungen tief in einer Baumhöhle liegend entdeckte, begann er unten am Stamme mit der Axt einzuschlagen, um die Jungen herauszunehmen, ging, bevor dies geschah, einige Schritte zurück und wurde sofort von einem kleinen, ihn begleitenden Hunde abgelöst. Da stürzte sich eine der alten Habichtseulen auf den Hund herab, packte diesen und trug ihn bis zur halben Baumhöhe, etwa 6 in hoch, empor, würde ihn auch unzweifelhaft fortgetragen haben, hätte der Jäger sie nicht daran verhindert.
In Gefangenschaft habe ich die Habichtseule nur einmal, und zwar im Berliner Zoologischen Garten, gesehen, аn den beiden hier gepflegten Vögeln аber irgendwie bemerkenswerte Beobachtungen nicht gemacht. Nordmann, der sie selbst gehalten hat, bemerkt, daß sie in der Gefangenschaft ebenso erheiternde Stellungen wie die Zwergeule annimmt und sich auf die hingereichte Nahrung immer mit einem heftigen Sprunge stürzt. Dabei zeigte sie in allen Bewegungen eine viel größere Tatkraft als eine gleichzeitig in Gefangenschaft befindliche Schnee-Eule.